Tony Mills

Over My Dead Body

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.04.2015
Jahr: 2015
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Tony Mills
Over My Dead Body, H'Art, 2015
Tony MillsGesang
Andreas NergardSchlagzeug
Andreas Passmark, Victor Borge, Henning Ramseth, Neil KernonBass
Paul Sabu, Robert Sall, Henning RamsethGitarre
Douglas Docker, Robert Sall, Eric Ragno, Henning RamsethKeyboards
Douglas DockerGesang
Produziert von: Neil Kernon Länge: 52 Min 31 Sek Medium: CD
01. Time Won’t Wait07. Bitter Suite
02. 28 Flights08. 4 In The Morning
03. We Should Be On By Now09. Northern Star
04. No Love Lost10. Somewhere In London
05. Gate 2111. Free Spirits
06. My Death

Der britische Sänger Tony Mills ist den meisten Fans im Bereich Hard Rock und Heavy Metal bekannt durch seine Zeit bei SHY, aber insbesondere auch für seine Arbeit mit der norwegischen Metal-Formation TNT. Aber über die Jahre hat Mills auch für zahlreiche andere Bands und Projekte wie etwa die Progressive Rock Oper “The Mystic Technocracy – Season 1: The Age Of Ignorance“ von DOCKER’S GUILD gearbeitet. Im Jahr 2010 allerdings nahm sein Leben eine dramatische Wendung, als er auf einem Flughafen in Norwegen einen Herz-Anfall erlitt. Die Erfahrungen aus dieser Zeit hat Mills nun in dem Album “Over My Dead Body“ verarbeitet. Die Arbeit daran nahm rund zwei Jahre in Anspruch.

Musikalisch geht es hier um einiges härter zu, als dass seine Fans von Tony Mills gewohnt sein werden. Stellenweise erinnert das Ganze an modernere QUEENSRŸCHE-Werke wie etwa “Q2K“ oder “American Soldier“. Das mag auch daran liegen, dass Mills für die Produktion mit Neil Kernon einen Mann gewählt hat, der auch Erfahrungen mit Geoff Tate und seiner Ex-Band hat. Aber auch der Gesang von Mills erinnert, etwa in einigen Momenten von We Should Be On By Now aber auch im anschließenden No Love Lost (besonders bei den hohen Tönen) oder in My Death sowohl vom Klang als auch vom Ausdruck ein gutes Stück an Tate.

Man könnte natürlich bei einem Album über eine Nahtod-Erfahrung eine sehr düstere, bedrückende Atmosphäre erwarten. Aber dem ist ganz und gar nicht so. Selbstverständlich klingt das Werk aber auch nicht überschwänglich, aber es wird durchzogen von einem gewissen positiven Grundton der Zuversicht. Dies drückt sich dann auch in den vielen guten Kompositionen wie Time Won’t Wait, We Should Be On By Now, No Love Lost, Northern Star und 4 In The Morning (wobei die beiden Letztgenannten gerade auch TNT-Fans ansprechen dürften) aus. Was diesem Album aber einzig fehlt, das sind die großartigen Songs, die wirklich großen, mitreißenden Emotionen, die etwa ein Werk wie “Operation: Mindcrime“ (zum Beispiel: Breaking The Silence, I Don’t Believe In Love, Eyes Of A Stranger, Suite Sister Mary, Revolution Calling) so außergewöhnlich gemacht haben.

Aber diesem Vergleich würden wohl die wenigsten Alben standhalten können. Und wenn man das Album mehrmals gehört hat, dann setzen sich einige Hooklines schon ganz gut fest, etwa Northern Star. Realistisch betrachtet sind die Lieder allesamt ja auch absolut gelungen, es fehlen eben nur die Highlights, an die man auch nach Jahren noch denkt und die ein Album eben auszeichnen und aus der Flut gutklassiger Veröffentlichungen herausheben. Dann wäre “Over My Dead Body“ etwas Besonderes. So ist es eben leider „nur“ ein gutes Album.

Marc Langels, 31.03.2015

 

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