The Very End

Mercy & Misery

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


The Very End
Mercy & Misery, SPV, 2011
Bjoern GoossesGesang
Rene BogdanskiGitarre
Volker RummelGitarre
Marc BesteBass
Daneil ZemanSchlagzeug
Produziert von: Waldemar Sorychta Länge: 44 Min 44 Sek Medium: CD
01. Memento08. For All Things Undone
02. Ball And Chain09. Vultures
03. The Leper10. Immigrant Song
04. Rat Nation11. Three Zero Nine
05. Dead Is The New Alive12. Blacklisted
06. Letters To The Living13. Maniac
07. A Hole In The Sun

Die Musik-Szene erlebt derzeit ein wahres Thrash-Revival. In den letzten Jahren haben einige der Top-Vertreter des Genres wirklich großartige Werke vorgelegt, die sich vor den Großtaten der 1980er Jahre nicht zu verstecken brauchen. Die Werke von MEGADETH (“Endgame“), TESTAMENT (“The Formation Of Damnation“), EXODUS (“Exhibit B: The Human Condition“), FORBIDDEN (“Omega Wave”), HEATHEN (“Evolution Of Chaos”), OVERKILL (“Ironbound“) und KREATOR (“Hordes Of Chaos”) dürften jedem Thrasher die Tränen der Rührung in die Augen treiben. Da fällt es natürlich gerade jungen und aufstrebenden Bands schwer, eigene Duftmarken zu setzen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Zu diesen jungen Bands gehören auch THE VERY END aus Essen. Die Band legt mit “Mercy & Misery“ ihr zweites Album nach zunächst zwei EPs vor. Und die musikalisch Reife ist schon einfach verblüffend. Zunächst einmal klingt das Album spektakulär gut, warm und mit unglaublich viel Druck. Die Riffs kommen scharf und druckvoll und sind einfach klasse. Was mich bei den ersten Durchgängen etwas störte, war der streckenweise Death Metal-artige Grunz-Gesang von Frontmann Bjoern Goosses. Dass er das gar nicht nötig hatte, beweist er dann auch im weiteren Verlauf des Albums. Der Mann kann nämlich richtig geil singen.

Und dann haben THE VERY END wirklich ihre besten Momente, die sie durchaus in Bereiche mit den ganz Großen im Thrash-Bereich vordringen lassen. Denn die Songs begeistern mit messerscharfen Riffs, geilen Grooves und trotz aller Härte wunderbaren Melodien (zum Beispiel The Leper, Rat Nation, Dead Is The New Alive). Die Kompositionen sind durch die Bank weg spannend arrangiert. Manchmal fühle ich mich dabei von den Arrangements her an METALLICAs “Master Of Puppets“ erinnert, einen der Thrash-Metal-Klassiker schlechthin. Ganz so weit sind THE VERY END vielleicht noch nicht, aber sie sind dem Gipfel sicherlich näher als der Aufforderung „zurück in den Proberaum“.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Cover von LED ZEPPELINs Immigrant Song, den THE VERY END wirklich hervorragend und vor allen Dingen sehr eigenständig darbieten. Soundtechnisch liegt man dabei aber dann näher an Bands wie etwa WHITE ZOMBIE als am Old School Thrash. Aber dieser Song dürfte in jeder Metal-Disco binnen kürzester Zeit für Überfüllung auf der Tanzfläche sorgen. Keine Frage, das ist ein Kracher. Weniger zwingend ist die Cover-Version von Maniac ausgefallen. Der Song taugt eher als Zugabe (die er an letzter Stelle des Albums wohl auch ist). Ein Cover pro Veröffentlichung sollte reichen.

THE VERY END haben noch nicht den klangvollen Namen der zuvor genannten Legenden, aber wer die Band aus dem Pott deswegen ignoriert, der verpasst so einiges. THE VERY END liefern ein starkes Stück Thrash Metal, das internationale Vergleiche nicht scheuen braucht und der Band sicherlich scharenweise neue Fans einbringen sollte. Denn geiler Thrash Metal ist keine Frage der Erfahrung sondern des richtigen Feelings. Und das haben THE VERY END mehr als genug. Gebt der Jugend eine Chance!

Marc Langels, 27.03.2011

 

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