The Electric Saints

Nightly Entertainment On The Ivories

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.02.2009
Jahr: 2004

Links:

The Electric Saints Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


The Electric Saints
Nightly Entertainment On The Ivories, Eigenvertrieb, 2005
Marco MauererGuitars, Organ, Background Vocals
Roland LerchlLead Vocals
Martin RichterBass
Kevin Breest, Arne SchmidtDrums
Produziert von: The Electric Saints Länge: 43 Min 37 Sek Medium: CD
01. Cocaine Scarecrow06. Family Gone Wrong
02. Ripped 'n Torn07. The Way You Walk The Line
03. Freakchild08. Sweet Desire
04. Always Outside09. Don't You Let Nobody
05. A Part Of That10. Say What You Want

Prinzipiell ist es für einen alten Rockfan wie mich, der mit ALLMAN BROTHERS, LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, THE FREE, HUMBLE PIE, LYNYRD SKYNYRD, Rory Gallagher und Johnny Winter aufgewachsen ist, eine Freude zu sehen bzw. zu hören, dass sich ein paar Jungspunde aus Hamburg aufmachen, eine Lanze für den bluesgetränkten Rock der siebziger Jahre zu brechen.
Seit Herbst 2001 also tummeln sich die vier Herren der ELECTRIC SAINTS in verschiedenen Studios rund um Hamburg bzw. Braunschweig, um ihre Songs in Eigenregie, d.h. komplett selbstfinanziert, für die Nachwelt zu konservieren.
Was sie letztendlich in knapp bemessenen 11 Aufnahmetagen zu Stande brachten, dürfte den Liebhaber obengenannter Bands neugierig stimmen. Die Jungs haben ihre jeweiligen Lektionen gelernt. Betrachtet man auf der Band-Homepage die Liste der Alben, die ihnen am Herzen liegen, stellt man fest, dass ihr musikalisches Zentrum von diesem ganz essentiellen Elexier in Gang gehalten wird, welches man benötigt, um auf gesunden Füssen zu stehen: Blues, Soul und deren Nachfahren.

Natürlich ist es nicht so einfach, sich aus dem dräuenden Schatten des Epigonentums zu lösen. Es bedarf einer schlitzohrigen Portion Ausgekochtheit und eines gesunden Anteils an Orientierungssinn, sich aus dem brodelnden Sumpf aus Riffs und Licks zu lösen, um das gesteckte Ziel schadlos zu erreichen.
Dem Gitarristen und Komponisten der ELECTRIC SAINTS, Marco Mauerer, gelingt dies mit seinen Songs zwar nicht immer, aber ein Höchstmass an Kreativität und innovativer Kraft lässt sich nun mal nicht so leicht aus dem Ärmel schütteln. Was man den ehrgeizigen Jungs allerdings ohne Umschweife bescheinigen darf, ist der absolute Drang, sich aus dem strudelnden Sog von Klischees ohne Hilfe freizuschwimmen.

Und wenn's rockt, dann rockt es eben. Und das die ELECTRIC SAINTS rocken, steht ausser Zweifel.
Scheiss auf die vermaledeiten Klischees! Mit diesem Ansatz wirst du keinen Spass an diesem Album haben. Als die BLACK CROWES 1990 mit ihrem Debut auf den verwaisten Rock-Olymp zusteuerten und sich anschickten, ordentlich Feuer im verglimmenden Vulkan zu entfachen, haben die Fans des traditionellen Blues-Rock ebenfalls jubiliert. Und eigentlich waren die CROWES ja auch nur eine Kopie. Also, was soll das Geseiere? Auch wenn böse Zungen die ELECTRIC SAINTS nun als Kopie der Kopie bewerten, nimmt dies nicht unbedingt den Spass und das Feuer aus der ganzen Angelegenheit.
Der Sänger Roland Lerchl kräht sich zwar mit einer ungehörigen Chuzpe durch die zehn Songs dieses Debutalbums und weiss sich nicht so recht zwischen Chris Robinson, Steven Tyler und Axl Rose zu entscheiden, aber die allgegenwärtige Kraft der kompletten Band, insbesondere des Gitarristen Marco Mauerer, hilft ihm über so manch gefährliche Klippe hinweg.

Die hart rockenden Titel wie Cocaine scarecrow, Family gone wrong und Say what you want kommen mit ihrer BLACK CROWES-revisited-Attitüde allerdings dermaßen geil daher, dass der Fan des "Kick-ass"-Rock-Genre diese Band aus Hamburg keinesfalls verpassen sollte. Hier wächst was heran. Und wenn die Combo den versprochenen Plattendeal mit einem kleinen Hamburger Label tatsächlich im Sack hat, unterstützt die SAINTS, um ihnen ihr zweites Album zu finanzieren.

Frank Ipach, 28.02.2009

 

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