The Wallflowers

Glad All Over

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Roots Rock, Alternativ

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Wallflowers
Glad All Over, Sony Music, 2012
Jakob DylanVocals, Guitar
Rami JaffeePiano, Organ, Wurlitzer, Farfisa, Noises
Greg RichlingBass, Percussion, Backing Vocals
Stuart MathisGuitar, Pedal Steel, Backing Vocals
Jack IronsDrums, Percussion
Jay JoyceGuitar, Percussion, Backing Vocals
Mick JonesAdditional Backing Vocals and Guitar on Reboot The Mission and Misfits And Lovers
Produziert von: Jay Joyce Länge: 39 Min 32 Sek Medium: CD
01. Hospital For Sinners07. Have Mercy On Him Now
02. Misfits And Lovers08.The Devil's Waltz
03. First One In The Car09. It Won't Be Long (Till We're Not Wrong Anymore)
04. Reboot The Mission10. Constellation Blues
05. It's A Dream11. One Set Of Wings
06. Love Is A Country

20 Jahre nach dem Erstling gerade mal das sechste Album zu veröffentlichen, spricht nicht unbedingt für den Arbeitseifer einer Band, aber natürlich war Jakob Dylan war natürlich zwischenzeitlich auch solo unterwegs und beendet nun mit "Glad All Over" die Ruhephase seiner Band.
Mit den sehr verfremdeten, elektronischen Klängen und einem Hip Hop-mäßigen Rhythmus verwirrt mich Hospital For Sinners zunächst, aber bei genauerem Hinhören, stellt man fest, dass dieser Beat ganz schön anmacht und außerdem auch nur einem typischen Rock- und Blues-Muster folgt. Jacob hat, nach eigener Aussage, die Akustikgitarre über und Lust auf E-Gitarre und Rock gehabt. Das hört man dem Album auch an. Die Songs sind nicht lange, aber geben meist gut Gas und sind erfrischend produziert. Wer beim Reggae-Rhythmus von Misfits And Lovers an THE CLASH denkt, liegt damit vollkommen richtig, den hier greift deren Gitarrist Mick Jones mit in die Saiten. So einen Sound kann, selbst nach so vielen Jahren, nur einer erzeugen. Gleichzeitig ein richtiger Ohrwurm.

Das Richtung Roots-Rock gehende First One In The Car eignet sich tatsächlich hervorragend für eine Spritztour mit dem Cabrio. Wie der Daddy klingt zwar auch Jacob selten richtig fröhlich, aber zumindest wenn die zweite CLASH-Reminiszenz, Reboot The Mission - auch die Single des Albums - als City Rocker in die Casbah entführt, kommt man um ein Grinsen im Gesicht nicht herum und hüpft beschwingt mit.
The Dream treibt ebenfalls, in einem leichten Ska-Rhythmus, gut voran. Auch hier orientiert man sich in Stil und Sound an THE CLASH und deren Zeit. Kommt gut.
Bei Love Is A Country geht’s mehr Richtung Country - wie überraschend - und hat da Ähnlichkeiten mit Tom Petty.

Beim harten Piano-Rhythmus in The Devil's Waltz klingt es kurz nach dieser Good Thing-Scheibe der FINE YOUNG CANIBALS. Allerdings ohne in den Pop abzudriften, sondern es bleibt im rauen Roots Rock, mit Ecken und Kanten.
It Won't Be Long orientiert sich wieder mehr am Country Rock, klingt hier auch sehr nach den ewig unterbewerteten Schotten von DEL AMITRI.
Die hab ich beim Hören dieser Scheibe öfter im Kopf und die angenehme Stimme Jakob Dylans passt da auch gut dazu.
Das Album reiß jetzt nicht komplett gleich vom Hocker, aber ist zweifellos ein verdammt gut gemachtes Roots- und Country-Rock Album, mit einigen Höhepunkten, denen nach ein paar Mal hören noch ein paar Glanzlichter folgen dürften.

Epi Schmidt, 04.11.2012

 

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