Traumer

History


CD-Review

Reviewdatum: 05.07.2019
Jahr: 2019
Stil: Power Metal
Spiellänge: 60:38
Produzent: Guilherme Hirose

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Plattenfirma: Rock Of Angels Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Angra

Andre Matos

Dragonforce

Helloween

Stratovarius

Titel
01. Prelude To Infinity
02. History
03. Lullaby
04. Guardians Of Time
05. The Land Of Rising Sun
06. Innocence
 
07. Lonely Rain
08. Revolution Has Begun
09. Seize The Day
10. Turn Back The Night
11. Thousand Tears
12. Learn To Fly (Bonus Track)
Musiker Instrument
Guilherme Hirose Gesang
Fábio Polato Gitarre
Regis Lima Bass
Nelson Fumiyuki Hamada Filho Keyboards
Felipe Santos Schlagzeug

Die Brasilianer TRAUMER stehen seit ihrer Gründung vor fast zehn Jahren für Power Metal mit einem Gespür für Melodie. Insofern sind Vergleich mit ihren Landsleuten ANGRA und auch SHAMAN natürlich sehr naheliegend und auch in beiden Fällen überhaupt nicht von der Hand zu weisen. Das liegt an der klanglichen Nähe, die alle drei Bands aufweisen und die darin begründet liegt, dass sie allesamt stark vom europäischen Power Metal beeinflusst wurden. Dabei fallen auch beim nun vorgelegten TRAUMER-Werk “History“ insbesondere die Verweise zu HELLOWEEN (Michael Kiske-Ära) und STRATOVARIUS ins Ohr.


(Foto: zur Verfügung gestellt von Rock Of Angels Records)

Das geht gleich los mit dem Titeltrack (nach dem Intro Prelude To Infinity), in dem sich gleich beide Ursprünge des Sounds wiederfinden, sowohl die zweistimmigen Gitarren-Leads à la HELLOWEEN als auch die symphonisch-bombastische Erhabenheit von STRATOVARIUS gepaart mit einer höchst eingängigen Melodie. Dabei klingt Frontmann Guilherme Hirose sehr oft wie ein nicht so entfernter Verwandter des kürzlich tragischerweise verstorbenen Andre Matos zu klingen (der ja sowohl bei ANGRA als auch SHAMAN Sänger war). Natürlich liegt das auch ein wenig an dem Akzent und der Aussprache der englischen Worte, die schon stellenweise sehr ähnlich ist.

Im Laufe des Albums hat die Band gleich noch ein paar starke Nummern im Angebot, allen voran das zügige Guardians Of Time (das vom Tempo oder der Melodie auch etwas an DRAGONFORCE erinnert) und das folgende, sehr hymnische The Land Of Rising Sun, mit dem TRAUMER den Fans in Japan Tribut zollen, die dem Quintett als erste zum „Durchbruch“ außerhalb der Heimat verholfen hatten.  Stücke wie Lullaby oder Innocence sind mir zwar etwas zu cheesy und vorhersehbar, fallen aber angesichts der sonstigen guten Stücke wahrlich nicht übermäßig ins Gewicht.

TRAUMER haben sich seit ihren Anfängen mit “The Great Metal Storm“ (das vor zwei Jahren noch einmal neu aufgelegt wurde) merklich weiter entwickelt und hieven spätestens nun mit “History“ ihre Musik auf internationales Symphonic Metal-Niveau, so dass sie sicherlich bald neben Brasilien und Japan auch im Rest der Welt eine entsprechend bekannte Größe sein werden. Mit dieser Feststellung verbunden ist denn natürlich auch der Aufruf an die Fans des Genres, sich doch mal intensiver mit der Band und diesem Album zu befassen.

 

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