The Movements

The World The Flesh And The Devil

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Psychedelic Garage Neo-Sixties Organ-Driven Rock′n′Roll

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


The Movements
The World, The Flesh And The Devil, Alleycat Records, 2009
David HenrikssonVocals
Daniel ErikssonBass
Thomas SundbergDrums, Zither, Backing Vocals
Gustaf GlimstedtOrgan, Piano, Synthesizer, Backing Vocals
Christian JohanssonGuitar, Synthesizer, Saxophone, Tambourines, Backing Vocals
Additional Musicians:
Tove LindeborgCello
Karin HagströmViolin, Backing Vocals
Nadja JanlertViolin
Maria JonssonViola
Peter KubikCornett
Christina BorgHorn
Björn OlssonBacking Vocals
Produziert von: Björn Olsson Länge: 41 Min 36 Sek Medium: CD
01. How Long Is Too Long07. Save Me
02. Underdog08. I Am You
03. Approximately 24 Hours09. No Such Thing
04. Misunderstood10. Grains Of Oats
05. The Fun Ain't For Free11. Going To Your House
06. Tranquilizing View

Als vor einigen Monaten an dieser Stelle das famose Album "Endless Journey" der Retro Rocker von INSTANT FLIGHT zur Rezension anstand, war ich mir anschließend sicher, für längere Zeit nichts Besseres erwarten zu dürfen.
Nun liegt das zweite Werk der schwedischen THE MOVEMENTS auf dem Schreibtisch, und ich sehe mich zur sofortige Korrektur gezwungen. Während INSTANT FLIGHT griechische oder maurische Einflüsse in ihren End-Sixties-Sound einfließen lassen und zuweilen den Eindruck musizierender Hippies auf einem ländlichen Jahrmarkt in der südenglischen Provinz hinterlassen, geben sich THE MOVEMENTS urbaner.
Mit einem relativ harten und düsterem Sound verstehen sie es von der ersten Sekunde an, den Hörer mit ihrer Musik in einen undurchdringlichen Bann zu ziehen. "The World, The Flesh And The Devil" entpuppt sich bereits mit dem rockigen Opener How Long Is Too Long als ein feuriges Kongloremat aus Psychedelic Rock, Garagepunk und einem Haufen Rock'n'Roll der Extraklasse. Die Nordländer brennen ein Feuerwerk ab, welches im Vergleich zu so mancher Kick-Ass-Combo auch mit dem Einsatz vielerlei Instrumente abzuräumen vermag. Man höre und staune bei Tranquilizing View, wie ein Saxofon gemeinsam mit Synthesizer und natürlich der Sechssaitigen zu rocken versteht.

Bereits mit ihrem Debut "Grains Of Oats" durfte das Quintett zum Herbst 2006 auf eine große Zukunft hoffen. Brilliante Rezension und eine geplante Tour... doch plötzlich erreichte die Band eine schreckliche Nachricht - Frontmann David Henricksson war an Lympfdrüsenkrebs erkrankt.
Viele der vorliegenden Tracks entstanden während Davids Behandlung im Krankenhaus. Herausgekommen ist ein Meisterwerk, welches THE MOVEMENTS wohl zu einer der besten neuen Bands in Europa hat werden lassen. Einer Psychedelic Garage Neo-Sixties Organ-Driven Rock'n'Roll Band, welche selbst in einen simplen Rocker wie No Such Thing mit einfallsreichen Arrangements zu glänzen vermag.
Der Einsatz von Streichern (Save Me, Going To Your House) kleistert das Album zu keiner Sekunde zu, vielmehr versteht es die Gruppe, ständig neue und höhere Spannungsbögen zu erzeugen. Going... darf mit seiner vielschichtigen, versetzt eingesetzten Instrumentierung während der einzelnen Passagen als einer der absoluten Höhepunkte der Scheibe angesehen werden.

Anfänglich geht der Fünfer vergleichsweise brachial zu Werke. Das sich aus How Long Is Too Long (geschickte Chorusse, Guitar meets Piano) langsam herausschälende Underdog rockt mittels einer unterstützenden Orgel in einer Weise, wie man sie als Kreuzung von REDD KROSS und IRON BUTTERFLY bezeichnen mag.
Trotz aller vermuteten Einflüsse machen THE MOVEMENTS mit einem eigenständigen und markanten Sound auf sich aufmerksam. Die Produktion von Björn Olsson (u.a. MANDO DIAO) ist transparent, druckvoll und niemals üppig, so dass ein Street-Feeling nie verloren geht. 60's Garage Sound, Kraut- & Space Rock, Psychedelic & Punk, eine gesunde Portion Heavyness mit Rock'n'Roll garniert - das zeichnet "The World, The Flesh And The Devil" aus und macht es zu einer absoluten Kaufempfehlung!!!!

Jürgen Ruland, 18.05.09

 

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