The Heise Bros.

The Continuing Saga Of...


CD-Review

Reviewdatum: 29.03.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Kristin Krauß


The Continuing Saga Of..., Eigenvertrieb/Choose To Lose Music, 2007
Nelson Heise Vocals, Guitars, Percussion, Keyboards, Piano, Harmonica
Robert Heise Bass, Backing Vocals, Guitar, Percussion
Akuorkor Ablorh Backing Vocals
Toby Cryns Piano, Keyboards
Kirk Liska Drums
Joshua "Stook" Stuckey Lead Guitar, Vocals, Backing Vocals
Michael Velasquez Drums
Produziert von: Nelson Heise Länge: 31 Min 12 Sek Medium: CD
1. Seven Long Years6. Throw Them Kisses, Woody Allen
2. Shallow7. Billy
3. Buttons For Lisa8. Staying The Same
4. Zodiac9. The Revenge Of The Self-Imposed Hero
5. Island Wake10. Sacred Place

Herrje, was macht man nur, wenn jemand einfach nett ist - so richtig durch und durch. Und einen das noch nicht mal interessiert. Weiter angenommen, derjenige lässt aber auch keine Ruhe. Was dann? Ignorieren? Das ist gemein. Wegschleichen? Auch gemein. Eine hauen, um ein für alle mal klar zu stellen, dass man selbst nicht nur nicht nett ist, sondern auch mit so richtig netten Menschen nichts anfangen kann, weil das anstrengend ist? Auch gemein.

Was also tun, um alles in der Welt, mit so netten Menschen, wie den Heise Brothers Nelson und Robert? Seit Stunden, seit Tagen, seit Jahren (gefühlt) rumpelt ihr Zweitwerk "The Continuing Saga Of. The Heise Bros." schon durch den CD-Player und nichts genaues weiß man nicht.
Im Hinterkopf schwirrt beständig das, wie sollte es anders sein, unglaublich nette Zitat von Nelson Heise: "We really love making music and just hope people give our disc a spin...". Ja doch, immer und immer wieder tu ich es und dennoch hebt sich der Vorhang nicht, um des Rätsels Lösung preis zu geben.

Was machen die netten Brüder da mit ihren netten Freunden? Americana? Garage? Indie? Pop? Alles zusammen? Ja, all dies und noch viel mehr und selbstverständlich immer nett. Aber wofür soll es gut sein? Es gibt keine berauschenden Gesänge, keine betörenden Melodien und keine atemberaubende Instrumentierung - abgesehen von dem Kuhglocken ähnlichen Geklingel irgendwo. Nichts. Nur nett. Ein bisschen rumpelig und rockig, ein bisschen gerupft und garagig, ein bisschen poppig und putzig, und am Ende immer nur wieder eins: nett nett nett!!!
Also was tun, wenn sofort das schlechte Gewissen anklopft, bei jedem noch so vorsichtigen Gedanken daran, dass es vielleicht nicht unbedingt die Musik ist, die man mag. Immerhin sind sie doch so nett. So richtig toll macht das allein eine CD aber leider nicht.

Kristin Sperling, 29.03.2007

 

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