Tombstones

II

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.01.2011
Jahr: 2011
Stil: Stoner Rock, Doom

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Redakteur(e):

Marc Langels


Tombstones
II, Transubstans Records, 2011
Bjørn-Viggo GodtlandGesang & Gitarre
Ole Christian HelstadBass & Gesang
Jørn Inge WoldmoSchlagzeug
Produziert von: Billy Anderson Länge: 45 Min 40 Sek Medium: CD
01. Hellfire06. Eye Of The Universe
02. Distorted Visions07. The Source
03. Whispered In Darkness08. Wheels Turn
04. Further Down The Abyss09. Supernoid
05. Realms Of Oblivion

Sie sind nichts für Feingeister, die auf der Suche nach der feinen Melodie und dem ausgewogenen Klangbild. Die TOMBSTONES aus Norwegen kommen auf ihrem zweiten Album – schlicht genug “II“ betitelt - wie ein Orkan und machen das Trommelfell und alles was im Ohr des Hörers liegt dem Erdboden gleich. Alle Bilder, die einem zu dieser Musik einfallen beinhalten große Dinge, wie etwa eine Straßenwalze, einen Rammbock oder Vorschlaghammer und ähnliches.

Die Produktion der Scheibe (von Billy Anderson, unter anderem auch MELVINS und CATHEDRAL) ist staubtrocken, wie es sich für diese Sorte Musik gehört. Aber leider auch wenig differenziert. Dadurch treten jegliche Feinheiten in der Musik (so vorhanden) vollkommen in den Hintergrund. Nach den vorliegenden Informationen wurde das Album auch typisch „old-school“ eingespielt, nämlich live und analog. Das bedeutet die typischen Begleiterscheinungen wie Rauschen, Verzerrungen und eine begrenzte Dynamik wurden in Kauf genommen.

Aber man kann ohnehin nur in wenigen ruhigen Momenten - wie zum Beispiel am Anfang von Further Down The Abyss - alle Instrumente wirklich differenziert wahrnehmen. Das liegt natürlich zum einen auch an dem Songmaterial, denn hier wird ja eher mit der Dampframme gearbeitet, als mit Pinsel. Zudem ist der Grund-Sound der Band zudem sehr tief, die Gitarren dürften vermutlich mehr als nur einen ganzen Ton heruntergestimmt sein.

Ein klarer Schwachpunkt ist zudem das Songwriting. Die Songs klingen einfach überwiegend viel zu eintönig, kaum Abwechslung bei den tonnenschweren Riffs, beim Power-Drumming und auch bei den Gesangslinien kommt häufig das Gefühl auf, dass man das doch gerade schon mal gehört habe. Dabei ist die Grundstimmung der neun Songs am treffendsten mit dem Begriff Doom – also Untergang – beschrieben. Gegen das, was die drei Norweger hier bieten, waren die Ur-Väter des Doom BLACK SABBATH zumeist gutgelaunte Hippies.

Über die gesamte Spielzeit von etwas mehr als 45 Minuten ist das aber alles zu monoton, zu wenig abwechslungsreich, zu wiederholend – eben einfach irgendwie immer das Selbe. Das mag für ein oder zwei Stücke funktionieren, aber als komplette CD ist das einfach nicht genug. Da wären die TOMBSTONES schon gut beraten für die Zukunft sich etwas mehr Abwechslung zu verschreiben und zudem auch an ihren individuellen Künsten etwas zu arbeiten, ansonsten sehe ich schwarz für Album Nummer “III“.

Marc Langels, 20.01.2011

 

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