The Tea Party

The Ocean At The End

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


The Tea Party
The Ocean At The End, Inside Out, 2014
Jeff MartinGesang & Gitarre
Stuart ChatwoodBass & Keyboards
Jeff BurrowsSchlagzeug & Percussion
Produziert von: Jeff Martin Länge: 56 Min 35 Sek Medium: CD
01. The L.o.C.07. The 11th Hour
02. The Black Sea08. Submission
03. Cypher09. The Cass Corridor
04. The Maker10. Water's On Fire
05. Black Roses11. The Ocean At The End
06. Brazil12. Untitled

Vielen Fans wird es 2005 wie mir gegangen sein, als das kanadische Rock-Trio THE TEA PARTY sich trennte: Schock und Trauer, denn der Dreier um Frontmann und Gitarrist Jeff Martin (zwischendurch auch unter dem Banner THE ARMADA aktiv) stand die 15 Jahre davor für spannende Rock-Musik, die mühelos und ohne gewollt zu wirken, Rock und Blues mit ganz dezenten Prog Rock-Elementen sowie Einflüssen aus dem Mittleren Osten und der indischen Musik. Stilistisch wurde das dann gerne mal „Moroccan Roll“ bezeichnet. Auch auf Grund der Stimmfärbung von Martin beschrieb ich den Sound von THE TEA PARTY gegenüber Freunde gerne als uneheliches musikalisches Kind von LED ZEPPELIN und THE DOORS. Umso größer war die Freude dann natürlich, als sich Martin im Jahr 2011 wieder mit seinen Mitstreitern Stuart Chatwood (Bass, Keyboard) und Jeff Burrows (Schlagzeug, Percussion) zusammentat. Dann begann aber das Warten auf neue Musik.

Drei Jahre später liegt es nun endlich vor, das erste Werk seit “Seven Circles“ vor zehn Jahren. Aber musikalisch schließt die Band nahezu genau dort an, wo der Vorgänger auch positioniert war. THE TEA PARTY lassen wieder mit einer nahezu mühelosen Leichtigkeit Rock-Explosionen sich mit kühlen elektronischen Parts abwechseln und wandern auch auf “The Ocean At The End“ auf den Spuren arabesker Melodien, die den Hörer einfangen und betören. Dabei muss der Hörer aber nicht fürchten, eingeschläfert zu werden, denn die wahre Kunst, die Martin, Chatwood und Burrows seit jeher beherrschen ist die, spannende Kompositionen zu schaffen, die auch nach wiederholtem Hören begeistern und neue Facetten sowie Details offenbaren.

Dabei hat die Pause bei der Band offenbar das alte Feuer wieder entfacht. Denn wo “Seven Circles“ vielleicht an mancher Stelle ein wenig unterkühlt klang, da erscheint “The Ocean At The End“ deutlich feuriger. Und dennoch bleibt die Musik von dieser unterschwelligen Melancholie durchzogen, die eben auch ein entscheidendes Merkmal im Gesamtsound der Kanadier ist. Am besten wird das wahrscheinlich bei einem Track wie The Maker deutlich, der trotzdem so viel Zuversicht ausstrahlt. Etwas anders ist es bei dem fast schon aufrührerischen Brazil wenn Martin über die sozialen Missstände in dem Land singt.

Wenn ich mich aber für einen Anspieltipp entscheiden müsste, so fiele meine Wahl nicht auf die erste Auskopplung Water’s On Fire oder einen der weiteren exzellenten Tracks wie The Black Sea, das eingängige Black Roses oder das bereits erwähnte Brazil, obwohl diese auch sehr gelungen sind, sondern auf den monumentalen Titeltrack, der den Hörer direkt ins Herz trifft. Diese Nummer ist ein Paradebeispiel für die hohe Songwriting-Kunst von THE TEA PARTY, die auch auf “The Ocean At The End“ wieder zu ihrer vollen Entfaltung gefunden hat.

Es ist eine große Freude, dass diese Band wieder zusammengefunden hat. Und mit diesem Album zeigen sich THE TEA PARTY von genau der Seite, die ihre Fans so lieben. Im besten Sinne reaktionär und dabei zugleich musikalisch visionär, verspielt, mit feinem Sinn für faszinierende Melodien und einer unglaublichen Intensität, wie sie eben nicht jede Band an den Tag legt. Für all das steht “The Ocean At The End“ geradezu exemplarisch.

Marc Langels, 23.09.2014

 

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