The Union

The Union

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.12.2010
Jahr: 2010
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Union
The Union, Payola Records, 2010
Luke MorleyGuitar, Vocals
Pete ShoulderVocals, Guitar
Chris ChildsBass
Phil MartiniDrums
Produziert von: Luke Morley Länge: 52 Min 35 Sek Medium: CD
01. Watch The River Flow07. Come Rain Or Shine
02. Easy Street08. Black Monday
03. Saviour09. Amazon
04. Step Up To The Plate10. This Time Next Year
05. Holy Roller11. Lilies
06. You Know My Name12. The Space Between Us

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mich auf diese Scheibe so richtig einlassen konnte. Ja, die - erneute - Trauer über das - diesmal wohl endgültige - Ende von THUNDER - Britanniens bester Hard-Rock Band der letzten Jahrzehnte - war einfach zu groß. Und eine gewisse Pietätsphase ist einfach auch angebracht. Dass man sich um Luke Morley keine Sorgen machen muss, konnte man sich denken. Seit eh und je ist der Gitarrist der Song- und Ideenlieferant in seiner Stammkapelle gewesen und mit dem Ex-WINTERVILLE-Gitarristen und Sänger Pete Shoulder hat er nun endlich einen "Schreibpartner" gefunden, sodass sich die Arbeit auf mehrere Shoulder .., äh, ja, ... verteilt.
Daran musste ich mich auch erst einmal gewöhnen, dass nicht mehr die Stimme von Danny Bowes erklingt, wenn Luke seine Killer-Riffs aus seiner Gibson wringt. Watch The River Flow startet wie tiefster Delta-Blues - ganz ähnlich wie THUNDER das zu ihren "Tombstone"-Zeiten gemacht haben - und explodiert bald in einen gewaltigen Groove, der mehr als deutlich auf diverse LED ZEPPELIN-Tracks verweist. Dazu singt Pete Shoulder mit einer tiefen, vollen Stimme, die man diesem blonden Jüngling nicht zutrauen würde. Andere trauen da schon mehr und die W.C. Handy Foundation hat den Mann - nach Eric Clapton und Peter Green - als dritten Engländer mit der Verleihung eines Award belohnt.
Die Easy Street startet weit weniger bluesig, lediglich Shoulder's Stimme bleibt blues-rockig, und man frönt einem gemäßigten Hard Rock. 'Die Gitarrensounds sind gewohnt gut. Mit Druck, durchsetzungsfähig ohne zuzumatschen. Geht ein bisschen in die Mainstream-Richtung, aber ohne banal zu werden.

Was zum Mitschwelgen, wird mit der akustisch angehauchten Ballade Saviour präsentiert. Schippert gemächlich zwischen BEATLES-Anklängen, leichten Country-Zutaten und einem guten Schuss Pop. Erneut ohne abzurutschen.
Wie es klingt, wenn THE UNION ordentlich rocken, kann man bei Step Up To The Plate hören. Das schiebt gewaltig und geht nur nach vorne. Der Killer-Refrain fehlt vielleicht, aber ansonsten rockt das schon äußerst prächtig.
Der Holy Roller startet erneut als würde Robert_Johnson um die Grabsteine streichen. Die Akustischen werden bluesig gezupft, die Mundharmonika heult, das Banjo hoppelt dazwischen und Petes Stimme knödelt den Delta-Blues. Irgendwie spekuliert man auf den Einsatz der Hard Rock-Kelle, aber es bleibt bei diesem wundervollen "Stomp".
You Know My Name wartet dafür wieder mit einigen wuchtigen Gitarrenakkorden - elektrischer Natur - auf und ... jetzt kann ich’s echt nicht zurückhalten, Vieles erinnert mich hier an WHITESNAKE, in deren besseren Tagen. Ja, da klingt Pete Shoulder zum Teil fast frappierend nach David Coverdale. Nicht der Über-Hit, aber ein guter "Mit-Nicker" und ich hätte mich über eine solche Nummer von besagtem Coverdale gewiss seit mindestens 20 Jahren gefreut.

Es geht durchaus auch mal folkig, ja direkt Country-mäßig, in dem munter akustisch perlenden Come Rain Or Shine. Wenn man diesem Song lauscht, kann einem auch das Wetter draußen egal sein, da geht einfach die Sonne auf.
Gleichfalls akustisch, leicht jazzig gibt sich Black Monday zu Beginn, aber hier wird bald auf Hochspannung umgeschaltet und bald schraubt sich eine BEATLE-esque Nummer nach oben, die das Zeug zum Hit hat und mindestens als Anspieltipp herhalten muss. Oh mann, David, so hättest du auch mal klingen können! Klasse.
Wer einen Ohrwurm braucht, der findet ihn spätestens mit This Time Next Year. Taugt für feucht-fröhliche Zusammenkünfte, ob im Pub oder im Feiertags-Familienkreis, ebenso wie für verträumtes Nichtstun. Erneut ein Beweis, für Morleys Händchen für schmissige, unsterbliche Melodien.
Dafür steht auch die Schlussnummer. Das Riff verweist leicht auf The Reaper, der Song bleibt aber dann doch eher im britischen Blues-Hard-Rock verwurzelt und da gehört er auch hin.
THE UNION haben sicher nicht die spartenübergreifende Sensationsscheibe abgeliefert, die aber mit jedem Hören besser wird, einen sehr guten Vorgeschmack auf ihre Live-Shows auf CD bringt und THUNDER-Fans einen Nachfolger beschert, der über die Jahre noch für reichlich Spaß sorgen dürfte.

Epi Schmidt, 25.08.2010

 

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