The Resentments

The Resentments

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CD-Review

Reviewdatum: 02.05.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Resentments
The Resentments, Blue Rose Records, 2004
Stephen Bruton Acoustic Guitar, Banjo, Mandolin, Electric Guitar, Vocals, Mandola, National Steel Guitar, Octave Violin
Jon Dee Graham Acoustic Guitar, Dobro, Electric Guitar, Vocals, Pump Organ, Lap Steel Guitar
Bruce Hughes Acoustic Guitar, Bass, Piano, Bass Guitar, Vocals, Double Bass
Jud Newcomb Acoustic Guitar, Dobro, Mandolin, Bass Guitar, Vocals, National Steel Guitar, Casio
John Chipman Drums, Percussion, Backing Vocals
Produziert von: The Resentments Länge: 55 Min 05 Sek Medium: CD
1. Rich Man's War8. Sunshine Said
2. You Don't Know My Mind9. Nothing Stays the Same
3. Thirteen10. Night of the Arrival
4. Several Thousand11. The Greatest
5. Never Slowin' Down12. People Ask Me
6. Annie13. I Hate Christmas
7. World So Full14. Your Long Journey

Was vor einigen Jahren als Spass und Zeitvertreib im Saxon Pub in Austin, Texas, begann, findet nun seine höchst erfreuliche Fortsetzung im zweiten Album der gereiften Herren-Band THE RESENTMENTS.
Das Debüt "Sunday Night Line-Up" aus dem Jahre 2002 sorgte ja in einschlägigen Kreisen schon für vielsagendes Kopfnicken und in Deutschland für zwar nicht ständig gefüllte Clubs, aber jederzeit begeistert applaudierende Konzertbesucher.
Das vorliegende Sequel bestätigt nun all die Erwartungen, nein, übertrifft sie sogar noch. Ein schönes Album habe ich ja erwartet, aber dass dieses Werk so rund, so stimmig, so unterhaltsam werden würde, ist dann doch eine kleine Überraschung und zugleich grosse Freude.

All die zahlreichen Tugenden, die Stephen Bruton, Jon Dee Graham, Jud Newcomb und Bruce Hughes als begehrte Sessionmusiker und teilweise auch als Produzenten und Solo-Künstler mit entsprechendem Output auf sich vereinen, fliessen in diesen herrlichen grossen Americana-Topf, der mal dampft, mal blubbert, mal köchelt, mal siedet und mit den erlesensten Zutaten versehen ist, um den Fast-Food-Langweilern des amerikanischen Mainstream genüsslich Paroli zu bieten.

Der leider verstorbene Drummer aus alten Saxon Pub-Tagen, Mambo John Treanor, wird durch den weniger bekannten, aber auf gleich hohem Niveau spielenden John Chipman ersetzt. Chipman überlässt seinen Kumpels die Lead-Vocals und verbucht auch nichts auf seinem Autorenkonto. Die restlichen Vier teilen sich ihre gesanglichen Solo-Spots und Kompositionscredits nahezu ausgeglichen auf und vertrauen ebenso auf ihre ureigensten Interpretationen von BIG STAR-, GREEN ON RED-, Huddie Ledbetter- und Eric Clapton/Ronnie Lane-Songs.
Interessanterweise taucht auch ein Cover aus der jüngeren Vergangenheit auf. Bruce Hughes, dessen Stimmlage- und -führung am weitesten vom üblichen Roots-Standard abweicht und dem angenehm vertrauten Geknarze eines J.D. Graham bzw. Jud Newcomb einen auflockernden Pop-Aspekt hinzufügt, vergnügt sich mit der Jim Boggia-Nummer Several thousand aus dem letztjährigen 4 WAY STREET-Album "Pretzel Park".

Die Herren nutzen die Vorzüge des Mehrspur-Recordings insofern als sie ihr Können an unzähligen Saiten- und einigen Tasteninstrumenten voll ausschöpfen und das Klangbild der 14 Songs hervorragend variieren, ohne grossartig herumzuprotzen. Hier werden logischerweise keine Egotrips inszeniert, sondern gruppendienliche Interaktion als oberste Maxime beherzigt. Den sprichwörtlichen Spass an der Freude kann man zu jeder Minute nachempfinden.
Die klug gewählte Anordung dieser 14 Songs sorgt für ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und absolut empfehlenswertes Album. Frei nach dem Motto: "Nothing stays the same except the changes".

Frank Ipach, 02.05.2004

 

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