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To Give Everything


CD-Review

Reviewdatum: 06.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Alternative Metal

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


thisONELess
To Give Everything, Eigenverlag, 2011
SamVocals
AndyGuitar
DomeGuitar
DenisBass
MaxDrums & Percussion
Produziert von: thisONEless Länge: 39 Min 52 Sek Medium: CD
01. Open07. The Mimic Man
02. Blackening08. Still The Same
03. Antiseptic09. Bruised
04. To Give Everything Means To Get Nothing10. Dolores
05. Invited To Leave11. The Battle
06. Standing In The Sidelines12. Close

Ursprünglich als Emocore-Truppe im Jahre 2002 gestartet, haben sich THISONELESS aus dem pfälzischen Haßloch inzwischen mehr den sogenannten “modernen“ Spielarten des Metal zugewandt. Das könnte auch böse enden, wie viele Alternative- oder Nu-Metal Bands gibt es doch, die als Tiger zum Sprung ansetzen und als Bettvorleger enden. Aber die fünf Jungs hier betreten glücklicherweise nicht nur die ausgetretenen Pfade (auch wenn das eine oder andere Klischee-Riffe auch mal einfach sein muss), sondern zeigen nicht nur ein Händchen für stimmige Songs und treibende Grooves, sondern beweisen auch Mut zum Experiment, wenn es gilt, die Stile zu mixen.

Da gibt es dann auch mal akustische Gitarren, eine satte Gitarrenwand in Post-Rock-Tradition (Invited To Leave), dynamische Wechselspielchen (Antiseptic) und auch mal einen Schuss weltmusikalischer Einflüsse (Bruised mit dem eingebetteten Didgeridoo) oder eine schlicht schöne Ballade (Standing On The Sidelines), auch wenn hier der Gesang leichte Schwächen offenbaren mag.

Alles in allem liefern die Pfälzer auf ihrem Album mit dem etwas fatalistischen Titel eine recht gelungene Schaffensprobe in einem Genre ab, das eigentlich nicht nur tot, sondern schon begraben und der Friedhof eigeebnet ist. Dafür schlagen sich THISONELESS mehr als achtbar. Wenn sie künftig ihre Eigenständigkeit noch weiter entwickeln und die angesprochenen, spannenden Kreuzüber-Momente ausbauen, indem sie sich weiter vom Hochglanz-Nu-Metal entfernen, wird es ihnen sicherlich gelingen, sich aus dem Dunstkreis von Bands wie ILL NINO, EMIL BULLS oder SOULFLY zu emanzipieren und ihr eigenes Ding noch überzeugender durchzuziehen. Potential ist jedenfalls durchaus vorhanden und jede Menge Herzblut wurde auch invertiert, was schon alleine das Artwork mit dem im schwarzen Pappkarton eingeschlagenen Album erkennen lässt.

Ralf Stierlen, 04.10.2011

 

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