Transatlantic

The Official Bootleg DVD

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 26.08.2010
Jahr: 2010
Stil: Progressive Rock

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Transatlantic Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Transatlantic
The Official Bootleg DVD, Radiant Records, 2010
Neal MorseGesang, Gitarre & Keyboards
Roine StoltGitarre & Gesang
Pete TrewavasBass & Gesang
Mike PortnoySchlagzeug & Gesang
Gastmusiker
Daniel GildenlöwGitarre, Keyboards, Percussion & Gesang
Produziert von: Man In the Mountain Länge: 114 Min 48 Sek Medium: DVD
01. Duel With The Devil (Berlin, 17. Nov. 2001)06. Stranger In Your Soul (Ausschnitt) (Karlsruhe, 16. Nov. 2001)
02. No Separation (Brüssel, 15. Nov. 2001)07. Shine On You Crazy Diamond (Berlin, 17. Nov. 2001)
03. Shine On (Ausschnitt) (Tilburg, 12. Nov. 2001)08. The End (Audio) (Karlsruhe, 18. Nov. 2001)
04. Mr. Wonderful (Berlin, 17. Nov. 2001)09. Whole Lotta Love/LA Woman (Dark Horse Studios Nashville, Jan. 2001)
05. My New World (Ausschnitt) (Hamburg, 16. Nov. 2001)

Meine Mutter hat mir schon in meiner Kindheit beigebracht: wenn man nichts Nettes über jemanden oder etwas sagen kann, dann solle man lieber schweigen. Nun nehme ich nicht an, dass meine Mutter vorhersehen konnte, dass ich mal einen großen Teil meiner Freizeit damit verbringen würde, meine Meinung über Musik zu schreiben und dass sich dabei ihr Ratschlag als kontraproduktiv erweisen würde. Denn würde ich mich an diesen Tipp halten, wäre hiermit die Rezension beendet.

So schlimm?, mag sich nun mancher Leser fragen und erstaunt auf meine bisherigen Rezensionen zu TRANSATLANTIC schauen. Diese waren bisher immer Lobpreisungen in allerhöchsten Tönen, Elogen auf das individuelle Können der Musiker, deren Kreativität und deren Musik. Aber das ist ja auch ein Teil des Problems hier: Musik bekommt man bei diesem Bootleg so gut wie keine geboten.

Vielmehr handelt es sich bei dieser DVD um eine Ansammlung von – zumeist kurzen - Szenen, die auf der “Bridge Across Forever“-Tour in Europa per Videokamera aufgenommen wurden. So bekommen die Fans einen Einblick in die Umkleidekabinen der Band, wie diese um einen Tisch herumsitzen, die Zeit bis zum Konzert damit verbringen, zum Teil infantile Jokes zu reißen, Grimassen zu schneiden oder über das Für und Wider des Intros bei der Zugabe zu reden.

Dazwischen bekommt derjenige, der sich die DVD bis zum Ende anschaut: Live-Versionen von Duel With The Devil und Shine On You Crazy Diamond (einmal gekürzt, einmal komplett) geboten, wobei das Gebotene bei dem PINK FLOYD-Klassiker schon arg nahe an der Grenze zur Körperverletzung liegt. Zumindest beim zweiten Versuch hätte ich erwartet, dass die Band den Text drauf hat.

Ganz nett sind da ja noch die Bruchstücke von neuen Songs, die Neal Morse präsentiert und die relativ nah an dem sind, was er nach seinem Ausstieg bei SPOCK’S BEARD auf seinen Solo-Alben veröffentlichte, balladesk und akustisch. Kein typischer Prog eben aber nachdenkliche Songwriter-Musik mit spirituellem Hintergrund. Das ist ganz schön, aber eben nichts, wofür sich die Anschaffung dieser DVD lohnen würde.

Vielmehr würde man sich als Fan dann doch mehr Szenen und komplette Lieder von der Bühne – gerne auch noch in besserer Qualität – wünschen. Längere Ausschnitte von den Proben oder aus dem Studio, wenn die Musiker an ihrer Kunst herumfeilen, vielleicht über Strukturen, Melodien oder Instrumentierung hitzig debattieren. Aber hier bekommt man auf 115 Minuten nur Belangloses zu sehen, oder will wirklich jemand Geld dafür ausgeben, um zu erleben, wie Mike Portnoy und Neal Morse eine Station ID für ein italienisches Rock-Magazin aufsprechen? Also ich nicht. Das hier ist für gewöhnlich das, was man als Bonus-DVD bei einer Live-DVD dazu geschenkt bekommt und selbst da würden einige Künstler wohl sagen: das können wir den Fans nicht anbieten. So und nun befolge ich den guten Rat meiner Mutter. In diesem Sinne: der Rest ist Schweigen.

Marc Langels, 25.08.2010

 

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