The Clash

London Calling

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Punk, Rock, Ska, Reggae
Spiellänge: 65:14
Produzent: Guy Stevens

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Plattenfirma: Columbia/Sony Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Bruce Springsteen

The Kinks

Dr. Feelgood

Titel
CD One:
01. London Calling
02. Brand New Cadillac
03. Jimmy Jazz
04. Hateful
05. Rudie Can't Fail
06. Spanish Bombs
07. The Right Profile
08. Lost In The Supermarket
09. Clampdown
10. The Guns Of Brixton
 
CD Two:
01. Wrong 'Em Boyd
02. Death Or Glory
03. Koka Kola
04. The Card Cheat
05. Lover's Rock
06. Four Horsemen
07. I'm Not Down
08. Revolution Rock
09. Train In Vain
Musiker Instrument
Mick Jones Guitar, Vocals, Piano
Joe Strummer Vocals, Rhythm Guitar, Piano
Paul Simonon Bass, Vocals
Topper Headon Drums, Percussion

Bruce Springsteen gebührt die Ehre, dass mir THE CLASH vor Jahren wieder mehr in Erinnerung gerufen wurden. Zwar hatte ich mich speziell mit “London Calling“, anlässlich des 2009er Re-Releases (damals als einfache CD + Doku-DVD), schon näher beschäftigt, aber wie der “Boss“ bei seinem  Hyde Park- Konzert im folgenden Jahr diesen Song gleich zu Beginn in den Londoner Vorabend-Himmel donnert, das kommt verdammt geil und zeugt auch von der Wertschätzung gegenüber THE CLASH.

Zehn Jahre sind das schon wieder, seit der Wiederauflage dieses Album und schon sind 40 Jahre vorbei, seit eines der besten und wichtigsten Alben der Rockgeschichte erschienen ist. Grund genug, “London Calling“ erneut zu würdigen, auch wenn sich der Aufwand eher in Grenzen hält. Zuästzliche Musik gibt es nicht, was aber auch verständlich ist, denn ich wüsste nicht, womit man dieses Album bereichern könnte. Die Aufmachung muss reichen und so kommt das Album wieder als “Doppel“, also zwei CDs, wodurch die Songs wieder wie auf der Original-Doppel-LP aufgeteilt sind. Macht für mich Sinn, denn man hat sich damals auch Gedanken gemacht, mit welchem Song die erste Scheibe enden, bzw. mit welchem die zweite beginnen soll.

Als Vinyl (natürlich als “Doppel-LP“) gibt’s diese Jubiläumsausgabe übrigens auch und wer noch mehr für die Augen braucht, der kann sich die “Buch + CD“-Ausgabe zulegen. Ein 120-seitiges Hardcover-Buch birgt dann den Tonträger.

CD- wie LP-Ausgabe kommen übrigens im transparenten Slip-Case, auf dem Albumtitel und Bandname gedruckt sind, sodass man sich, bei Bedarf das legendäre Coverbild ohne Beschriftung anschauen kann.

In erster Linie wird man aber die Musik anhören, die auch 40 Jahre nach erstem Erscheinen nichts von ihrer Kraft und Faszination verloren hat und teilweise ja wieder ziemlich aktuell klingt. Irgendwo befremdlich, dass man sich heute immer noch mit Themen, wie Rassismus, zerstörter Umwelt und der sich immer weiter öffenden Schere zwischen Arm und Reich beschäftigen muss. Eine Band wie THE CLASH, mit ihrer klaren und kompromisslosen Haltung könnten wir heutzutage wahrlich brauchen.

Obwohl schon in meinem 2009er Review darauf eingegangen (zu finden auf unserer THE CLASH-Seite), trotzdem noch ein paar Worte zur Musik. Der Opener ist natürlich eine der Rock-Hymnen, braucht man nix zu sagen.

Das folgende Brand New Cadillac zeigt, dass man nicht so weit  vom Pub Rock eines DR. FEELGOOD weg war (vgl. If My Baby Quit Me, Album “Primo“,  1991). Auch liefert Mick Jones ein – für jene Tage – verhältnismäßig langes Gitarrensolo ab.

Der Erfolg des Albums rührt auch von der stilistischen Bandbreite, die auch eine so jazzig-swingende Nummer, wie Jimmy Jazz umfasste, stürmischen R&B /Rockabilly im Bo Diddley-Stil, wie Hateful und natürlich tolle Ohrwürmer, wie Lost In The Supermarket oder den gnadenlosen Rocker Clampdown. Dazu etliche politische Statements (The Guns Of Brixton, Spanish Bombs...) und natürlich die große Verbundenheit zu Reggae und damit auch zu Ska.

Letzteres überdeutlich beim, zunächst stark nach THE KINKS klingenden, Wrong 'Em Boyo, mit dem die zweite Scheibe schwungvoll beginnt. Neben verschiedenen Sounds erweiterte die Band ihr Spektrum auch durch zusätzliche Musiker, wovon besonders die Saxofone von John Earle und Ray Beavis gut zur Geltung kommen. Das rhythmische Train In Vain krönt und beendet dann dieses Album. Auf dem ursprünglichen Cover war der Song noch gar nicht aufgeführt, da in letzter Minute hinzugefügt, während die LP-Hülle bereits gedruckt war. Er war also nie als “Hidden Track“ geplant, aber dadurch glaubten viele Fans lange, der Song hieße Stand By Me. Das nur als Randnotiz.

Die Vitalität, die von jedem Song hier ausstrahlt, ist wohl mit ein Grund (die Produktion von Guy Stevens ein anderer), warum THE CLASH zu einer, wenn nicht der wichtigsten Band jener Tage wurden und warum “London Calling“  zu den bedeutendsten  Alben aller Zeiten und von 1979 sowieso. Sollte jemand diesen Klassiker noch nicht in seiner Sammlung haben, wäre jetzt die passende Gelegenheit.

 

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