The Bluesbones

Live On Stage

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues
Spiellänge: 71:45
Produzent: Tim Janssens

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Plattenfirma: Donor Productions/Naked


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Find My Way Out
02. The End
03. Demon Blues
04. Going Down
05. A Better Life
06. The Witchdoctor
 
07. Betrayal
08. Sealed Souls
09. Romance For Rent
10. Cruisin'
11. Psyche Mind
12. Whiskey Drinking Woman
Musiker Instrument
Nico de Cock Vocals
Stef Paglia Guitar, Backing Vocals
Edwin Risbourg Hammonod Organ, Rhodes, Backing Vocals
Geert Boeckx Bass
Jens Roelandt Drums

Live-Platten sind in. Kein Wunder, wo ansonsten das Live-Erlebnis aktuell arg eingeschränkt, bis gar nicht stattfindet. Jemand wie die belgischen BLUESBONES trifft das vermutlich besonders hart. Sonderlich reich dürften sie mit ihrer Musik noch nicht geworden sein (wer wird das mit Blues schon?), und zudem sind die Herren absolute Live-Junkies. Das zeigt sich unter anderem daran, dass unter den bisher fünf veröffentlichten Alben nur ein echtes Studioalbum zu finden ist. Und auch das Album, welches das halbe Dutzend voll macht, ist ein Live-Album.

 

Aufgenommen Ende 2019 sollte im darauf folgenden Jahr natürlich die Tour dazu folgen, aber... nun, wir wissen es ja. Gut, dann müssen wir unsere Blues-Knochen eben am Live-Feuer aus der Konserve wärmen. Und dafür, dass es ordentlich heiß wird, sorgt diese Blues-Fünfer von Beginn an. Wie schon das Album “Chasing Shadows“ (2018) eröffnet Find My Way Out auch hier mit Wucht. Neben der vollen und rauen Stimme von Nico de Cock fällt vor allem das Zusammenspiel von Gitarrist Stef Paglia und Organist Edwin Risbourg auf. Die ergänzen sich sowohl in Unisono-Läufen, wie mit gegenseitiger Unterstützung bei den Soloparts. Gerade Paglia wechselt da gern von einem rockig-aggressiven Sound zu eher cleanen zurückhaltenden Rhythmusparts.

 

Bassist Geert Boeckx setzt sich in dem funkigen The End mit einem wabbernden Wah-Wah-Sound in Szene über dem die Band einen psychedelisch angelehnten Teppich ausrollt, der sich, leicht jam-mäßig, über fast acht Minuten streckt. Zaubert eine coole Atmosphäre. Und auch beim Demon Blues bleibt man man eher in der groovig angejazzten Ecke. Wobei auch hier wieder die Harmonie zwischen Gitarre und Orgel auffällt. So “verzahnt“ hört man das nicht so oft. Obendrein ist der 60's Sound von Boeckx' Hammond eine Freude. Auch das kriegt man ja nicht mehr so oft geboten.

 

Mit dem Slide-Blues Going Down kommt feines Swamp-Feeling auf und mit A Better Life auch wieder mehr Druck hinter die Geschichte. Irgendwo zwischen Boogie und Jump-Blues kommt ordentlich Schwung auf und sicher auch Bewegung in die Beine des Publikums. Dass die BLUESBONES völlig ohne Coverversionen auskommen, spricht für Selbstbewusstsein ebenso, wie für die Qualität des Materials. Wobei die Stärken anscheinend in den balladesk angelegten Stücken, wie Sealed Souls liegen, die zum einen dynamisch angelegt sind und heftige Steigerungen bergen und zum anderen vor allem Boeckx und Paglia reichlich Solofläche bieten, die diese auch zu nutzen wissen.

 

Die BLUESBONES können aber durchaus auch abgehen, wie im Texas-Boogie Cruisin', oder im groovenden ebenfalls boogie-mäßigen Psycho Mind. Mit dem abschließenden Whiskey Drinking Woman (hat nichts mit dem NAZARETH-Song zu tun) gibt’s dann nochmal einen stilechten 12-Takter der in über 11 Minuten nochmal Chicago-Atmosphäre zaubert. Hat man sich hier mal eingehört und die Feinheiten erkannt, wird einem klar, warum diese Band bei der “European Blues Challenge 2017“ den zweiten Platz belegt haben und auch sonst schon einige Erfolge erzielen konnte. Für das nächste Jahre ist ein weiteres Studioalbum angekündigt. Bis dahin werden auch die Live-Aktivitäten wieder in Schwung kommen und hört man einiges mehr von THE BLUESBONES.

 

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