The Rembrandts

Via Satellite


CD-Review

Reviewdatum: 02.09.2019
Jahr: 2019
Stil: Pop
Spiellänge: 39:32
Produzent: The Rembrandts

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Plattenfirma: Blue Elan Records

Promotion: Rattay Music


Redakteur(e):

Frank Ipach

Titel
01. How Far Would You Go
02. Broken Toy
03. Me And Fate
04. Count On You
05. Traveling From Home
 
06. Come To Californ-i-yay
07. Now
08. Off Of The Edge
09. You'd Think I'd Know
10. On My Own
Musiker Instrument
Phil Solem Vocals, Guitars, Bass, Keys
Danny Wilde Vocals, Guitars, Bass, Keys
Dorian Crozier Drums
Guests:
Matt Downs Pedal Steel
John Fields Mellotron
Holly Marilyn Solem Backing Vocals
Dave Schulz Keyboards

Mensch, die hatte ich aber wirklich gar nicht mehr auf dem Schirm. THE REMBRANDTS, die uns Anfang der Neunziger mit ihrem herzallerliebsten Just The Way It Is, Baby verzückten und 1994 auch die allseits beliebte Titelmusik (I'll Be There For You) zum TV Dauerbrenner "Friends" beisteuerten, sind aus der Versenkung gekrochen und rudern nun - so als sei nichts passiert - frisch gestärkt und ausgeruht durch die sich zart kräuselnden Gitarren-Pop Gewässer der Neuzeit. Kaum zu glauben, dass die Blütezeit der REMBRANDTS mehr als 25 Jahre zurück liegt.

In die gleich geschalteten Charts der aufschäumenden Neuzeit passen die beiden alten Haudegen nun nicht mehr hinein. Dafür klingen sie zu rückwärtsgewandt, zu arg nach einer seligen Verquickung zwischen Sixties Beatles Verklärtheit und angerosteter Neunziger Aufbruchsstimmung. Danny Wilde und Phil Solem vertrauen nach wie vor auf in Beine und Hüfte fahrenden Jingle Jangle Gitarrenpop, auf fein justiertes Tra La La samt Mitsingfaktor und dem absolut gut gemeinten Feierabend Chill Out Faktor für die kreiselnde Hollywoodschaukel. Lieblich, süß, Cocktail schwenkend.

Meint man während der ersten beiden Nummern (How Far Would You Go und Broken Toy) noch, THE REMBRANDTS würden ihre wiederentdeckte, frisch sprießende Blütezeit besingen und feiern, gleiten die beiden Altgedienten anschließend in recht beliebige Muster, die ein wenig spannungsarm dahinplätschern. Dabei macht das flauschige, fast schon zu krass in Schmus und Kitsch abdriftende Now noch den besten Eindruck. Ein Ohrwurm mit gesanglichem Pomp und cinemascopischer Grandezza.

THE REMBRANDTS bieten uns mit "Via Satellite" nach fast 18-jähriger Plattenpause ein gediegenes Album mit smarter Sixties verliebter Popmusik an, die irgendwie durchaus zu gefallen weiß, aber bis auf die drei oder vier knisternden Knallbonbons, auch reichlich viele blasse Mitläufer durchschleppt. Ein Raketenstart klingt jedenfalls anders.

 

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