The Doobie Brothers

Liberté

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.10.2021
Jahr: 2021
Stil: Rock
Spiellänge: 42:15
Produzent: John Shanks

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Plattenfirma: Island Records/Universal Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Bon Jovi

Titel
01. Oh Mexico
02. Better Days
03. Don't Ya Mess With Me
04. Cannonball
05. Wherever We Go
06. The American Dream
 
07. Shine Your Light
08. We Are More Than Love
09. Easy
10. Just Can't Do This Alone
11. Good Thang
12. Amen Old Friend
Musiker Instrument
Tom Johnston Lead Vocals, Guitar, Background Vocals
Patrick Simmons Lead Vocals, Guitar, Guitjo, Banjo, Background Vocals
John McFee Vocals, Guitar, Mandolin, Banjo, Pedal Steel, Background Vocals
John Shanks Guitar, Bass, Dobro, Keyboards, Piano, Organ, Drum Programming, Percussion, Background Vocals
Billy Payne Piano, Hammond B3, Wurlitzer, Keyboards, Synths
John Cowan Background Vocals
Victor Indrizzo Drums, Percussion
Bob Glaub Bass
Jeff Babko Piano, Hammond B3, Wurlitzer, Clavinet, Synths
Bradley Giroux Drum Programming
Lucy Woodward Background Vocals
Dan Keen String Arrangement on 'Amen Old Friend'

Die DOOBIE BROTHERS, Verfasser solch unsterblicher Hymnen, wie Long Train Running, Takin' It To The Streets, China Grove, Listen To The Music, usw.

Vielleicht hat keine andere Band so die Brücke geschlagen, zwischen dem West Coast-Rock der kalifornischen Bay-Area und dem Southern Rock der amerikanischen Südstaaten. Dann und wann driftete man auch mal Richtung Mainstream, wie beim 1989er Hit Music Is The Doctor, aber nicht zuletzt der meist herausragende, mehrstimmige Gesang brachte ihnen sogar die Aufnahme in die Vocal Group Hall Of Fame.

 

Ja, die gibt’s tatsächlich noch. Auch wenn das schon irgendwo eine recht obskure Angelegenheit ist. Fast untrennbar mit verbunden mit der Gruppe ist der Name Michael McDonald, der etliche der großen Hits gesungen und mitverfasst hat. Der ist irgendwie und irgendwo noch Mitglied der Band (erst vor wenigen Wochen ist er mit der Band in der Jimmy Kimmel-Show im amerikanischen Fernsehen aufgetreten) und auf seiner Homepage präsentiert er sich auch im Kreise der verbliebenen Originalmitglieder, aber mit dem neuen Album hat er offensichtlich nichts zu tun und erwähnt das auf seiner Seite auch nicht. Auf der eigentlichen Band-Homepage zeigen sich die Herren Tom Johnston, Patrick Simmons und John McFee ohne Michael McDonald und erwähnen denen in der Bandgeschichte nur am Rand. Im “Touring Lineup“ ist ebenfalls nicht vertreten.

 

Gleichzeitig hat auf dem aktuellen Album “Liberté“ ein gewisser John Shanks alles Songs mitgeschrieben, die Scheibe produziert und alle möglichen Instrumente darauf gespielt. Shanks hat u. a. auch schon Alben für BON JOVI (bei denen er auch Rhythmusgitarre spielt) und VAN HALEN produziert, aber das nur am Rande...

Mit Oh Mexico geht’s ja ganz unterhaltsam los. Tuckert gut vor sich hin, wie ein 8-Zylinder, die Gesangsharmonien passen und eine Slide sorgt für die Erdung. Tut niemand weh, aber im Autoradio wechselt man da wohl kaum den Sender. Allerdings wird’s mir bereits bei Better Days zu weichgespült. Amerikanischer Midtempo Pop-Rock, der so glatt ist, dass man froh ist, wenn das Lied zu Ende ist. Bessere Tage gab's wahrlich bei einer Band, die einst mit zwei Schlagzeugen und drei Gitarren geglänzt hat. Don't Ya Mess With Me hat immerhin ein schönes Gitarrenriff (das alsbald ganz hinten im Mix verschwindet) und auch eine Lead-Gitarre schält sich ab und an in den Vordergrund, aber letztlich bleibt auch davon nix hängen.

 

In Cannonball spielt Shanks angeblich eine Dobro. Auch das “Programming“ hat er, wie in den drei Songs davor, übernommen und so langsam dämmert es mir, warum sich das alles so “programmiert“ anhört. Der nächste Titel kommen zwar ohne aus, aber an der Gleichförmigkeit ändert sich da kaum was. Wherever We Go hat zwar wenigstens etwas Drive aber – sorry – will man sowas im Konzert hören? Bisschen mit Wunderkerzen dazu wedeln? Ich nicht.

The American Dream hat auch wieder ein interessantes Gitarren-Riff im Intro und McFee spielt angeblich Mandoline bei dem Track. Bei dem von Keyboards überladenen Mix hört man nix davon und das Mini-Gitarrensolo und der kurzzeitige A capella-Gesang sind die kleinen Glanzlichter.

 

Die Country-Ballade Shine Your Light hat durchaus gute Ansätze, aber man erliegt wieder der Versuchung eine potenzielle Radio-Hymne daraus zu machen. Nur mit ein paar Hamoniegesängen und Teilzeit-Gitarreneinsätzen erweckt man die alte Magie allerdings nicht.

Bei Easy und Just Can't Do This Alone kommt man noch am ehesten in Sichtweite alter Klassiker a la Listen To The Music heran. Leider erliegt man ein ums andere Mal der Verlockung, sich beim Mainstream-Publikum anzubiedern. Und kleistert dann, wie in Amen Old Friend das auch noch mit Streichern zu.

 

Wenn Michael McDonal bei der anstehenden Tour zum 50. Band-Jubiläum wieder hinzu stößt, wird sich das Publikum an einer Menge alter Favoriten erfreuen können. Mit Glück kriegt es von diesem Album nicht zu viel zu hören. Wobei, bei einem gewissen Klientel kommt es wohl an. Bei mir nicht. Amen. Alte Freunde.

 

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