The Blue Voodoo

Sparkle And Shine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.02.2005
Jahr: 2004

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The Blue Voodoo Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


The Blue Voodoo
Sparkle And Shine, Eigenvertrieb, 2004
Rick Delgarno Vocals, Electric & Acoustic Guitars, Dobro, Harmonica
Ted Tosoff Vocals, Acoustic Guitars, Bass, Organ
Chris Weekes Percussion, Djembe, Vocals
Dan Ross Bass, Electric Guitar
Gast:
Bryon Tosoff Piano
Produziert von: Rick Dalgarno, Ted Tosoff & Chris Weekes Länge: 46 Min 55 Sek Medium: CD
1. Walking Shoes8. Come To Me Baby
2. In The End9. God Damn Thing
3. I Like It That Way10. Today
4. Railway Blues11. Wake Up
5. Full Circle12. Tow The Line
6. Voodoo Man13. Power Of Love
7. Sparkle & Shine

Meine Vorliebe für den guten alten Blues schlummerte einige Jahre so vor sich hin, unterbrochen von kurzen Wachphasen, in denen ich das eine oder andere wahr nahm bzw. die eine oder andere alte Scheibe auspackte. Da kam's dann sogar zum Hervorkramen meiner alten B.B. King Vinylplatten, währenddessen sich viele andere Blueser vergnügt auch als CD in meinem Regal tummelten.
Die Martin Scorsese Blues-DVD-Box vom vergangenen Herbst hat uns dann alle (meinen Bekanntenkreis und mich) wieder richtig angefixt. Die alten, fast vergessenen Helden erlebten plötzlich ihren dritten Frühling.
Kein Wunder, dass mich eine Blues-Offerte aus Vancouver/Kanada da nicht kaltlassen konnte.

Die junge Drei-Mann-Truppe THE BLUE VOODOO (komplettes Line-up siehe oben), die ihren Sound recht plakativ als "Acoustic Roots and Blues Rock" beschreibt, legt mit ihrem Zweitling "Sparkle And shine" ein verdammt ausgereiftes und vor allem sehr abwechslungsreiches Blues-Album vor.
Die Jungs fertigen alles in Eigenregie. Komposition, Arrangements, Produktion und Mixing liegen in ihren Händen. Das Management und zudem einige farbenfrohe Piano-Gastspiele verantwortet der Bruder des Gitarristen Ted, Bryon Tosoff. Alles bleibt in der Familie.

THE BLUE VOODOO ist eine von den Bands, die sich durch ununterbrochenes Touren (ständig 3-4 Gigs pro Woche) in ihrer Heimat eine recht ansehnliche Reputation erspielt hat. Im Oktober 2003 wurden sie schliesslich für den Maple Blues Award in der Kategorie "New artist of the year" nominiert und niemand anderes als Joni Mitchell behielt es sich vor, die VOODOO-Boys zu ihrem sechzigsten Geburtstag einzuladen, um das musikalische Rahmenprogramm zu gestalten. Alle Achtung, welche Ehre.

Nun, was erwartet uns auf "Sparkle And Shine"? Den Blues wird natürlich niemand neu erfinden, so dass es sich letztlich darum dreht, den fast unvermeidlichen Eklektizismus mit frischen und hell leuchtenden Farben zu versehen.
THE BLUE VOODOO entgehen dem Diktat der lauernden Langeweile durch unbekümmertes Streifen im breitgefächerten Spannungsfeld so unterschiedlicher Spielarten wie Delta-Blues, Cajun-Style, Chicago-Blues und Blues-Rock. Das alles angereichert mit drei sich abwechselnden Lead-Vocalisten.
Gitarrist Rick Delgarno profiliert sich dabei als der versierteste Sänger, der häufig als Kreuzung zwischen Dr. John und Johnny Winter daherkommt.
Das Besondere an BLUE VOODOOs Musik manifestiert sich allerdings in der Nicht-Verwendung eines konventionellen Drum-Sets. Der Percussion-Spieler Chris Weekes bearbeitet derweil die westafrikanische Djembe, schnippt seine Finger, prügelt das Tambourin, rasselt mit diversen Shakern und allerlei anderen exotischen Percussioninstrumenten und traktiert nur hie und da eine nackte Snare und Bass-Drum, um den dampfenden Zug so richtig in Fahrt zu bringen. Das hab ich so in dieser Form zuletzt bei der Südstaaten-Band THE SUBDUDES gehört, die sich in den Neunzigern mit zahlreichen Alben eine ansehnliche Fangemeinde im Roots-Zirkus erspielte.
Die meiste Zeit marschiert BLUE VOODOOs Melange immer schön geradeaus, groovt auf 'Teufel komm raus' und lässt Erinnerungen an die rhythmische Eleganz von LITTLE FEAT und THE BAND wach werden.

Ein sehr gelungenes und unterhaltsames Blues-Album, das gekonnt zwischen akustischen und elektrischen Momenten pendelt, die Wurzeln des Genres nie verrät und mit groovendem Elan in die Zukunft blickt. Ein weiterer Beweis für Kanadas musikalische Vielfalt.
Wer mal reinhören möchte, klickt sich bei CD Baby ein. Es lohnt sich.

Frank Ipach, 07.02.2005

 

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