Tom Brosseau

Perfect Abandon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.03.2015
Jahr: 2015
Stil: Singer-Songwriter

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Tom Brosseau Homepage



Redakteur(e):

Michael Masuch


Tom Brosseau
Perfect Abandon, Indigo, 2015
Tom BrosseauVocals, Acoustic Guitars
Davie ButlerDrums
Joe CarvellDouble Bass
Ben ReynoldsElectric Guitar
John ParishAdditional Organ
Produziert von: John Parrish Länge: 41 Min 51 Sek Medium: CD
01. Hard Luck Boy06. Empire Builder
02. Roll Along With Me07. Goodbye, Empire Builder
03. Tell Me Lord08. Island In The Prairie Sea
04. Take Fountain09. My Sweetest Friend
05. Landlord Jackie10. The Wholesome Pillars

In den Zeiten, wo sich jedermann Singer-Songwriter schimpfen darf und alles auf Dutzenden von Mikrophonen bis ins kleinste Detail für die Nachwelt festgehalten und teils auch überproduziert wird, kommt da einer daher - nämlich Tom Brosseau aus Nord Dakota mit seinem nunmehr elften Album - und kehrt alles in Gegenteil.

Man würde es wohl Wohnzimmerkonzert nennen, wenn sich Tom Brosseau und seine drei Kumpels in einen Raum tummeln, ihre Instrumente auspacken und drauf los musizieren.
So nach dem Motto: "Äh, ach ja, wer hat die Mikros von euch mitgebracht?" - "Nur eines? Okay, stell's in der Mitte auf, geht schon irgendwie". Das muss wohl die Devise gewesen sein und schon intoniert Tom Brosseau mit verschwörerischer Erzählstimme und sparsamen Akkorden Hard Luck Boy und erinnert an den britischen DONOVAN und andere Sixties-Kumpanen.
Auf "Perfect Abandon" rumpelt bei aller Einfachheit und Hang zur Improvisation auch gerne mal eine knarzende, knarrende Kick Drum ( Roll Along With Me) vor sich hin. Das hat durchaus Charme und Herr Brosseau weckt dabei stimmlicherseits ein paar SKYDIGGERS'sche Andy Maize Reminiszensen.

Goodbye, Empire Builder kommt mit gezupfter Akustikgitarre recht hübsch daher, wird mit wehmütiger Harp fein dekoriert und verdiente bestimmt ein Plätzchen in der Singer-Songwriter Playlist des Monats, wiewohl sich die Uptempo Ballade My Sweetest Friend ebenso gut im Spartenradio wiederfinden könnte.

Letztlich legt Tom Brosseau ein recht ruhiges aber intensives Werk vor, das nach und nach erarbeitet werden möchte, leider von vielen bestimmt überhört wird, obwohl es genügend Ecken und Kanten vorweist, um nicht langweilig zu werden.

Michael Masuch, 11.03.2015

 

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