The Vital Might

Red Planet


CD-Review

Reviewdatum: 12.10.2009
Jahr: 2009
Stil: Alternative Prog

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


The Vital Might
Red Planet, 10T Records, 2009
Andy MilkGuitar & Vocals
Rick GauthierBass
Evan KrakerDrums, Percussion & Vocals
Gäste:
Eli WindermanOrgan
Doug ArshamAdditional Vocals
Casey DesmondAdditional Vocals
Jennifer SimckowitzAdditional Vocals
Nate NunleyAdditional Vocals
Courtney CaggianoAdditional Vocals
Produziert von: Taylor Barefoot & The Vital Might Länge: 48 Min 01 Sek Medium: CD
01. Phantom Spaceman07. Seasons
02. The Truth08. 5 O'Clock
03. City09. Superstitious Wish
04. Trouble10. The Greatest Man
05. Chime11. Sleeping Beauty
06. Saturday

Das Trio THE VITAL MIGHT aus Boston hat nun mit 10T Records ein Label gefunden, um das zweite Album “Red Planet“ (hierzulande dank Just For Kicks) einem etwas breiteren Publikum zugänglich zu machen. Und mit der eigentlich ganz gelungenen Mischung aus kraftvollem Alternative Rock, Grunge und Post Rock, der mit einer Spritze Prog angereichert worden ist, könnte auch das eine oder andere Ohr erreicht werden. Schließlich sind heutzutage jede Menge Bands (noch dazu recht erfolgreich) unterwegs, die keine Angst vorm Genremix haben und progressive Strukturen mit straighten Alternative-Rock-Ansätzen vermischen. Als Beispiele seien RADIOHEAD, MUSE, OCEANSIZE oder COHEED AND CAMBRIA genannt.

Bei THE VITAL MIGHT sind die schnörkellosen Hooks und klar nach vorne gehenden Songgerüste charakteristisch (Phantom Spaceman, Trouble), der zum teil mehrstimmige Gesang kommt angenehm bestimmt und akzentuiert zur Geltung. Klare, auf den Punkt gebrachte Kompositionen, wenig Schnickschnack, gelegentlich fast schon ein wenig Richtung Brit Pop driftend, geht das eigentlich alles recht angenehm ins Ohr. Mitunter tritt man etwas auf der Stelle (Chime) und insgesamt könnte noch ein bisschen mehr Variabilität in Tempo und Dynamik nicht schaden, aber insgesamt ist das doch eine ordentliche, wenn auch nicht wirklich bahnbrechend sensationelle Scheibe geworden.

Für den beinharten Progger werden die Songs zu kurz und zu eingängig sein und das Ganze zu wenig psychedelische Ausflüge (nur vereinzelt bei Sleeping Beauty) oder frickelige Passagen haben. Aber wer gerne rockigen Stoff mit einem Faible für die 90er hört, der nicht gar zu platt und offensichtlich daherkommt, sollte sich mal mit THE VITAL MIGHT beschäftigen.

Ralf Stierlen, 12.10.2009

 

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