Travis Larson Band

Anicca

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CD-Review

Reviewdatum: 21.12.2016
Jahr: 2016
Stil: Instrumental Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Travis Larson Band
Anicca, Precision Records, 2016
Travis LarsonGitarre, Stuff
Jennifer YoungBass
Dale MoonSchlagzeug
Produziert von: Travis Larson & Jennifer Young Länge: 50 Min 25 Sek Medium: CD
01. Anicca07. Outside The In
02. Behind The Age08. A Pretty Reason
03. Snake Eyes09. Pastime
04. Golconda10. Distance Between
05. Mercy Springs11. K9360
06. Autopilot12. The Taking Place

Die TRAVIS LARSON BAND mag den meisten Musikfans noch nicht bekannt sein, obwohl es das amerikanische Trio in seiner Vita bereits auf sieben Studio-Alben sowie drei Live-Veröffentlichungen gebracht hat. Außerdem sind die Musiker in der Szene recht renommiert und haben schon mit solchen Koryphäen wie Steve Lukather (TOTO), Victor Wooten, Dave LaRue (unter anderem FLYING COLORS oder auch DIXIE DREGS) oder Vinx (unter anderem Sting und Herbie Hancock) zusammengearbeitet. Dabei merkt man an den Namen schon, dass die Einflüsse der Musiker von Rock über Jazz bis hin zu populärer Musik recht breit gestreut sind.

Auf dem achten Album der Band, “Anicca“, ergibt das wieder eine spannende und abwechslungsreiche Mischung, die sich eben überwiegend an Freunde des Instrumental-Rock aber stellenweise eben auch an Anhänger des rockigen Fusion-Jazz richtet. Dabei erinnert das Titelstück gleich zum Auftakt mal stark an Joe Satriani zu dessen “Surfing With The Alien“-Zeiten. Das bedeutet natürlich auch, dass bei aller technischen Finesse immer eine einprägsame Melodie im Mittelpunkt der Komposition steht. Das gilt ebenso bei den etwas treibenderen Stücken wie etwa dem anschließenden Behind The Age, das fast schon progressiv-rockig groovt.

Anschließend werden die Stücke allerdings ein wenig zu vorhersehbar und die wirklichen Überraschungsmomente bleiben meist aus, eine Ausnahme mag dabei der Song Autopilot sein, der eben nicht im selben Modus daherkommt, sondern ebenso wie noch Outside The In zu den facettenreicheren auf dem Album gehören. Aber es sind eben mit Snake Eyes, Golconda, Mercy Springs oder A Pretty Reason auch ein paar ziemlich durchschnittliche Stücke dabei, die einen Fan der Musikrichtung dann doch lieber zu etwa Richie Kotzen sowie Marty Friedman oder andere greifen lassen, die eigenständiger im Sound und Ansatz sind.

Die TRAVIS LARSON BAND hat mit “Anicca“ ein ordentliches, aber nicht herausstechendes Album abgeliefert. Denn wirklich neue Sounds oder auch Ansätze im Songwriting sind hier nicht zu finden. Larson spielt auch nicht auf dem technischen Niveau eines Satriani, Steve Vai oder Lukather. Aber es gelingt ihm und seiner Rhythmussektion doch, recht abwechslungsreiche Instrumental-Kompositionen zu kreieren. Aber wer hier wirklich etwas Neues sucht, der wird leider enttäuscht sein – nicht jedoch, wenn er „nur“ gutgemachte, melodiebetonte Gitarrenmusik entdecken will. Allerdings steht zu bezweifeln, dass die Band hiermit über den bisher erreichten Status weiter hinauskommt.

Marc Langels, 20.12.2016

 

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