Transatlantic

The Whirlwind

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.12.2009
Jahr: 2009
Stil: Progressive Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Transatlantic
The Whirlwind, Inside Out, 2009
Neal MorseGesang, Keyboards & Gitarre
Roine StoltGesang & Gitarre
Pete TrewavasBass & Gesang
Mike PortnoySchlagzeug & Gesang
Produziert von: Transatlantic Länge: 77 Min 56 Sek Medium: CD
01. Ouverture / Whirlwind07. Evermore
02. The Wind Blew Them All Away08. Set Us Free
03. On The Prowl09. Lay Down Your Life
04. A Man Can Feel10. Pieces Of Heaven
05. Out Of The Night11. Is It Really Happening?
06. Rose Colored Glasses12. Dancing With Eternal Glory / Whirlwind (Reprise)

Alle Vier sind Legenden der progressiven Rock-Musik, alle Vier haben ihren eigenen, urtypischen Stil und Sound und alle Vier spiel(t)en in den wichtigsten Prog-Bands. Neal Morse (Gesang & Keyboards, Ex-SPOCK’S BEARD), Roine Stolt (Gitarre & Gesang, THE FLOWER KINGS), Pete Trewavas (Bass & Gesang, MARILLION & KINO) und Mike Portnoy (Schlagzeug & Gesang, DREAM THEATER) haben schon alleine jeder für sich einen exzellenten Ruf, aber als TRANSATLANTIC sind sie schlechthin DIE Supergroup des Prog.

Acht Jahre hat es gedauert, seit TRANSATLANTIC ein Studio-Album (“Bridge Across Forever“) vorgelegt haben. Dies hatte sicherlich auch damit zu tun, dass die Musiker alle mit ihren Bands sehr beschäftigt sind, aber auch damit dass Neal Morse eine Zeit lang eher desinteressiert war an einem weiteren Werk. So sagte Mike Portnoy denn auch, man müsse dem allmächtigen Gott danke, dass er Morse grünes Licht für ein weiteres TRANSATLANTIC-Album gegeben habe. Und nach dem Genuss von “The Whirlwind“ kann man als Prog-Fan schon fast gläubig und dankbar werden.

Nicht, dass die Band hier etwas wirklich weltbewegend Neues präsentieren würde. Die Musik bewegt sich klanglich zwischen den alten SPOCK’S BEARD (oder aktuellen Neal Morse-Solo-Werken) und THE FLOWER KINGS – und damit in der Tradition der ersten Band-Epen. Der Sound von TRANSATLANIC kommt weder in die verträumt-melancholischen Bereiche von MARILLION, noch nimmt die Musik so viel Fahrt auf, dass man an DREAM THEATER denken müsste.

Getragen wird die Musik von den Keyboards- und Gitarrenspuren. Die Melodieparts werden denn auch ganz klar von den beiden Instrumenten bestimmt. Dabei sollte man aber nicht den Fehler machen, die fast schon beschwingte Bass-Arbeit von Trewavas unterbewerten, denn er schafft unterschwellig eine weitere interessante Melodie-Ebene, über die viele andere Bands nicht verfügen. Und das Schlagzeug von Portnoy kann gar nicht anders, als hin und wieder die Band einzusammeln und nach vorne zu treiben. So verhindert er allzu verträumt-ausschweifende Momente und „diszipliniert“ seine Mit-Musiker bei ihren Ausflügen.

Hier gehen bombastische Arrangements à la SPOCK’S BEARD in hymnisch-elegische Klangbilder über, die man von den FLOWER KINGS gewohnt ist. Das Ganze hat denn auch deutliche Jam-Elemente, denn einige Songs wirken nicht wirklich straff durchorganisiert, sondern eher so, als ob die Musiker wirklich zusammen spielten und das Band einfach weiter mitlief (in etwa so wie beim LIQUID TENSION EXPERIMENT auf deren Track Three Minute Warning).

Das liegt natürlich auch daran, dass “The Whirldwind“ eigentlich auch nur ein Longtrack ist, der in zwölf Parts aufgeteilt wurde. Da werden musikalische Ideen aufgenommen und später weiterentwickelt. Insofern sollte das Album auch am besten am Stück und wie ich meine optimal wäre über Kopfhörer genossen werden. Denn nur ohne äußere Einflüsse und Störungen kann die CD ihre wahre Schönheit entfalten. Denn “The Whirlwind“ hat mitreißende Passagen, aber auch fragile Momente, bei denen jedes andere Geräusch ablenkt und von der Intention des Musik wegführt. Daher kann es auch keinen Anspieltipp, denn “The Whirlwind“ ist ein wahres Gesamt-Kunstwerk, das auch nur so wirklich funktioniert.

Marc Langels, 02.12.2009

 

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