T.Rex

For The Lion


CD-Review

Reviewdatum: 12.02.2006
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


T. Rex
For The Lion And The Unicorn In The Oak Forests Of Faun, Chrome Dreams, 2003
Marc Boland Vocals & Guitars
Steve Peregrin Took Percussion
Länge: 99 Min 29 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Unicorn/Hot Rod Mama12. Nijinsky Hind
2. Afghan Woman13. Once Upon The Seas Of Abyssinia
3. Debora14. Interstellar Overdrive
4. Mustang Ford15. Do You Remember
5. Stacey Grove16. The Wizard
6. Salamanda Palaganda17. Eastern Spell
7. Wind Quartets18. Strange Orchestras
8. One Inch Rock19. Misty Coast Of Albany
9. Chariots Of Silk20. Evenings Of Damask
10. Seal Of Seasons21. Pewter Suitor
11. Conseuala22. Travelling Tragition
CD 2:
Interview with Marc Bolan recorded in Chicago, August 23rd 1969

T. REX = Marc Bolan = Boogie und Glam Rock! Ja?
Da fragt mal die Herren Schmidtlein und Ruland, die werden's Euch schon erzählen.
Unglückseligerweise gab's da aber auch noch einen Vorläufer namens TYRANNOSAURUS REX und der hatte mit Glam und Boogie nicht viel am Hut. Schön, war ja auch noch ein paar Jahre früher. 1967 hatte sich Marc Bolan von JOHN'S CHILDREN verabschiedet und zusammen mit dem Percussionisten Steve Peregrin Took TYRANNOSAURUS REX gegründet.
Bei solchen Namen ahnt man schon wohin es geht: Ins Land von Elben, Zwergen Mythen, Magie, etc.
Fasziniert von Flower Power, wie von J.R.R. Tolkien, entstanden reichlich Songs für die Hippie-Gemeinde, die das auch gehörig honorierte.

Ich hege durchaus Sympathien für Hippies und deren Umfeld und auch für ein Großteil der dazugehörigen Musik. Hab ich es bei, sagen wir mal, GRATEFUL DEAD bisher noch nicht richtig geschafft, mir einen Zugang zu verschaffen, bleibt mir vorliegendes Material bis in alle Ewigkeit verwehrt.
Bolan hockte bei seinen Konzerten damals mit verschränkten Beinen auf dem Boden und jammerte irgendwelche fabulösen Texte zu eintöniger Musik, während sich Took beeilte, hintendran rumzuklappern.
Im Studio kriegt man da sogar, möglicherweise, ein paar nette Aufnahmen zusammen, aber live muss man sich für so was schon ganz schön dopen, um es zu kapieren.

Also, ums kurz zu machen: Diese Aufnahmen - größtenteils aus dem Londoner Lyceum, vom April 1969 - klingen wie ein Bootleg. Oder als wenn man im Möbelhaus vom 2. Stock aus einem Folk-Ensemble im Basement zuhört.
Allein vom abtippen der Songtitel ist mir schon ganz schwummerig: Salamanda Palaganda! Pewter Suitor!! Once Upen The Seas Of Abyssinia!!!
Reichlich bedeutungsschwangere Titel, die sich allesamt ähnlich anhören, zwischen furchtbaren Gejammer und ziellosem Geschrammel. Da-da-di-dadaa... irgendwie erinnert mich alles an My Lady Rose, oder wie das Lied heißt.

Ne, tut mir leid, da kann Barry Smith im Booklet noch so sehr von der historischen Bedeutung und der authentischen Konzertatmosphäre schwärmen, dieses Teil ist wirklich nur was für absolute Komplettisten oder Die-Hard-Fans, die auch noch den letzten Furz von ihrem Star kaufen.
Die können dann bestimmt auch dem gestammelten Interview auf der zweiten CD was abgewinnen. Ich halte das keine ¾ Stunde durch.

Epi Schmidt, 12.02.2006

 

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