The Dust Connection

Trails


CD-Review

Reviewdatum: 18.06.2010
Jahr: 2010
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


The Dust Connection
Trails, Eigenvertrieb, 2010
Jeroen VoogdGesang
Robert SpaninksSchlagzeug, Percussion und Klatschen
Jorg KurtenBass
Sander HeeringsKeyboards & Piano
Martijn BalstersGitarre, Gesang, Saz & Dumbek
Produziert von: Robert Spaninks Länge: 73 Min 10 Sek Medium: CD
01. The Nameless08. Subconscious World
02. Orbit09. New God
03. The Grand Final10. Path
04. Clouds11. Nothingness
05. Trails (Conduct The Tension)12. The House That Doesn't Exist
06. Garden Of Remembrance13. Nine Days' Wonder
07. Remission Of Sins14. Within the Silence

Auferstanden aus den Ruinen der Symphonic Metal Band FOREVER TIME stammen THE DUST CONNECTION aus den Niederlanden. Auf ihrem Debüt-Album “Trails“ bieten sie Prog-Metal, der stellenweise die Grenze zum Neoprog überschreitet. Stilistisch bedienen sich THE DUST CONNECTION bei vielen einflussreichen Bands aus dem Genre. Dabei beweisen die fünf Oranjes aber ein untrügliches Gespür für Melodien und packende Kompositionen.

So bleibende viele Instrumental-Passagen eher im melodieverliebten Bereich und arten nicht zu den gefürchteten, eigensinnigen Griffbrett- und Tastatur-Schnell-Bedien-Orgien aus. In dieser Hinsicht erinnern die Niederländer an ARENA oder MARILLION. Auf der anderen Seite können sie aber auch hart in die Saiten (oder Tasten) greifen und schlagen sich dann stellenweise eher in Bereiche von EVERGREY durch.

Irgendwie ist es Jeroen Voogd (Gesang), Robert Spaninks (Schlagzeug), Jorg Kurten (Bass), Sander Heerings (Keyboards) und Martijn Balsters (Gitarre) aber gelungen, ein atmosphärisch zusammenhängendes und stringent spannendes Album zu schaffen, in dem die Songs häufig ineinander fließen und sich nicht voneinander trennen lassen. Anspieltipps gibt es dennoch: The Grand Final, Garden Of Remembrance und das absolut überragende The House That Doesn’t Exist.

“Trails“ ist nichts für Schnellkonsumenten, dafür sind die Kompositionen zu verschachtelt, zu facettenreich. Auf der anderen Seite bekommt der Hörer dafür aber auch eine Menge an schönen Melodien geboten, die ihn dafür belohnen, dass er sich die 73 Minuten Zeit nimmt. Hier lohnt es sich für Prog-Freunde wieder einmal ganz genau zuzuhören.

Eine kleine Kritik habe ich dann aber doch vorzutragen. Der Sound ist doch ein wenig zu indifferent und vor allem etwas dumpf geraten. Das ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass man in Eigenregie und unter Zeitdruck aufnahm, schmälert aber etwas das audiophile Vergnügen.

Mit ihrem Debüt setzen THE DUST CONNECTION eine kleine Serie fort von hervorragenden Prog-Veröffentlichungen aus unserem Nachbarland. Neben den BARSTOOL PHILOSOPHERS und PENNY’S TWISTED FLAVOUR schaffen es auch THE DUST CONNECTION den Stempel „Prog made in Holland“ weiter zu einem Qualitätsmerkmal zu machen.

Marc Langels, 17.06.2010

 

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