The Pineapple Thief

Hold Our Fire

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.11.2019
Jahr: 2019
Stil: Progressive Rock
Spiellänge: 50:11
Produzent: Bruce Soord

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Plattenfirma: Kscope Music

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Steven Wilson

Titel
01. Try As I Might
02. Threatening War
03. Uncovering Your Tracks
04. All That You`ve Got
05. Far Below
 
06. Not Naming Any Names
07. White Mist
08. Shed A Light
09. 3000 Days
Musiker Instrument
Bruce Soord Gesang & Gitarre
Jon Sykes Bass
Steve Kitch Keyboards
Gavin Harrison Schlagzeug
George Marios Gitarre

Vor etwas mehr als einem Jahr erschien das mittlerweile 13. Studioalbum der britischen Progressive Rock-Band THE PINEAPPLE THIEF namens “Dissolution“. Anschließend folgte eine sehr erfolgreiche Tournee durch Europa, von der die Band mit einigen Mitschnitten zurückkam. Aus diesen wurden dann die besten Versionen der Aufnahmen ausgewählt und diese zu einem neuen Live-Album zusammengestellt. Zusammen mit dem vor zwei Jahren als CD und DVD veröffentlichten “Where We Stand“ haben die Fans nun Dank “Hold Our Fire“ einen ziemlich guten Eindruck davon, was die Band regelmäßig auf der Bühne zu leisten imstande ist. Dabei besteht das neue Live-Werk fast nur aus Songs der bislang letzten Studio-Scheibe.

Wenn der Hörer nun “Hold Our Fire“ auflegt, dann ist wohl das erste, was auffällt, die leicht veränderte Reihenfolge, in der die Lieder im Vergleich zur Studio-Aufnahme angeordnet sind. Dadurch bekommt zum einen der Hörer einen neuen Hör-Impuls, weil er sich auf die andere Abfolge einstellen muss. Zum anderen erhält aber auch die Musik einen ganz anderen Fluss, denn mit Try As I Might beginnt das Werk schon deutlich weniger nachdenklich und zurückhaltend als die Studio-Fassung sondern deutlich packender und grooviger. Wo der Hörer also bei der ersten Anordnung sanft in das Werk eingeführt wird, da wird er nun hinein gestoßen und gesogen.

Im Anschluss hält die Band aber am bekannten Ablauf fest und erst nach Far Below kommt das kurze Not Naming Any Names, mit dem “Dissolution“ eigentlich beginnt. Dadurch ersetzt die Band das auf dem Album vorhandene Pillar Of Salt und leitet zum absoluten atmosphärischen Highlight des Mitschnitts, White Mist, sowie Shed A Light und dem abschließenden Song 3000 Days hin, der als einziger nicht von “Dissolution“ sondern vom 2010er Werk “Someone Here Is Missing“ stammt.

Die Qualität der Aufnahme ist dabei erneut exzellent und wunderbar ausgewogen. Jedes einzelne Instrument ist zu jeder Zeit glasklar zu vernehmen. Zumeist könnte man sagen, dass die Live-Aufnahme wie im Studio klingt, aber sowohl die teilweise etwas härteren, verzerrten Gitarrenparts als auch das deutlich stärker betonte Schlagzeugspiel von Gavin Harrison holen den Hörer ebenso immer wieder in die Live-Situation zurück wie auch der zwischendurch aufbrandende Applaus des Publikums. Und auch wenn es sich natürlich bei den ausgewählten Aufnahmen um die besten Versionen des jeweiligen Songs von der Tournee handelt, so ist man doch immer wieder beeindruckt von der Präzision und dem perfekten Feeling, mit dem die Lieder hier performt werden.

“Hold Our Fire“ ist eine sehr starke Live-Scheibe geworden, die einmal mehr unterstreicht, wie sehr die Band durch den Einstieg von Meister-Drummer Gavin Harrison noch an Qualität hinzugewonnen hat und zum anderen, dass THE PINEAPPLE THIEF die derzeit wohl beste Prog-Rock-Band (zumindest mal aus England) sind. Viel perfekter kann man diese Musik weder komponieren noch auf der Bühne darbieten. Von dieser Scheibe und dieser Band kann man einfach nicht genug bekommen.

(Fotos: zur Verfügung gestellt von Kscope Music)

 

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