Threshold

Psychedelicatessen Definitive Edition

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Threshold
Psychedelicatessen Definitive Edition, Nuclear Blast, 2012
Glynn MorganGesang
Karl GroomGitarre
Nick MidsonGitarre
Richard WestKeyboards & Orchestrierung
Jon JearyBass
Nick HerradanceSchlagzeug
Produziert von: Karl Groom Länge: 118 Min 26 Sek Medium: CD
Disc 1
01. Sunseeker07. He Is I Am
02. A Tension Of Souls08. Innocent
03. Into The Light09. Devoted
04. Will To Give10. Lost
05. Under The Sun11. Intervention
06. Babylon Rising
Disc 2
01. Fist Of Tongues05. Innocent (Live)
02. Half Way Home06. Surface To Air (Live)
03. A Tension Of Souls (Live)07. Paradox (Live)
04. Sanity's End (Live)

Die Briten THRESHOLD brauchten nicht lange, um auf den Überraschungserfolg “Wounded Land“ den Nachfolger folgen zu lassen. Dabei ist “Psychedelicatessen“ eine kleine Besonderheit, denn nur auf diesem Album stand Glynn Morgan (später MINDFEED) am Mikrofon (Vorgänger und Nachfolger Damian Wilson hatte die Band verlassen, um ein Musical-Engagement anzunehmen). Dieses einmalige Gastspiel hat aber nichts mit der Qualität des Sängers zu tun. Denn sein kraftvolles Organ passte exzellent zu den Songs des Kreativ-Duos Groom und West. Bei dieser “Definitive Edition“ wird zudem nicht der eher etwas schwache Sound des Originals von 1994 verwendet, sondern die Neu-Abmischung vom Re-Release aus dem Jahr 2001.

Während auf “Psychedelicatessen“ ein paar Stücke nicht verhehlen können, dass sie noch aus der Zeit vom Debüt “Wounded Land“ stammen, wie etwa Sunseeker oder A Tension Of Souls, so entwickelt die Band hier auch zusehends ein zweites Gesicht. Sie wendet sich hin zu etwas kompakteren und gradliniger strukturierten Songs, die sich deutlich von dem 1994 vorherrschenden Geist des Progressive Metal à la DREAM THEATER und deren Frickelorgien noch weiter distanzieren.

Dabei kann das Songmaterial auf “Psychedelicatessen“ nicht ganz an die Qualität des Debüts anschließen. Das ist aber kein Schicksal, das THRESHOLD alleine tragen, denn es sind schon zahlreiche Bands daran gescheitert, binnen kürzester Zeit neue Lieder derselben Qualität und Reife zu ersinnen, für die man vorher mehrere Jahre lang Zeit hatte. Ein gewisser Rückschritt gegenüber “Wounded Land“ darf also nicht verwundern.

Dafür hat die Definitve Edition von “Psychedelicatessen“ aber ein paar extrem reizvolle Bonus-Tracks zu bieten – um genau zu sein eine ganze CD voll mit Boni. Da wären zum einen die beiden Zusatz-Tracks Lost und Interventions, die schon auf der 2001er remasterten Version enthalten waren. Zwei weitere Boni (First Of Tongues sowie Half Way Home) entstanden zwar schon zur Zeit von “Psychedelicatessen“, wurden aber erst 2008 beziehungsweise 2009 in überarbeiteter Form aufgenommen. Dabei ging der damalige Sänger Glynn Morgan wieder mit der Band ins Studio, um die Songs einzusingen. Eine sehr schöne Aktion wie ich finde.

Des Weiteren sind auf der zweiten CD die fünf Tracks der “Livedelica“-EP vorhanden. THRESHOLD bieten hier mit A Tension Of Souls, Sanity’s End, Innocent, Surface To Air und natürlich Paradox quasi eine Mini-Best-Of der damaligen Zeit. Die Qualität der Aufnahme ist wirklich sehr gut, gerade wenn man in Betracht zieht, welchen Bekanntheitsgrad THRESHOLD damals gerade erst innehatten. Insofern bekommt der interessierte Musikfreund hier wirklich einen Gegenwert fürs Geld geboten, auch wenn “Wounded Land“ und die folgenden Alben deutlich stärker sind. Wem aber die Bonus-Stücke, die ja eher verstreut veröffentlicht wurden (mal hier auf einer Special Edition, dort auf einem Sampler oder einem Box-Set), der kann hier quasi blind zugreifen.

Marc Langels, 05.10.2012

 

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