Transfer

Future Selves


CD-Review

Reviewdatum: 17.09.2011
Jahr: 2011
Stil: Indie Pop

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Redakteur(e):

Michael Masuch


Transfer
Future Selves, Cool Green Recordings, 2011
Jason CardenasVocals, Guitar
Matthew MolariusVocals, Guitar
Shaun CornellBass
Andy RidleyDrums
Produziert von: Mark Needham, Shaun Cornell Länge: 50 Min 05 Sek Medium: CD
01. Losing Composure07. Enojado
02. Take Your Medicine08. Like A Funeral
03. My Suspicions09. The Possum
04. Like It Used To Be10. Deerskin
05. Get Some Rest11. White Horse
06. Wake To Sleep

Fiebrige Gitarren, hektische Drumparts und eine Stimme, als habe man irgendwo eine Schublade mit einem alten BONO Song aufgemacht. So steigt die Band aus San Diego in ihr Debutalbum "Future Selves" ein, und es entpuppt sich dabei im Verlaufe als wahre musikalische Wundertüte.

Aber keine Angst, sie wollen nur spielen und nehmen bei Take Your Medicine etwas das Tempo zurück, irgendwo zirpen Geigen, das Schlagzeug gibt den Ton an und der Chorus lässt den Song anschwellen und man könnte glatt die Achtziger Jahre Heroen OMD assoziieren.
Mitunter vermögen TRANSFER wie mit Get Some Best zu überraschen, legen viel Hall in die Stimme, werden kuschelig und suchen ein wenig die Nähe der guten alten HOUSEMARTINS, die unterwegs vielleicht die DECEMBERISTS treffen, während stimmungsvolles Blech dazu trötet.

Mit dem KILLERS Frontman Brandon Flowers war man auf erfolgreicher Tournee, supportete auch WHITE LIES und THE BRAVERY und stellte dem Publikum manchen musikalischen hakenschlagenden Song vor. TRANSFER lassen sich nicht gerne in eine Schublade stecken, was sie durchaus interessant und sympatisch macht, wenn sie sich, wie sie selbst sagen, irgendwo zwischen PINK FLOYD, THE BEATLES oder auch den FLAMING LIPS und MY MORNING JACKET wiederfinden möchten.

Da schrammeln auch demzufolge manche post-rockige E-Gitarren zu verzerrten Gesang und hektisch irrlichterndes Schlagzeug treibt lustig durch Like It Used to Be und suggerieren irgendwo die "The Police-trifft-die-U2 ("Boy")-Phase", während Get Some Rest mit blue-eyed-souligem Gesang und Saxofon das Herz schwer werden lässt und fasst an Mick Hucknall'sche Eskapaden denken lässt.
Like A Funeral ist ein sparsames, schönes Stück Folkpop, mit Akustikgitarre, etwas Percussion und purer Melancholie, aber auch das muß man erst einmal so hinbekommen.

Immer wieder holen die Herren etwas Besonderes aus ihren musikalischen Überraschungseiern. Sei es nun das etwas John Lennon affine Deerskin , oder sie erinnern bei Wake To Sleep durchaus gut aufgelegt und mit hymnischen Chorus etwas an die PINK FLOYD`sche "The Wall"-Atmosphäre.
TRANSFER beherrschen die Musik, die den Rock-Wave Fan anspricht, Ecken und Kanten bereithält und durchaus kurzweilig zu unterhalten vermag. Empfehlenswerte Scheibe.

Michael Masuch, 25.08.2011

 

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