Torture Squad

Hellbound


CD-Review

Reviewdatum: 17.04.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Hellbound, Wacken Records/SPV, 2008
Amilcar CristofaroDrums
Vitor RodriguesVocals
CastorBass
Rafael Augusto LopesGuitar
Produziert von: n.a. Länge: 52 Min 14 Sek Medium: CD
01. MMXII06. Man Behind The Mask
02. Living For The Kill07. In The Cyberwar
03. The Beast Within08. Twilight Of The Mankind
04. The Fall Of Men09. The Four Winds
05. Chaos Corporation10. Hellbound

Dass Brasilien nicht nur Samba-Rhythmen zu bieten hat, das weiß der betagte Metal-Kenner schon mindestens seit 15 Jahren, als SEPULTURA mit den Alben "Arise" und "Chaos A.D" die europäischen Plattenmärkte umkrempelte.

Es kann durchaus sein, dass dieser Erfolg auch ein Geburtshelfer für TORTURE SQUAD gewesen sein könnte, denn TORTURE SQUAD können inzwischen auch auf eine 1 1/2 Jahrzehnte andauernde Bandgeschichte zurückblicken.
Bekanntheit hat die Band dabei aber vorerst nur in Brasilien aufbauen können, bekam dort aber regelmäßiges Airplay.

"Hellbound" ist quasi das Debut-Album von TORTURE SQUAD auf dem europäischen Kontinent. Möglich wurde dies, weil die vier Brasilianer bei Ihrem Wacken-Gig 2007 restlos überzeugen konnten und kurz danach vom dem Festival nahestehenden Label Wacken Records gesignt wurden.

Was erwartet also den neugierigen Zuhörer ? TORTURE SQUAD bieten auf "Hellbound" einen nahezu gleichberechtigten Mix aus Thrash- und Death Metal.

Die Thrash-Metal-Songs orientieren sich dabei ziemlich an den traditionellen Bands der 80er Jahre. Musikalisch bekommt man nicht nur einmal den Eindruck, es könne sich bei "Hellbound" auch um ein altes DESTRUCTION-Album handeln. Auch beim Gesang von Vitor Rodrigues könnte man desöfteren meinen, KREATORs Mille Petrozza stehe am Mic.
Die andere Seite der Medaille sind die Death-Metal-Songs, auf denen nach Herzenslust gegrowlt und geknüppelt wird.

Das Ganze ergibt ein recht schmissiges Album.

Wenn man "Hellbound" etwas vorwerfen will, dann vielleicht den nicht mehr ganz zeitgemäßen Mix, bei dem die Gitarre doch sehr dominant und der Bass nur sehr hintergründig abgemischt wurde. Dies ist aber nicht weiter schlimm und auch eine Frage der persönlichen Geschmacks.
Außerdem scheinen Brasilianer einen großen Hang zu Breaks zu haben. Das habe ich schon in meinem Review zu THESSERA bemerken können. Auch TORTURE SQUAD fideln uns in der Regel erst einmal ein halbes Dutzend verschiedene Breaks entgegen, bevor es dann nach 1 1/2 Minuten mit der ersten Strofe losgeht.
Auch ein Frage des persönliches Geschmacks .... ich bin subjektiv eher fürs Gradlinige in diesem Musikgenre.

Trotzdem hat die Scheibe großes Nackenschüttler-Potential. Insbesondere die Thrash-Songs gehen in die Halsmuskulatur. Davon könnt Ihr Euch in diesem Jahr - neben "Hellbound" selbst - auch erneut auf dem Wacken-Festival überzeugen.

Kay Markschies, 17.04.2008

 

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