The Yardbirds

Five Live Yardbirds 1964

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.05.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues
Spiellänge: 31:19
Produzent: Eroc

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Plattenfirma: Repertoire Records

Promotion: Brooke-Lynn Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Jeff Beck

Chuck Berry

Fleetwood Mac

Elmore James

Led Zeppelin

Jimmy Page

Rolling Stones

Eric Clapton

Titel
01. Someone To Love Me
02. Tuning Up
03. Too Much Monkey Business
04. I Got Love If You Want It
05. Keith Relf talks about Eric Clapton’s black Fender Jazzmaster
06. Smokestack Lightning
 
07. Keith Relf talks about Paul “Sam” Smith & Eric Clapton
08. Good Morning Little Schoolgirl
09. Tuning Up (2)
10. Respectable / Humpty Dumpty
11. Announcement
12. The Sky Is Crying
Musiker Instrument
Keith Relf Gesang & Mundharmonika
Eric Clapton Gitarre
Chris Dreja Gitarre
Paul Samwell-Smith Bass
Jim McCarty Schlagzeug

Mitte der 1960er Jahre brodelte die so genannte British Blues Explosion gerade ihrem Höhepunkt entgegen, mit dabei waren natürlich Bands wie die ROLLING STONES, John Mayall‘s BLUESBREAKERS sowie später auch FLEETWODD MAC und LED ZEPPELIN. Aber mit an der Speerspitze der Bewegung standen die YARDBIRDS. Von der Band um Frontmann Keith Relf wurden uns in den letzten Jahren ja in den vergangenen Jahren einige Live-Scheiben aus ihrer Hochphase aufs neue präsentiert, wie etwa “Live At The BBC 1965 – 1968“ oder auch die beiden Scheiben “1966“ und “1967“. Darauf zu hören waren aber bislang nur Aufzeichnungen aus den Jahren mit Jeff Beck und Jimmy Page (später LED ZEPPELIN) an der Gitarre. Nun legen Repertoire Records mit “Five Live Yardbirds 1964“ endlich auch eine Scheibe vor, auf der man die Band zusammen mit Eric Clapton an der Gitarre hören kann.

Aufgenommen wurde das Werk im legendären Londoner Marquee Club am 7. August 1964. Zu hören ist eine Band, die neben Clapton und Relf damals noch aus Chris Dreja (Gitarre), Paul Samwell-Smith (Bass) und Jim McCarty (Schlagzeug) bestand, die noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung stand. Performt wurden in diesem Set insgesamt neun Stücke (wobei Respectable und Humpty Dumpty ineinander übergehen), die allesamt Cover-Versionen von amerikanischen Rhythm & Blues-Standards waren, denen diese fünf jungen Briten live jedoch ihren ganz eigenen (durchaus auch Beat-beeinflussten) Stempel aufdrückten.

So prescht die Band durch eine hektische Version von Snooky Pryors Someone To Love, die schon endet, kaum dass sie begonnen hatte. Anschließend zeigen die YARDSBIRDS bei Chuck Berrys Too Much Monkey Business, dass sie auch den Rock & Roll beherrschen. Zudem kann hier Clapton schon mal seine Gitarrenkünste präsentieren, so dass die Nummer dann auch die ersten hörbaren Zuschauer-Reaktionen hervorruft. I Got Love If You Want It wird sehr lässig dargeboten und bietet eine Plattform für Relfs Gesang und sein Mundharmonika-Spiel. Smokestack Lightning von Howlin‘ Wolf zeigt hingegen wieder die deutlich bluesigere Seite der Band. Spätestens bei dieser Nummer hätte ich mir aber mal statt der Mundharmonika ein richtiges Gitarren-Solo gewünscht.

Aber man hört der Band schon ihre Erfahrung an, denn bereits zu diesem Zeitpunkt hatte das Quintett alleine im Jahr 1964 über 150 Auftritte absolviert und lief wie ein gut geschmiertes Uhrwerk, wie man am Ende von Repectable/Humpty Dumpty hören kann, wenn die Band unisono das Tempo anzieht. Den Abschluss des Gigs bildet dann der Elmore James-Klassiker The Sky Is Crying, bei dem Clapton dann mal zeigen darf, was er drauf hat und warum wenig später im Londoner Stadtteil Islington jemand die Zeile „Clapton is God“ an eine Wand der U-Bahn-Station sprühte. Sowohl Technik als auch Feeling prägten schon damals seinen Spiel-Stil, den er später bei den BLUESBREAKERS noch weiter verfeinerte, und so verwundert es nicht, dass diese Nummer den Abschluss des Gigs darstellt.

Leider war die Phase mit Clapton auch schon kurze Zeit später vorbei, weil dieser wegen der berühmten musikalischen Differenzen die Band verließ. Aber mit Jeff Beck und später auch noch Jimmy Page gelang es den YARDBIRDS ja jeweils die Vakanzen mehr als hochwertig aufzufüllen. Schön ist es allerdings dennoch, dass Repertoire Records nun auch eine Live-Aufnahme mit „Gitarren-Gott“ Clapton aus den Archiven geholt hat und diese mit einem (bedenkt man die Umstände der Aufnahme) richtig guten, remasterten Sound vorlegen kann. Die CD-Version kommt in einem schicken Digipak und mit einem 16-seitigen Booklet, in dem der Journalist Mike Stax die damalige Zeit noch einmal Revue passieren und die damaligen Protagonisten auch noch zu Wort kommen lässt. Für Fans der Band ist diese Scheibe ein „Muss“ und auch Fans der damaligen Musik werden hier – trotz der vergleichsweise kurzen Spielzeit - voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

 

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