The Resentments

On My Way To See You

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.11.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Resentments
On My Way To See You, Blue Rose Records, 2006
Stephen Bruton Acoustic Guitar, Mandolin, Electric Guitar, Vocals
Jon Dee Graham Acoustic Guitar, Dobro, Electric Guitar, Vocals, Lap Steel Guitar
Bruce Hughes Acoustic Guitar, Bass, Bass Guitar, Vocals
Jud Newcomb Acoustic Guitar, Mandolin, Bass Guitar, Vocals
John Chipman Drums, Percussion, Vocals
Produziert von: The Resentments Länge: 46 Min 54 Sek Medium: CD
1. Sole Satisfaction8. Too Much Monkey Business
2. State Of Distraction9. Everybody's Talkin'
3. Coming Down10. I Do My Drinking On The Weekends
4. Jesse Taylor11. With Each Day
5. Just A Fever12. Tip Me Over
6. Ricebirds13. Heart Of Hearts
7. Demolition Girl

Wenn man einer Band wie den RESENTMENTS begegnet, die in den letzten Jahren einige schöne Alben unters Volk brachten und aus grandiosen Einzelkönnern wie Stephen Bruton, Jon Dee Graham, Jud Newcomb, Bruce Hughes und John Chipman besteht, setzt man automatisch höhere Maßstäbe an. Schließlich haben die Herren die Meßlatte selbst auf schwindelnde Höhen gelegt. Wenn sie jetzt mit ihrem allerneuesten Sprung ("On My Way To You") die Marke reissen und etwas kraftlos auf die Erde klatschen, beinhaltet das natürlich keine weltverändernde Tragik, aber es irritiert schon ein wenig, denn man war Besseres von den RESENTMENTS gewohnt.

Beim allerersten Hören war ich zugegebenermaßen ziemlich enttäuscht. Nun, nach dem vierten, fünften und sechsten Durchlauf kristallisieren sich einige wenige Highlights heraus, die sich aber, offen gestanden, nicht sehr vom allerersten Eindruck unterscheiden.
Man muss wohl festhalten, dass alle drei Bruce Hughes-Nummern zu den besseren gehören und Demolition Girl recht eindeutig den einzigen und absoluten Volltreffer dieses neuen Albums darstellt.
Der Rest mag ja gar nicht mal so schlecht sein (verglichen mit anderen Americana-Bands zumindest), doch vieles bleibt im Formelhaften stecken, kommt nicht über gesundes Mittelmaß hinaus. Da fehlt der sogenannte letzte Funke. Stephen Brutons Texas Rhythm'n'Blues-Feger Sole Satisfaction und der sentimentale Schlusspunkt, Heart of Hearts, der ein wenig an alte Kris Kristofferson-Songs erinnert, darf man wohl noch als recht gelungen bezeichnen. Chuck Berrys Too much monkey bussiness, erstmalig auch mit John Chipman als Lead-Sänger (stimmlich eine Kreuzung aus Newcomb und Graham), und Brutons Rocker I do my drinking on the weekend werden bei der anstehenden BRD-Tour sicher etwas Dampf in den Konzertsaal blasen und mehr Wirkung erzielen als im Kontext dieser Platte. Langweiler wie Adam Carrolls Ricebirds und Newcombs With each new day (hört sich an wie der Soundtrack zu einem Paddelboot-Törn auf dem Mississippi) hätte man sich besser sparen können.

Genug der Nörgelei, die RESENTMENTS haben bei mir in den letzten Jahren genügend Kredit eingespielt, so dass ein schwächeres Album wie "On My Way To You" kaum ihren Status als sogenannte Texas-Supergroup und Garant für exquisites Songhandwerk in Frage stellen wird. Freuen wir uns also auf die anstehende Tour!

Frank Ipach, 27.11.2006

 

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