The Sewergrooves

Constant Reminder

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.11.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


The Sewergrooves
Constant Reminder,Wild Kingdom Records, 2004
Kurt DräckesVocals & Guitar
Packe WahlqvistRhythm Guitar & Backing Vocals
Andreas BromanBass & Backing Vocals
Fredrik HarteliusDrums & Percussion
The Duke of HonkPiano & Organ
Produziert von: The Sewergrooves Länge: 42 Min 36 Sek Medium: CD
1. Demon In My Head7. Look Again
2. Down On You8. What's On Your Mind
3. Constant Reminder9. Angel
4. Son Of God10. On Fire
5. I'm On The Run11. Ain't Just A Dream
6. It's Too Late12. No Thanks To You

Kick-Ass-Rock-Bands mit einem gewissen Trashappeal und einer deutlichen Rückbesinnung auf die großen Beat- und Rockzeiten gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Man spricht ja schon längst nur noch von "The"-Bands. In Schweden sieht das schon geradezu dramatisch aus, da scheint jeder biertrinkende (also quasi jeder) männliche Elchlandbewohner in einer derartigen Band zu spielen.

Da kommt man leicht in Versuchung, das Ganze mit einer wegwerfenden Handbewegung abzutun, nach dem Motto schon wieder so was wie xy. Aber die SEWERGROOVES aus Kiruna, was so ziemlich im nördlichsten Zipfel von Schweden liegt, heben sich doch einigermaßen von den HELLACOPTERS, HIVES oder BACKYARD BABIES ab.
Denn der Sound der Jungs um Kurt Dräckes ist deutlich souliger, noch stärker in Richtung Sixties orientiert und grooviger, wärmer und wenn man so will auch etwas softer als bei den vorgenannten Rotzrockern. Auch "Constant Reminder", das inzwischen vierte Werk, schlägt in diese Kerbe. Die Musik ist absolut hedonistisch, ohne viel Tiefgang und Grüblerei oder gar Gefrickel, Gitarre reingestöpselt und ab geht die Party.

In leichtverdaulichen Drei- bis Vierminütern dosiert wird die Lust am Leben, der Liebe und dem Rock'n'Roll der Spätsechziger und Frühsiebziger abgefeiert, das ganze mit der Energie einer Punkband und der Spontanität von Garagenrockern. Das Songmaterial ist zwar nicht überdurchschnittlich, aber solide, Hauptsache es geht straight nach vorne.
Die Vocals von Kurt Dräckes sind roh und ungefiltert, kippen öfters mal weg oder wirken etwas hysterisch, was den authentischen "Beatkeller-Geruch" dieser Scheibe noch verstärkt.
Alles in allem wirkt das angenehm locker aus dem Ärmel geschüttelt, sehr melodiebetont und ungeheuer retro.

Die Höhepunkte des - gegen Ende ein ganz klein wenig nachlassenden - Releases sind für mich das treibende Down On You, der geradezu klassische Rock'n'Roller Constant Reminder, das lässige It's Too Late, das speedige Look Again sowie das clever groovende Angel.
Sowohl was für Nostalgiker als auch Freunde direkter Abgehmucke.

Ralf Stierlen, 23.11.2004

 

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