Threshold

Wounded Land Definitive Edition


CD-Review

Reviewdatum: 05.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Threshold
Wounded Land Definitive Edition, Nuclear Blast, 2012
Karl GroomGitarre
Nick MidsonGitarre
Jon JearyBass & Gitarre
Tony GrinhamSchlagzeug
Damian WilsonGesang
Richard WestKeyboards & Orchestrierung
Produziert von: Karl Groom Länge: 73 Min 04 Sek Medium: CD
01. Consume To Live07. Siege Of Baghdad
02. Days Of Dearth08. Keep It With Mine
03. Sanity's End09. Intervention
04. Paradox10. Conceal The Face
05. Surface To Air11. Shifting Sands
06. Mother Earth

1993 war Grunge die Musikrichtung der Stunde. Bands wie NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN oder ALICE IN CHAINS waren angesagt und keiner hätte wohl ernsthaft geglaubt, dass eine kleine Progressive-Metal-Band aus Großbritannien sich in diesem musikalischen Umfeld lange halten würde. 20 Jahre später sind THRESHOLD nicht nur immer noch aktiv, sondern haben gerade mit “March Of Progress“ ein spektakulär gutes Album vorgelegt. Im Zuge dessen werden auch die alten Alben der Band als so genannte “Definitive Edition“ mit mal mehr, mal weniger Bonus-Tracks wieder aufgelegt. Den Anfang macht – wie sollte es anders sein – das Debüt “Wounded Land“.

Bereits damals zeigten sich THRESHOLD sehr songdienlich und ließen große Instrumental-Orgien mit wilden Frickel-Parts außen vor. Und sie bewiesen bereits, dass Karl Groom und Co. sich bereits damals auf eingenständiges, hochklassiges Songwriting verstanden. Einflüsse kann man natürlich schon vernehmen. Als da wären die alten Bekannten wie etwa RUSH, PINK FLOYD oder aber GENESIS. Aber es schleichen sich etwas modernere Einflüsse ein, so erinnern manche etwas heftigeren Riffs an Bands wie METALLICA oder TESTAMENT. Zusammen ergibt das einen eigenen Sound. Dabei kommen einige Klassiker heraus, die auch heute noch im Programm der Band stehen, wie zum Beispiel Consume To Live, Paradox, Surface To Air oder aber Sanity’s End, die eigentlich jedem Proggie geläufig sein sollten.

Alleine diese hohe „Hit-Dichte“ unterstreicht schon, was für ein herausragendes Werk “Wounded Land“ damals war und wie wichtig das Debüt heute noch ist. Aber deswegen sind die restlichen Lieder keineswegs zu vernachlässigen. Days Of Dearth schleppt sich hypnotisch in die Gehörgänge, Mother Earth oder Siege Of Baghdad zeigen die Band von ihrer etwas härteren Seite, bevor Keep It With Mine das Album ruhig und fast besinnlich mit akustischen Gitarren und Streichern ausklingen lässt.

Die “Definitive Edition“ ist für die Fans aber natürlich nur interessant wegen der Bonus-Tracks. Das sind in diesem Fall das schon von der Special Edition bekannte Intervention sowie Conceal The Face und Shifting Sands. Sie passen sich von der Qualität her mühelos den anderen Tracks an und werfen die dringende Frage auf, warum sie damals nicht direkt mit auf dem Album erschienen sind. Dadurch ergibt sich als Konsequenz für den THRESHOLD-Neuling, dass er sich diese wahrlich definitive Edition in den CD-Schrank stellen sollte, zumal Nuclear Blast hier auch die soundtechnisch deutlich stärkere remasterte Version, die bereits 2001 bei Inside Out erschien, als Grundlage genommen hat, die dem Original klangtechnisch wirklich deutlich überlegen ist.

Marc Langels, 03.10.2012

 

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