The Silos

This Highway Is A Circle

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.01.2008
Jahr: 2007

Links:

The Silos Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


This Highway Is A Circle, Blue Rose Records, 2007
Walter Salas-Humara Voice, Guitar
Drew Glackin Guitars, Bass, Supporting Voice
Konrad Meissner Drums, Percussion, Supporting Voice
Produziert von: Andy Horn Länge: 70 Min (CD),
105 Min (DVD)
Medium: CD/DVD
CD:
1. Behind Me Now9. More For Free
2. Tell Me You Love Me10. Come On Like The Fast Lane
3. I Won You Won11. The First Move
4. Miles Away12. The Only Love
5. Caroline13. I'm Straight
6. Never Leaving14. Get Out
7. People Are Right15. Start The Clock
8. Innocent
DVD:
1. Behind Me Now12. Get Out
2. Tell Me You Love Me13. Come On Like The Fast Lane
3. I Won You Won14. The First Move
4. Miles Away15. The Only Love
5. Caroline16. Fall On Your Knees
6. Never Leaving17. Satisfied
7. Keep It Score18. Change The Locks
8. I Believe19. I'm Over You
9. People Are Right20. I'm Straight
10. Innocent21. Susan Across The Ocean
11. More For Free22. Start The Clock

Eigentlich müsste diese CD/DVD mittlerweile mit einem Trauerflor ausgeliefert werden, denn Drew Glackin verstarb vor kurzem an Folgen einer Überfunktion der Thyriod-Drüse (Näheres auf der Homepage von Blue Rose Records). Der sympathische Musiker war nicht nur bei THE SILOS als Bassist, Gitarrist und Sänger wichtiger Bestandteil, sondern wurde auch bei anderen Musikern hoch geschätzt. So widmet ihm, u. a., Mary McBride einen Nachruf auf ihrer Homepage.
Wie schon fast zur Regel geworden, hat Blue Rose Records das Konzert vom 20. April 2006 als CD mit beiliegender DVD veröffentlicht. Ähnliches kennen wir von den BOTTLE ROCKETS und von GREEN ON RED. Ein Konzert lässt sich natürlich nicht reproduzieren, aber wenn es so wie hier, im kleineren Rahmen, stattgefunden hat und entsprechend aufgenommen wurde, dann kommt man dem schon recht nahe und der Hörer/Seher kann, zumindest ein Stückchen, die Erfahrung vom Kollegen Ipach vom folgenden Tag in Wesel teilen.
Ich bin kein Freund von Trios, nicht zuletzt, weil da oft nur ein Solo-Dudler eine Rhythmusmaschine voransteht. Bei den SILOS läuft das bedeutend homogener ab, auch wenn Lead-Sänger und Gitarrist Walter Salas-Humara naturgemäß etwas mehr im Vordergrund steht. Mit dem fast 60's-mäßigen R&B-beeinflussten Behind Me Now setzt es gleich einen guten Start und Vergleiche mit den DRIVE-BY TRUCKERS kommen bei mir auf. Die tief-raue Stimme von Salas-Humara muss man natürlich mögen, sein Gitarrensound und -spiel geht als Erstes ins Ziel. Seine Gitarre sieht aus, wie eine zur E-Gitarre umgebaute Akustische. Bei seinem Spiel setzt er, auch in höheren Lagen, gerne Leersaiten ein, was zur Fülle und Eigenständigkeit seines Sounds beiträgt. Dazu kommt Wenn es straighter zugeht, dann klingt das, wie in Miles Away und Caroline auch mal ganz schön nach den STONES, oder vielleicht sollte man, gerade in letzterem Fall, sagen Keith Richards.

Ein weiteres Wort zu Drew Glackin: Der unterstützt solch melancholische Desert-Balladen wie Never Leaving an der Lap-Steel ebenso einfühlsam wie grandios. Und wenn er am Bass tätig ist, dann wechselt er zwischen pumpenden Rhythmen zu überraschenden Läufen, zu funkigen Klängen und begleitet auch mal den Gesang großteils nur vom Schlagzeug unterstützt. Und es fällt nicht mal auf!
People Are Right bringt den unvermeidlichen Neil Young in Erinnerung. Zu Mittsiebziger-Zeiten, bei der Verschmelzung von Country-Rock und Desert-Rock und beim ersten Akkord vom folgenden Innocent möchte man fast rufen: "Look out Mama, there's a white boat comin' up the river...". Es geht dann aber in die Country-rockige Ecke a la BEAT FARMERS. Nun ja, die haben Powderfinger auch schon gecovert.
Stellenweise Ska-mäßige hat der Album-Titelsong Come On Like The Fast Lane und bringt damit unweigerlich Bewegung in die Zuschauermeute. Wie öfters in seinen Songs, haut er aber gern auch mal derb-kräftig in die Saiten, bevor es zu beschaulich wird. Richtig klasse finde ich die Songs, die zwischen urwüchsigen, rohen Stampf- und Lärm-Phasen und einem eingängigen Ohrwurm-Refrain pendeln, wie The Only Love.
Überhaupt erscheinen immer wieder mal kurze Parts vertraut - hat das Intro von Start The Clock nicht was von Take A Walk On The Wild Side? New Yorker wie Lou Reed sind die SILOS ja auch - um dann wieder, wo völlig anders hinzumünden.
Mehr hat man zwangsläufig von der DVD: Mehr Songs, mehr Atmosphäre, mehr Spaß einfach. Und da der 'Red River Saloon' nicht so riesig ist und die Filmaufnahmen "publikumsnah" gedreht wurden, kann man sich da tatsächlich fast "live" wähnen.
Dieses Doppel ist wieder eine absolute Bereicherung im CD-Regal und für Fans der genannten Interpreten allemal die Anschaffung wert. Dazu muss man noch erwähnen, dass von den stellenweise unverschämten Preisen der "Majors" beim schwäbischen Klein-Label nix zu sehen ist.
Schade, dass immer eine kleine Träne ins Auge tritt, wenn Drew Glackin ins Bild kommt. R.I.P. Drew.

Epi Schmidt, 12.01.2008

 

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