Thunder

The Joy Of Six


CD-Review

Reviewdatum: 18.12.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Joy Of Six, STC Recordings, 2008
Danny BowesVocals
Luke MorleyGuitars, Backgorund Vocals
Ben MatthewsGuitars, Keyboards, Backgorund Vocals
Chris ChildsBass, Background Vocals
Harry JamesDrums
Produziert von: Luke Morley Länge: 24 Min 09 Sek Medium: CD
01. Yesterday's News (Naked Version)04. So Sad Today
02. See My Baby Walking05. Only You Can Make Me Cry
03. I Believe (Missionary Position Version)06. Survivor

Die 5 Briten von THUNDER sind seit ihrer Reunion vor ein paar Jahren fleißiger als jemals zuvor. Nicht genug, dass sie sich Album an Tour an Album reiht, sondern dazwischen gibt's ja auch noch die schon legendären Christmas-Sessions, die auch wieder entsprechend auf Tonträger veröffentlicht werden, nein, weil die Songs so aus - in erster Linie Luke Morley - heraussprudeln, wurden innerhalb des letzten Jahres ein paar EP's mit hier einem halben Dutzend und dort sechs weitere Songs unter die Leute gebracht. Zweimal war das schon der Fall und da aller guten Dinge ..., na ja, jedenfalls war eine Dritte auch anvisiert, die sich "leider" bis fast in die Veröffentlichung des neuen Albums "Bang!" hinzog.
Dazu in Kürze mehr. Zunächst zum 6-Shooter der jetzt doch vorliegt. Ob man damit genauso viel Freude haben wird, wie damals die Leute nach und während der Lektüre von Alex Comforts Buch "The Joy Of Sex" darf natürlich bezweifelt werden, aber ganz freudlos geht "The Joy Of Six" an niemandem vorbei. Behaupte ich.
Schon Yesterday's News bereitet einen guten Boden. Akustisch, aber umgehend mit den richtigen Riffs, die sofort für Aufmerksamkeit sorgen. Erinnert etwas an THE WHO, wofür auch Bennys Tastenarbeit im Stile von John Bundrick sorgt. Den Song kennen die Fans natürlich bereits "Six Of One ..." - dort elektrisch und mit wesentlich mehr Power. Aber man sieht, es geht auch so.
Zu Dannys prägnantem Gesang heult in der zweiten Hälfte auch noch eine Blues-Harp auf und bringt weiteres Ohrwumfeeling. Und bluesig bleibt es auch bei See My Baby. Könnte glatt aus den Sessions zu "Robert Johnson's Tombstone" stammen. Geht gut und flott ab, wie sich das für so eine Akustik-Boogie-Nummer gehört. Dürfte bei den X-Mas Meetings ein Favorit werden.
Ein wichtiger Punkt im THUNDER-Repertoire waren und sind auch die Balladen und wer, außer Danny Bowes, kann schon so eine Nummer wie I Believe absolut schmalzfrei und doch gefühlvoll rüber bringen? Luke Morleys spanisch angehauchtes Solo verweist nebenbei auf sein "El Gringo Retro" Album. Auch diesen Nummer gab es bereits - auf dem Vorläufer "... Half A Dozen Of The Other" - und auch dort weitaus heftiger.

Natürlich denkt man sich oft: Das habe ich doch schon einmal gehört. Bei einer Band so lange im Geschäft bleibt das nicht aus und viele Elemente haben die Fans auch lieb gewonnen.
So Sad Today hat von den "wuchtigen" Akkorden zu Beginn über die melancholisch ruhige Strophe bis zum sich steigernden Schlusspart etliche "Wiedererkenner".
Ähnlich ergeht's einem mit Only You Can Make Me Cry. Ich hätte den Song vielleicht nicht gleich daran gehängt, aber mit dem typischen Mix aus akustischen und E-Gitarren entsteht auch hieraus eine äußerst ansprechende Nummer, gekrönt von Lukes E-Gitarrensolo.
Weihnachtszeit hin oder her, am Ende wollten sie sich hier wohl doch nicht zu beschaulich verabschieden und legen mit Survivor doch noch einen härter rockenden Song dazu, der natürlich auch wieder voll in die THUNDER-Kerbe schlägt. Ich sag mal so "Shooting At The Sun" - Zeiten.
Keiner der Songs ist, in diesen Versionen, woanders - auch nicht auf dem neuen Album - vertreten, sodass man auch hier wieder nicht dran vorbei kommt. Für mich zwar die schwächste der drei Maxis, aber allein Survivor muss sein. Nach einigem Hören bekommt man dann auch problemlos und auch nach den Feiertagen: "More Joy Of Six"

Epi Schmidt, 18.12.2008

 

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