Threshold

March Of Progress

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.09.2012
Jahr: 2012
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Threshold
March Of Progress, Nuclear Blast, 2012
Damian WilsonGesang
Karl GroomGitarre
Pete MortenGitarre
Steve AndersonBass
Richard WestKeyboards
Johanne JamesSchlagzeug
Produziert von: Karl Groom & Richard West Länge: 69 Min 09 Sek Medium: CD
01. Ashes06. The Hours
02. Return Of The Thought Police07. That's Why We Came
03. Staring At The Sun08. Don't Look Down
04. Liberty, Complacency, Dependency09. Coda
05. Colophon10. The Rubicon

Das Jahr ist für Anhänger progressiver Klänge bisher eher ereignisarm verlaufen. Keine neuen Alben von DREAM THEATER, FATES WARNING, QUEENSRYCHE (die vielmehr anderweitig für Aufsehen sorgen) oder anderen Szenegrößen. Derweil sind es die bislang eher unbekannten Bands wie etwa BEYOND THE BRIDGE, die den meisten Eindruck hinterlassen haben.

Das sind geradezu ideale Voraussetzungen für die Briten von THRESHOLD. Seit ihrem letzten Album "Dead Reckoning" sind bereits fünf Jahre vergangen, so dass die Band fast schon etwas in Vergessenheit geraten war. Aber jetzt kehren sie mit neuem, alten Sänger Damian Wilson zurück, der den inzwischen traurigerweise verstorbenen Andrew "Mac" McDermott ersetzt.

Musikalisch bleiben sich THRESHOLD treu: metallische Gitarrenriffs bauen sich vor eindrucksvollen Keyboard-Wänden auf, über denen der wahrlich traumwandlerische Gesang von Wilson thront. Dabei fällt auf, dass die Stücke meist beim ersten Durchlauf als sehr eingängig, an manchen Stellen vielleicht sogar poppig, wahrgenommen werden. Erst bei wiederholten und vor allen Dingen bewussten Durchläufen offenbart sich die progressive Natur der Kompositionen. Die verschachtelten Ebenen, die cleveren Rhythmen-Wechsel, die wunderbaren Verschiebungen in der Atmosphäre der Stücke. Aber dabei fließt alles so mühelos ineinander über, dass das Ganze nicht verkopft oder angestrengt, sondern im Gegenteil ganz natürlich erscheint.

Sollte man dieses Album als Hintergrundmusik laufen lassen, würde dem Hörer das mit großer Wahrscheinlichkeit entgehen und trotzdem wäre er sicherlich sehr angetan von dem Gebotenen. Denn THRESHOLD und insbesondere Wilson und Gitarrist Karl Groom bieten hier zahlreiche sehr gefällige Melodien, die auch Freunde leichterer (sprich: nicht-progressiver) Kost begeistern werden. Auch AOR-Anhänger und Freunde von Bands wie ASIA könnten hier wirklich ihre Freude haben (zum Beispiel beim Refrain von Ashes). Allerdings sollte man hier keine allzu weich gespülten Sounds erwarten (beziehungsweise befürchten), denn Groom und der zweite Gitarrist Pete Morten lassen ihre Gitarren schon einige Male laut von der Leine und pfeffern einige metallische Rifs erster Güte aus den Lautsprechern.

THRESHOLD scheinen gewillt, auf dem Erfolg des Vorgängers (immerhin Platz 64 in Deutschland) aufbauen zu wollen. Dazu haben sie mit “March Of Progress“ das absolut richtige Album im Gepäck, das zu den stärksten Veröffentlichungen in der nicht gerade schwach besetzten Diskographie der Briten gehört. In einem Jahr, in dem sich die Größen der Prog-Szene veröffentlichungstechnisch rar machen, sollte dies für THRESHOLD die Möglichkeit sein, größere Aufmerksamkeit in der Szene zu erzielen. Für „Proggies“ sicherlich ein Pflichtkauf. Aber auch Fans einfach nur genial gemachter Metal-Klänge sollten hier mal aufmerksam hinhören, schließlich machen THRESHOLD keinen Frickel-Prog, sondern stehen für exzellentes vielschichtiges Songwriting. Diesem “March Of Progress“ sollte man definitiv folgen.

Marc Langels, 07.09.2012

 

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