Timothy Craig

State Line


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1999

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Timothy Craig
State Line, Sonic Sorbet Records, 1999
Timothy Craig Guitars, Lead Vocals
Donny Roberts Lead Guitars
Billy Crain Slide Guitar
John McTigue Drums
Jay Weaver Bass
Randy Threet Bass
Bill Cuomo Keyboards
Pete Hewlett Backing Vocals
Länge: 36 Min 50 Sek Medium: CD
1. After I'm Gone (3:30)6. Little Bit Of Rhythm (3:33)
2. Ice Cold (2:42)7. If This Ain't Love (4:20)
3. Flesh'n Blood (3:04)8. Doin' Time (4:14)
4. Words In The Wind (4:53)9. Restless Hearts (3:31)
5. Honey Are You Listening (3:14)10. State Line (3:49)

Und wieder mal gähnende Leere, wenn man im Allmusic Guide als Suchbegriff „Timothy Craig“ eingibt.
Diese weltgrößte Datenbank droht allmählich den Anschluß zu verlieren. Ist doch State Line bereits die dritte Veröffentlichung von Timothy Craig.

Die Rückseite der CD mit der alten tourgeplagten E-Gitarre läßt gutes erahnen. Und man soll nicht enttäuscht werden.
After I’m gone powert sogleich mit krachenden Gitarren los. Dazu Timothy’s rauhe Rockröhre.
Der Song geht gleich in’s Blut. Zwei, drei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Kein aufdringliches Keyboard Getue. Das ist erdiger, ehrlicher Rock ohne Firlefanz.
Ice Gold legt keinen Gang zurück. Ein toller Rock’n Roller wie man ihn besser nicht machen kann. Die Gitarren-Arrangements und die Rhythmusarbeit sind herausragend.
Von Balladen scheint Mr. Craig nicht viel zu halten. Flesh’n Blood läßt es weiter mächtig krachen. Der Schlagzeuger spielt ein witziges Schlagzeug a la Ritchie Hayward. Die Saiteninstrumente werden wieder bis auf’s Äußerste strapziert. Klasse.

Ah und jetzt kommt die erwartete Ballade. Dachte ich. Words in the Wind fängt ruhig und gelassen an. Doch der Schein trügt. Nach 45 Sekunden rockt Mr. Craig in gewohnter Manier. Klingt wie der alte, noch gute, Mellencamp, nur eine Spur härter.
Honey are you Listening. Natürlich gern, kann man da nur sagen, bei solch fantastischer Rock-Mucke. Dieser Song ist etwas im Tempo gedrosselt. Die Gitarren wollen das anscheinend nicht akzeptieren. Unglaublich heavy powern sie mit.
Little Bit of Rhythm ist Understatement im besten Sinne. Hier gibt's sehr viel Rhythmus. Herrlich, knackiger Song.
If This Ain’t Love gönnt mir immer noch keine Verschnaufpause. Tolle angezupfte, melodische Gitarren zu einem hochmelodischen Rock. Was für ein Song.

Und da ist sie doch noch, die Ballade zum Luft holen. Doin Time bietet einen feinen Refrain und erstklassige akustische wie elektrische Gitarren.
Zum Abschluß noch Restless Hearts und State Line, der Titeltrack. Beides wiederum ausgezeichnete Rockbretter mit toller Melodie. State Line besticht außerdem durch ein tolles Slide-Gitarren Solo.

Timothy Craig’s Album State Line ist hervorragende Rockmusik mit einem fantastischen Groove. Qualitätsmäßig ist Timothy meilenweit vom Mainstream-Standard entfernt. Keyboards werden äußerst sparsam eingesetzt. Die Gitarren-Arrangements sind so allgegenwärtig, daß jeder Track ein Paradies für Saiten-Freaks ist.
Und Mr. Craig ist kein Freund von langsamen Songs. Bis auf eine Midtempo Ballade (Doin‘ Time) kracht und rockt es ohne Pause.
Klang und Produktion sind ausgezeichnet.

Freunde bodenständiger Rockmusik kommen an diesem Album nicht vorbei.

Joachim Domrath 21.03.01

 

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