Toto

The Essential Toto

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.10.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Toto
The Essential Toto, Sony Music, 2004
Länge: 149 Min 45 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Rosanna9. Don't Chain My Heart
2. Stop Loving You10. 2 Hearts
3. Hold The Line11. Waiting For Your Love
4. Caught In The Balance12. Make Believe
5. 9913. Goodbye Elenore
6. The Other Side14. Home Of The Brave
7. I Won't Hold You Back15. How Does It Feel
8. Africa16. The Road Goes On
CD 2:
1. I Will Remember9. If You Belong To Me
2. Georgy Porgy10. Can You Hear What I'm Saying
3. Just Can't Get To You11. Slipped Away
4. Pamela12. Dave's Gone Skiing
5. Baby He's Your Man13. Without Your Love
6. I'll Supply The Love14. Stranger In Town
7. Holyanna15. Til The End
8. The Turning Point16. I'll Be Over You

Perfektion. Es gibt sicherlich noch andere Attribute, die man TOTO unterstellen kann, aber treffender ist keines. Wie kann es auch anders sein, wenn sich eine Gruppe von erfahrenen Studiocracks, die schon für die größten Stars deren Welthits instrumentierte, zusammenschließt um selbst mal ein bisschen Spaß zu haben.

Gleich das Debutalbum verkauft sich über 4 Millionen mal und enthielt mit Hold The Line einen Superhit der auch heute noch gern gehört und gespielt wird. Die Riffs und Akkorde von Piano und Gitarre werden sich zahllose aufstrebende Jungmusiker einverleibt haben - mit dem Solo haben sie sich schon etwas schwerer getan...
Inzwischen befinden sich TOTO in einem Status in dem neue Veröffentlichungen der Band nicht wirklich noch interessieren. Zuviel Änderungen und auch Schicksalsschläge (Drummer Jeff Porcaro verstarb 1992 unter äußerst tragischen Umständen), sowie nachlassende Kreativität verbrauchen halt irgendwann mal das Interesse der geneigten Käufer und Hörer.
Also häufen sich Live-Alben, DVDs und Best Of-Alben. Das letzte Studiowerk, "Mindfields" ("Through The Looking Glas", welches nur aus Coverversionen besteht nicht gerechnet) stammt von 1999. Mit Caught In The Balance findet sich hier auch ein Titel aus jenem Album. Ist es die Freundschaft zu Eddie Van Halen, die Gitarrist Steve Lukather so beeinflusst? Jedenfalls erwartet man nach dem Keyboard und Gitarrentönen unwillkürlich Sammy Hagar's Gesang. Wie üblich perfekt gemacht und doch etwas seelenlos.
Wurde der Band ja oft genug vorgeworfen. Wenn allerdings die ersten Töne von Rosanna erklingen, können sich wenige der Magie dieses Songs entziehen. Ein leichtes Mitklopfen ist das mindeste. Mit Bobby Kimbal hatte die Band einen Ausnahmesänger, der einiges am manchmal sterilen Background wett machte.

Es ist ganz erfreulich, dass die Songs auf "The Essential" nicht chronologisch ablaufen. So springt man mit dem zweiten Song ins Jahr 1988 zu Stop Loving You, einem weiteren Hit und einem neuen Sänger: Joseph Williams. Auch der macht einen perfekten Job und die unbestrittenen Fähigkeiten der Band helfen auch so einem etwas banalen Song, mittels eines cleveren Instrumentalteils, zu hörbarer Güte.
Über Evergreens wie 99, Africa, Pamela, I Won't Hold You Back u.s.w. braucht man keine Worte mehr zu verlieren. Die kennt und mag man, oder eben nicht.
Auch werden nicht wenige die CD "From Past To Present 1977 - 1990" im Schrank stehen haben und werden damit bedient sein. Für mich ist es aber doch interessant, mal einen Song wie Don't Chain My Heart zu hören. Der stammt vom 92er Album "Kingdome Of Desire", auf welchem Steve Lukather den Leadgesang übernahm und das klingt auch gar nicht so schlecht. Erinnert mich etwas an die zweite Solo-Scheibe von BON JOVIs Richie Sambora - solider Mainstream.
Vom selben Album und der gleichen musikalischen Richtung kommt 2 Hearts (... sind besser als eines, ja, ich weiß, Bruce!), nur geht's noch mehr in die Feuerzeug-Balladenecke und mit dem Gesang kann man jeden Sambora-Fan übertölpeln. Also ehrlich, wenn gleich darauf Waiting For Your Love von "Toto IV" erklingt, mit seinem leicht jazzigen Groove, fühlt man sich doch bedeutend besser.
Auch wenn nicht sonderlich innovativ - liegt irgendwo zwischen Hold The Line, Billy Joel und den Balladen von BOSTON - geht's einem Make Believe ähnlich. Immer schlittern sie an der zuckersüßen Beliebigkeit entlang und hab doch meistens den Trumpf im Ärmel der sie rettet.

Bei manchen Songs, wie The Other Side oder How Does It Feel funktioniert das nicht richtig, und für die Stücke aus den späten 80ern, etwa Home Of The Brave, sollte man wenigstens mit dem Mainstream-Rock von VAN HALEN jener Tage zufrieden zustellen sein.
Gleich sieben Songs vom 95er Album "Tambu" sind vielleicht etwas übertrieben, aber so erschöpfend waren halt die Releases seit 1990 nicht. Immerhin können u.a. The Turnin Point und Slipped Away den Vergleich mit früheren Glanzlichtern bestehen.
Mittlerweile sitzt ja Simon Phillips an den Drums. Ein ähnlicher Perfektionist und auch nicht jedermanns Geschmack. Wer so in Richtung Joe Satriani und Konsorten tendiert, dürfte an Dave's Gone Skiing seine Freude haben. Das Instrumental stammt vom Album "Toto XX" und die Herren Lukather, Phillips, Paich und Porcaro zeigen in einem Mix aus Jazz, Fusion und Rock ihre Klasse.

Trotz der typischen 80er Synthie-Sounds erfreut mich das Vorhandensein von Stranger in Town von "Isolation" (1984) doch und es verwundert warum das auf "Past To Present..." gefehlt hat. Gut, damals wollte man den neuen Lead-Sänger der Band, Jean-Michel Byron, präsentieren und brachte gleich 4 Songs von dem auf die CD.
So gibt es bei den 32 Songs auf "The Essential TOTO" nur neun Überschneidungen mit der 1990er CD und man kann diese Doppel-CD durchaus als Ergänzung sehen. Es sei denn man hat alle TOTO-Alben im Schrank stehen und wer hat das schon?

Epi Schmidt, 17.10.2004

 

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