The Electric Saints

A Day At Kitty Hawk

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.11.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock, Roots-Rock

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The Electric Saints Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


The Electric Saints
A Day At Kitty Hawk, Eigenvertrieb, 2009
Marco MauererVocals, Guitars, Piano, Harp, Percussion
Martin RichterBass, Mandolin, Backing Vocals
Levin DunkerbeckDrums, Backing Vocals
Produziert von: Marco Mauerer Länge: 53 Min 56 Sek Medium: CD
01. Lay It On The Line07. Hang It On The Wall
02. Under My Sway08. Someday After A While
03. Sunrise09. Do Right Woman
04. Already Through With It10. The Sound Of Waiting
05. Attitude Adjustment11. Cowboy Movie
06. So Lovely To Be Wanted12. A Theory Of Light

Muss man Fortschritte im Sinne einer musikalischen Entwicklung von einer Band erwarten, die sich dem Blues-getränkten Hard-Rock der Siebziger verschrieben hat? Muss man nicht unbedingt, denn es gibt genügend Bands aus dem hochprofessionellen Lager, die jahrein jahraus den gleichen Sattel besteigen, um ein quirliges und abenteuerlustiges Rodeo zu reiten. Erst recht darf sich eine semiprofessionelle Band namens THE ELECTRIC SAINTS aus Hamburg erlauben, ihren Stiefeln treu zu bleiben und nach fast fünfjähriger Abstinenz einen neuen Longplayer namens "A Day At Kitty Hawk" unter die Leute zu bringen.
In der Zwischenzeit hatten die Jungs, wie man liest, wohl ziemlichen Palaver mit der Plattenfirma, die seinerzeit ihr Debutalbum veröffentlichen wollte. Dazu kam es leider nie.

Zu ihrem Debut "Nightly Entertainment On The Ivories" schrieb ich im Januar 2005 jedenfalls folgende abschließende Zeilen: 'Die hart rockenden Titel wie Cocaine scarecrow, Family gone wrong und Say what you want kommen mit ihrer BLACK CROWES-revisited-Attitüde allerdings dermaßen geil daher, dass der Fan des "Kick-ass"-Rock-Genre diese Band aus Hamburg keinesfalls verpassen sollte. Hier wächst was heran. Und wenn die Combo den versprochenen Plattendeal mit einem kleinen Hamburger Label tatsächlich im Sack hat, unterstützt die SAINTS, um ihnen ihr zweites Album zu finanzieren.'

Tja, das ist bereits lange her, doch die Koordinaten auf ihrem Zweitling sind letztlich immer noch die gleichen: Eine gehörige Prise 90's BLACK CROWES, eine scharfe Messerspitze 70's ROLLING STONES, erweitert um die eine oder andere Impression aus Disco (Under my sway), Neil Youngs CRAZY HORSE (The sound of waiting) oder frühe R.E.M. (Cowboy Movie) und drei Coverversionen, u.a. Dan Penns Do right woman, auf der Band-Chef Marco Mauerer wie Gram Parsons singt, und Freddie Kings Blues-Gassenhauer Someday after a while, auf dem Mauerer eine tolle und satte E-Gitarre spielt.
Eine unterhaltsame und gut abgehangene Rock-Mischung also, die kaum Langeweile aufkommen lässt und bis auf den, man muss es so hart sagen, Totalausfall Sunrise wirklich aller Ehren wert ist.

Noch bemerkenswert: Seit den alten Tagen hat die Band den Drummer ausgetauscht und vor allen Dingen ist ihnen der angestammte Lead-Vocalist abhanden gekommen, was sich insbesondere auf o.a. Sunrise negativ auswirkt. Hier singt Marco Mauerer, der den Posten des Sängers gleich übernommen hat, ziemlich miserabel. Erstaunlich, dass er auf anderen Tracks wie z. B. dem fulminaten Opener Lay it on the line ein komplett anderes Bild abgibt. Das schwankende Qualitätslevel (auch bei zwei, drei anderen Tracks) beim Lead-Gesang lädt schon zum Grübeln ein.
Ansonsten agiert die Combo erfahren, versiert und zielstrebig sicher, weiß ziemlich genau wie man einen ordentlichen Rock-Song schreibt und interpretiert auch die Coversongs auf charmante Art und Weise. Ein erfahrener Produzent - das Album entstand in totaler Eigenregie - hätte den Jungs hie und da sicher noch ein paar wertvolle Tipps zu geben gehabt. So pendelt sich "A Day At Kitty Hawk" mit seinen Höhepunkten, aber auch gelegentlichen Schwächen, auf einem mittleren Qualitätsniveau ein. Überzeugt euch selbst von ihren Fähigkeiten auf der MySpace Seite der SAINTS.

Frank Ipach, 04.11.2009

 

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