Theory Of A Deadman

Scars & Souvenirs


CD-Review

Reviewdatum: 21.06.2009
Jahr: 2008
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Theory Of A Deadman
Scars & Souvenirs, Roadrunner Records, 2008
Tyler ConnollyGesang & Gitarre
Dave BrennerGitarre
Dean BackBass
Joey DandeneauSchlagzeug
Produziert von: Länge: 46 Min 03 Sek Medium: CD
01. So Happy08. Bad Girlfriend
02. By The Way09. Hate My Life
03. Got It Made10. Little Smirk
04. Not Meant To Be11. End Of The Summer
05. Crutch12. Wait For Me
06. All Or Nothing13. Sacrifice
07. Heaven (Little By Little)

Normalerweise weiß ich ja schon immer sehr genau, was sich da gerade in meinem CD-Player dreht, aber hier musste ich tatsächlich gleich mehrere Male sicherstellen, dass ich nicht doch fälschlicherweise die letzte NICKELBACK eingelegt hatte. THEORY OF A DEADMAN klingen schon extrem nach ihren kanadischen Landsmännern. Kein Wunder, bekamen Sänger und Gitarrist Tyler Connolly, Bassist Dean Back und Gitarrist Dave Brenner ihren ersten Plattenvertrag doch bei 604 Records, dem Label von NICKELBACK-Chef Chad Kroeger.

Und das muss ja nichts Schlechtes sein - und ist es in diesem Fall auch wirklich nicht. Denn THEORY OF A DEADMAN schreiben ebenso wie NICKELBACK einfach gute Rock-Songs mit leichten Anleihen beim Grunge-Sound (zum Beispiel So Happy, By The Way, Got It Made). Bei By The Way erhalten sie dann prominente Unterstützung, Chris Daughtry (von der Band DAUGHTRY) den Song mit seiner Stimme im Hintergrund veredelt. Aber auch bei den Balladen müssen sich die Schüler nicht vor den Meistern zu verstecken. Letztere halten sich im Gegensatz zu NICKELBACK dann aber doch in wohlig überschaubaren Grenzen und dienen wirklich nur der Auflockerung, denn ansonsten geben die drei Jungs aus dem wunderschönen Vancouver meist Gas und rocken herrlich melodiös drauflos.

Aber es werden sicherlich Stücke wie Heaven (Little By Little) oder Wait For Me sein, die bei den Radiostationen auf großes Echo stoßen werden und dabei so manchen NICKELBACK-Song aus der Rotation drängen. Auch Little Smirk dürfte gute Chancen haben. Dabei beweisen die Jungs typischen kanadischen Humor bei Textzeilen wie “If Heaven Is A Place, Where The Angels Go, Well Then I Guess You’re Going Straight To Hell”. Sicher auch Texte wie Bad Girlfriend könnten 1:1 von Chad Kroeger stammen, aber ist das wirklich schlimm? Also ich muss gestehen, mich hat es beim Hören nicht gestört.

In den USA, wo das Album “Scars & Souvenirs“ bereits letztes Jahr erschien, haben sich THEORY OF A DEADMAN bereits Gold-Status gesichert und wenn nicht alles schief läuft, dann sollten auch die deutschen Rock-Fans (und die von NICKELBACK im Besonderen) sich bald auf den Weg zum CD-Dealer machen und THEORY OF A DEADMAN genauer unter die Lupe nehmen. Denn bei aller soundtechnischen Ähnlichkeit überzeugen die Songs von “Scars & Souvenirs“ allesamt.

Marc Langels, 14.06.2009

 

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