The Moth Gatherer

A Bright Celestial Light


CD-Review

Reviewdatum: 28.05.2013
Jahr: 2013
Stil: Doom/Prog Metal

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


The Moth Gatherer
A Bright Celestial Light, Agonia Records, 2013
Alex StjernfeldtVocals, Guitar, Keyboards, Bass & Drums
Victor WegebornVocals, Guitar, Keyboards, Bass & Drums
Produziert von: The Moth Gatherer Länge: 44 Min 55 Sek Medium: CD
01. The Water That We All Come To Need04. The Womb. The Woe, The Woman
02. Intervention05. A Falling Deity
03. A Road Of Gravel And Skulls

Diesmal etwas andere Musik aus Schweden, denn THE MOTH GATHERER reiten weder auf der Retro-Welle, noch dreschen sie Stonerriffs oder machen launigen Kick Ass Rock. Nein, das Duo Stjernfeld und Wegeborn, das seit 2008 gemeinsam musikalisch aktiv ist, wandelt eher auf dunklen Pfaden des Weges. “A Bright Celestial Light“ ist progressiv, laut, experimentell, kantig und unberechenbar: schon der Opener The Water That We All Come To Need pendelt zwischen atmosphärischen Elektronics, tonnenschweren Doomriffs und Brüllgesang wie beim Metalcore und klingt wie die tongewordene Apokalypse.

Auch die nachfolgenden Stücke unterschreiten nie die Grenze von acht Minuten und bewegen sich zwischen Post Rock, Doom und Prog Metal mit reichlich elektronischen Elementen, irgendwo zwischen den Fixpunkten NEUROSIS, CULT OF LUNA. THE OCEAN und LONG DISTANCE CALLING. Trotz der Länge der Stücke und einer gewissen Kantigkeit sowie der Experimentierfreude der Protagonisten wirkt das Ganze in sich schlüssig und emotional packend. Nachdem man minutenlang ruhige Landschaften durchwatete hat, wird der Pegel wieder hochgefahren, so dass der Hörer immer wieder gefordert ist, die dunklen Winkel mit auszuloten.

Manch einer mag sich an diesem experimentellen Doom-Metal-Brocken, der gleichzeitig immer wieder mit Ambientpassagen spielt, verschlucken, aber wer Freude an gewaltigen emotionalen wie musikalischen Achterbahnfahrten hat und sich auf einen hypnotischen Trip in düstere Gefilde einlassen kann, der sollte hier unbedingt einmal reinhören. Er würde sonst eines der bisher spannendsten Alben des Jahres versäumen.

Ralf Stierlen, 22.05.2013

 

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