Thunder

Flawed To Perfection

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 09.07.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Thunder
Flawed To Perfection - The Video Collection 1990-1995, EMI Records, 2005
Flawed To Perfection - The Video Collection 1990-1995, EMI Records, 2005
Danny Bowes Vocals
Luke Morley Guitars, Vocals
Ben Matthews Guitars, Organ, Vocals
Harry James Drums, Vocals
Mark 'Snake' Luckhurst Bass, Vocals
Mikael Höglund Bass, Vocals
Länge: ca. 156 Min Medium: DVD
The Promos:
1. She's So Fine9. Like A Satellite
2. Dirty Love10. Stand Up
3. Backstreet Symphony11. River Of Pain
4. Gimme Some Lovin'12. Castles In The Sand
5. Love Walked In13. In A Broken Dream
6. Low Life In High Places14. Gimme Shelter
7. Everybody Wants Her15. Like A Satellite
8. A Better Man
Live At The Town & Country Club, London, 7th March 1990:
1. Backstreet Symphony5. Don't Wait For Me
2. She's So Fine6. Fired Up
3. Until My Dying Day7. Dirty Love
4. Higher Ground8. She's So Fine
Live At The Monsters Of Rock Festival, Castle Donington, 18th August 1990:
1. She's So Fine3. Higher Ground
2. Backstreet Symphony4. Don't Wait For Me

Wieder mal eine gute Idee aus dem Hause THUNDER: Die Veröffentlichung der Promo-Videos aus den Jahren 1990-1995. Es dreht sich also um die ersten drei Alben der Band, "Backstreet Symphony", "Laughing On Judgement Day" und "Behind Closed Doors". Und somit auch um die Hoch-Zeit der englischen Hardrock-Truppe. Die bringt auch heute noch hervorragende Alben heraus und Luke Morley schreibt weiterhin Rocksongs und Balladen erster Güte, so wie er ein einzigartiges Händchen für Riffs hat.
Trotzdem, man muss es so deutlich sagen: So gut wie damals war die Band nur noch selten.
[Heute! Red.]
So jung auch nicht mehr. Mein Gott, was für Milchgesichter die zum Teil waren! Dann spielt natürlich auch die noch nicht ganz ausgeklungene 80er Mode noch eine Rolle. Außerdem wird hier erneut deutlich, dass Mark Luckhurst der ultimative THUNDER-Bassist war. Seine Nachfolger mögen bessere (und vor allem gesündere) Bassisten gewesen sein, aber was Rock'n'Roll-Outfit und Spaßfaktor angeht ist der Mann unschlagbar. Den schaut man an, und weiß: Partytime!

Partytime - das Motto transportieren auch die hier versammelten Videos. Wie eine Meute junger Hunde scheinen die fünf Kerle durch die Filmchen zu toben. Der Spaß, den sie beim runterkicken des Geschirrs von den Restauranttischen im Video zu Dirty Love offenbaren, war sicherlich nicht gestellt.
Gleiches gilt wohl auch für die Bikinigirls am Strand, die zu Gimme Some Lovin' im Takt für noch mehr Hitze sorgen.
Kürzlich konnte ich mich ja erst an den alten THIN LIZZY Videos erfreuen und dabei in Nostalgie schwelgen. Hier allerdings ist nix mit "schwelgen"! Unmöglich, dabei still zu sitzen und allzu leicht lässt man sich zu den typischen Rock-Posen verführen, die die Band auf der Mattscheibe vorführt.

Danny Bowes, hier natürlich noch mit langen Haaren, beeindruckt mich erneut mit seiner Monster-Röhre. Er ist auch heute noch ein überragender Sänger, aber damals konnte ihm im bluesgetränkten Hardrock-Sektor keiner das Wasser reichen. Beweise gibt's hier genug.
Drummer Harry James' schauspielerisches Talent kommt zum Vorschein, als Dirigent beim Intro von Backstreet Symphony, oder wenn er sich beim dritten fehlgeschlagenen Annäherungsversuch den Cocktail lieber gleich selbst über den Kopf gießt.
Es geht auch mal ernster zu, etwa in dem auf einem Hochhaus gefilmten Low Life In High Places, welches mit dem Thema entsprechenden Filmschnipseln durchsetzt ist.
Puren Fun gibt's dafür wieder in Everybody Wants Her, wenn sich diese fünf Typen in bester BEATLES-Manier durch Brasilien "kaspern". Natürlich fehlt auch das legendäre "Wasser-Video" zu River Of Pain nicht, wenn die Band den Titel bis zur Taille im Wasser stehend spielt.
Von Like A Satellite ist eine 'Alternate Version' enthalten, die in Liveatmosphäre und mit erhöhtem Pianoanteil aufgenommen ist.

Schon ist über eine Stunde voller Hardrock-Klassiker vorbei. Aber es gibt noch mehr!
Sieben Songs lang kann man THUNDER anno 1990 im "Town & Country Club" sehen und hören. Quasi noch mit direktem Kontakt zum Publikum, zeigen sich hier die Livequalitäten der Band und vor allem das Showtalent von Danny Bowes. Trotzdem merkt man, dass die Faszination noch nicht bis in die hintersten Reihen reichte und nicht alle so von der Musik mitgerissen sind wie die ersten Reihen, bzw. der Betrachter vor dem Bildschirm.
Da scheint sich in den paar Monaten bis zum Auftritt in Donington doch einiges getan zu haben, denn hier klatschen Zehntausende im Rhythmus und fressen der Band fast schon aus der Hand. Vor so einer Menge wird die Band wohl nie mehr spielen, umso mehr erfreut man sich an diesen Bildern.

Zum Schluss folgt noch eine ¼ Stunde Interviews aus jenen Tagen. Die fünf Typen charakterisieren sich gegenseitig, plaudern über den Unterschied der zweiten zur ersten Platte ("different cover"?), über die Gigs von damals, u.s.w. Dabei kommt natürlich auch eine Menge Blödsinn raus, vor allem, wenn zwei von ihnen zusammen sind
Dem englischen Dialekt und Humor ist nicht immer leicht zu folgen, aber im Allgemeinen erfasst man zumindest den Sinn.

Wie mit den bereits erschienen DVDs legen THUNDER mit "Flawed To Perfection" eine weitere runde Sache vor und sorgen 2 ½ Stunden lang für beste Rock'n'Roll Unterhaltung und strafen den Titel Lügen: Sie ist perfekt!
Hoffentlich kommen wir eines Tages auch in den Genuss der visuellen Werke nach 1995.

Bild: 4:3
Ton: Stereo; 5.1 Surround
Kein Ländercode
Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch
Extras: Interviews

Epi Schmidt, 09.07.2005

 

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