The Villains

Slow Train

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.03.2009
Jahr: 2009
Stil: Acoustic Rock

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The Villains Homepage



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


The Villains
Slow Train, Esox Music, 2009
Jan MasGuitar & Vocals
Sandro HerdtBass
Gerit HechtPiano
René SzamatariDrums & Percussion
Gäste:
Eric FishGuitar & Vocals (on Wieso sitzen sie da; The Boatman Dance)
Maria StreiterAccordeon (on Slow Train; The Boatman Dance)
Rainer MichalekVocals (on What Is It Worth)
Produziert von: Gerit Hecht & Eric Fish Länge: 55 Min 36 Sek Medium: CD
01. Slow Train08. Aufgaben
02. Fliegen gehen09. Edin
03. Home10. Overload
04. No Way11. The Boatman Dance
05. Wieso sitzen sie da12. Wir kannten uns lange
06. After The Ball13. What Is It Worth
07. Zu weit

Ausnahmsweise will ich zu Beginn mal den Waschzettel zitieren, denn danach soll “Slow Train“ von der Chemnitzer Band THE VILLAINS “ein Kreuzzug gegen Klingeltonhitparaden, gegen das Verkommen der Musik zum Beiwerk der Werbeindustrie, gegen Casting- und Talentmassaker“ sein. Gut gebrüllt, wenn auch auf die leise Tour. Denn der Akustik-Rock (wobei man Rock fast in Gänsefüßchen setzen müsste) von THE VILLAINS legt Wert auf Zwischentöne, nachdenkliche Texte (abwechselnd in Deutsch und Englisch gehalten), behutsame Arrangements und die schlichte Schönheit von Melodien.

Im Fokus steht dabei Sänger Jan Mas mit seinem ausdrucksstarken Gesang, der es schafft, vielfältige Gefühlswelten zu transportieren. Schön ist dabei auch der Kontrast zu dem gern gesehenen Gast Eric Fish von SUBWAY TO SALLY bei Wieso sitzen sie da, auf dessen Label Esox Music ja auch das Album erschienen ist. Darüber hinaus sorgt Pianist Gerit Hecht mit seinem lyrischen Spiel für die Einfärbung der Songs, wobei hier matte Erdfarben angesichts der vorwiegend leicht melancholischen Stimmung bevorzugt werden.

Schrilles, Grelles, Buntes und Lautes ist hier genauso verpönt wie E-Gitarren. Das Stichwort der band selbst ist “Entschleunigung“ (warum muss ich da gerade im Zusammenhang mit dem Albumtitel jetzt an die Deutsche Bahn denken?), man könnte die Musik von THE VILLAINS auch als etwas üppiger instrumentierte Singer-/Songwriterperlen bezeichnen. Gelegentlich wäre beim nächsten Mal vielleicht noch eine andere Klangfarbe, ein auffrischender dynamischer Akzent, wie ansatzweise durch das Akkordeon eingebracht, wünschenswert, aber insgesamt ist das Anliegen gut in die Tat umgesetzt worden. Oder, um mal ein anderes Fortbewegungsmittel als die (auch auf der eigenen Website) etwas überstrapazierten Züge als Metapher zu bemühen: THE VILLAINS entpuppen sich als unsinkbare Barkasse in einem Meer lärmender Nichtigkeiten.

Ralf Stierlen, 17.03.2009

 

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