The Rides

Can't Get Enough

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.08.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Rides
Can't Get Enough, Provogue/Mascot, 2013
Stephen StillsVocals, Guitar
Kenny Wayne ShepherdGuitar, Vocals
Barry GoldbergPiano, Organ, Keys
Chris LaytonDrums
Kevin McCormackBass
Produziert von: Jerry Harrison Länge: 48 Min 41 Sek Medium: CD
01. Mississippi Road House06. Honey Bee
02. That's A Pretty Good Love07. Rockin' In The Free World
03. Don't Want Lies08. Talk To Me Baby
04. Search And Destroy09. Only Teardrops Fall
05. Can't Get Enough Of Loving You10. Word Game

Wieder mal so'n Ding, das den Stempel Supergroup auf der Kühlerhaube trägt. Taugt denn die erlauchte Zusammenkunft unter dem Banner des Blues etwas?
Wenn ein Altstar wie Stephen Stills sich mit einem Blueshelden der jüngeren Generation wie Kenny Wayne Shepherd zusammensetzt und sie sich einen Tastenspieler wie Barry Goldbberg, der schon als Jungspund mit Muddy Waters und Howlin' Wolf jammte und Bob Dylan auf seinem legendären '65er Newport-Festival begleitete, als Verstärkung hinzuholen, sollte wohl etwas Annehmbares entstehen.

Und tatsächlich, "Can't Get Enough" gerät zwar nicht zum Überalbum, mag während des allerersten Hördurchgangs sogar als ziemlich unspektakulär eingestuft werden, weil eben recht viele Blues-Klichees bemüht werden, doch im Laufe der Zeit kristallisiert sich so etwas wie eine wohlige Vertrautheit, eine gewisse Tiefe, ein Gefühl für die Leidenschaft der Musiker heraus. Ein Album alten Schlages, eine Langrille, die man, wie früher üblich, auch 20 oder 30 Mal hören kann und mit jedem Hördurchgang spürt, hier gehen Musiker zu Werke, die Lust und Spaß haben und dem guten, alten Blues mächtig die Peitsche geben. Was nicht zuletzt an der formidablen Rhythmusgruppe liegt, die sich aus anerkannten Cracks wie Drummer Chris Layton (SRV's DOUBLE TROUBLE) und Bassmann Kevin McCormack (Melissa Etheridge, Jackson Browne) rekrutiert und somit dem Status der sogenannten Supergroup ohne Weiteres entsprechen.

Wem es gelingt, aus fast schon totgenudelten Tracks wie Neil Youngs Rockin' In The Free World und Iggy Pops muskelbepackter Hymne Search And Destroy noch spannende Momente zu destillieren, der muss schon von etwas mehr als routinierter Musikalität angetrieben werden. THE RIDES kreieren also eine gewisse Chemie, deren Elemente sich zu einer sprühenden Verbindung vereinen. Selbst ein 68-jähriger Stephen Stills klingt dann in einem seelenvollen Slow-Blues wie Can't Get Enough Of Loving You, als seien seine Viagra-Vorräte in allerbesten Hände, während der testosteronbeflügelte Kenny Wayne seine wilde Sologitarre kreischen und juchzen lässt.

THE RIDES offenbaren uns mit "Can't Get Enough" ein absolut solides Bluesalbum mit einigen berauschenden Momenten und vertrauen selbstbewusst und zuversichtlich darauf, dass ihr Kraftstoff sie locker bis zur nächsten Zapfsäule trägt. Da freut man sich doch glatt auf eine weitere Spritztour.

Frank Ipach, 11.08.2013

 

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