Tori Amos

Little Earthquakes


CD-Review

Reviewdatum: 30.04.2015
Jahr: 2015
Stil: Singer-Songwriter

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Tori Amos
Little Earthquakes, Rhino/Warner, 2015
Tori AmosVocals, Piano
David RhodesGuitar
Steve CatonGuitar
Will McGregorBass
Jef ScottBass
Mathew SeligmanKeyboards
Carlo NuccioDrums
Chris HughesDrums
Produziert von: Davitt Sigerson, Tori Amos, Eric Rosse & Ian Stanley Länge: 134 Min 14 Sek Medium: CD
CD 1 - Original Album (57 Min 18 Sek):
01. Crucify07. China
02. Girl08. Leather
03. Silent All These Years09. Mother
04. Precious Things10. Tear In Your Hand
05. Winter11. Me And A Gun
06. Happy Phantom12. Little Earthquakes
CD 2 - Bonus Tracks (76 Min 56 Sek):
01. Upside Down10. Flying Dutchman
02. Thoughts11. Humpty Dumpty
03. Ode To The Banana King (Part One)12. Smells Like Teen Spirit
04. Song For Eric13. Little Earthquakes (Live 1992)
05. The Pool14. Crucify (Live 1992)
06. Take To The Sky15. Precious Things (Live 1992)
07. Sweet Dreams16. Mother (Live 1992)
08. Mary17. Happy Phantom (Live 1992)
09. Sugar18. Here In My Head

Im Jahre 1992 erschien das erste Studioalbum der US-amerikanischen Singer-Songwriterin Tori Amos als Solokünstlerin. “Little Earthquakes”, so der Name des, hauptsächlich von Davitt Sigerson (unter anderem THE BANGLES und Olivia Newton-John) produzierten, Longplayers wurde jetzt remastered, im Digipack mit einer Zusatz-Disc und einem 20-seitigen Booklet (inklusive eines aktuellen Aufsatzes von J.D. Considine) ausgestattet über Rhino neu veröffentlicht.

Man kommt gar nicht darum herum sie zu bemerken. Die Parallelen im Schaffen und vor allem in den Darbietungen von Frau Amos und Kate Bush nämlich. Dafür musste die Nordamerikanerin zumindest anfangs auch manches Mal schlucken, nicht ganz so ernst genommen zu werden. Doch das hat sich inzwischen längst erledigt. Schließlich setzt sich Klasse über kurz oder lang durch.

“Little Earthquakes” hat sich bis heute am besten von allen Alben unserer Hauptdarstellerin verkauft und wurde obendrein von den Kritikern hoch gelobt. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Singer-Songwriter-Material, Alternative/Progressive Rock, Alternative Pop, Folk und Klasssikansätzen überzeugt total, denn die Songs kommen ohne jeglichen Durchhänger über die Runden. Die einnehmende Stimme und das erstklassige Pianospiel sind dabei die beiden Haupttrümpfe. Hervorzuheben sind die Nummern Crucify, Silent All These Years, Winter, China und Me And A Gun (wurden als Singles ausgekoppelt), während Silent All These Years und Precious Things sich überdies für Jahre zu Konzertklassikern mauserten.

Die immerhin achtzehn Bonus Tracks auf der zweiten CD erweisen sich als äußerst interessante Angelegenheit. Darunter finden sich beispielsweise die (wie ein Großteil der Extratitel) nur mit Gesang und Piano zum Besten gegebene Coverversion des NIRVANA-Überhits Smells Like Teen Spirit, diverse und nicht mehr erhältliche B-Seiten sowie Live-Versionen von fünf Album-Stücken aus dem Jahr 1992. Hier erklingen vor allem Singer-Songwriter-Stoff, Pop, Rock und Boogie.

Tori Amos zeigt schon mit ihrem Album-Debüt allen Kritikern, dass da eine ernst zu nehmende Sängerin, Pianistin, Komponistin und Produzentin ihren letztlich doch ganz eigenen Weg zu gehen gedenkt.

Michael Koenig, 12.04.2015

 

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