The Resentments

Roselight

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.02.2009
Jahr: 2009
Stil: Americana, Roots Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Resentments
Roselight, Blue Rose Records, 2008
Stephen BrutonGuitars, Baritone & Leslie & High String Guitars, Mandolin, Banjo, Dobro, Vocals
Scrappy Jud NewcombGuitars, Mandolin, Resonator Guitar, Lap Steel, Vocals
Bruce HughesElectric & Upright Bass, Acoustic Guitar, Vocals
John ChipmanDrums, Percussion, Vocals
Joel GuzmanAccordion
Johnny NicholasHarmonica
Donnie FrittsWurlitzer Piano
Malford MilliganVocals
Produziert von: The Resentments Länge: 54 Min 33 Sek Medium: CD
01. What Love Can Do08. Holdin' On To Nothin'
02. Look Up09. Where Did The Time Go?
03. Wanderin' Boy10. Nice To Meet You
04. Roselight11. Build Your Own Prison
05. Wish The Wind12. Getting's Good
06. Riverside13. Home Again
07. Struttin' Yer Stuff

Licht und Schatten treffen bei den alten Recken der RESENTMENTS in regelmäßiger Abfolge aufeinander. Musikalisch warten sie in der Regel mit glanzvollen Taten auf, doch das Leben außerhalb des Musikgeschehens wirft den gestandenen Herren doch so manchen Stolperstein in den Weg. Zum einen zog sich Jon Dee Graham bei einem schweren Autounfall im August 2008 arge Verletzungen und hohe Arztrechnungen zu, fiel dann im Dezember beim Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung von einer Leiter, rappelte sich aber im Krankenhaus erneut auf, um im Januar halbwegs fit mit James McMurtry auf Tour zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt war er allerdings schon längst nicht mehr Bestandteil der RESENTMENTS, die ihr aktuelles Album "Roselight" ohne das knorrige Urmitglied in Austin, Texas, aufnahmen.
Stephen Bruton kämpfte im zurückliegenden Jahr mit einem Krebsleiden im Kehlkopfbereich und war sicherlich auch nicht immer im Vollbesitz seiner Kräfte, was man dem Album aber letztlich niemals anmerkt. Songwriting und Performance rangieren nach wie vor im oberen Qualitätsbereich.

Stellt sich nun die Frage: Funktioniert die Truppe auch ohne Jon Dee Graham? Die Antwort ist schnell gefunden: Zweifelsfrei ja. THE RESENTMENTS besitzen allemal genügend Potenzial um Jon Dees Ausfall zu kompensieren. Sie besitzen zudem ausreichend befreundete Co-Autoren innerhalb der Texas-Community, um erneut 13 stimmige Tracks zu präsentieren. Der tolle Titelsong Roselight z.B. wurde von Stephen Bruton gemeinsam mit Alejandro Escovedo komponiert. Holdin' on to nothin' ist eine Kollaboration zwischen Bruton, Randall Bramblett und Bill Payne. Hier hört man zudem einen alten Bekannten wieder: Malford Milligan, den beherzten STORYVILLE-Shouter.
Außerdem nutzt die Combo mal wieder die Gelegenheit, den einen oder anderen Song zu covern: Wanderin' boy, den alten Carter-Family Song, intoniert Jud Newcomb gewohnt knarzig und stilsicher. Struttin' yer stuff, ein alter Southern Funk-Kracher, stammt aus der Feder von Donnie Fritts (der hier auch selbst das Wurlitzer-Piano bedient) und dem lange verstorbenen Eddie Hinton. Home again stammt von Jeff Plankenhorns 2003er "Plank"-Album und wird von den RESENTMENTS in einer eher ländlich, erdigen Version dargeboten.

Jud Newcomb, nach wie vor sehr rau und wurzelnah, sowie der Garant für den RESENTMENT'schen Pop-Faktor, Mr. Bruce Hughes, steuern wie gewohnt ihre 2 bis 3 Kompositionen bei, wobei Hughes uns mit Look up eine flockige und beschwingte Optimismusinjektion verpasst und mit dem funky vor sich hin groovenden Wish the wind eine klitzkleine, texanische Grußnote an Princes Sign 'o' the times zu richten scheint.

Prinzipiell also alles beim Alten bei den RESENTMENTS: Man hört den Altmeistern immer noch gerne zu, sie verstehen ihr Handwerk einfach zu gut um durchzuhängen, bieten ihren gewohnt reichhaltigen Roots-Stilmix und wissen schließlich auch ohne Jon Dee Graham mit souveräner Qualität zu überzeugen.

Frank Ipach, 20.02.2009

 

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