Tricky Lobsters

The Blue Hospital Conspiracy


CD-Review

Reviewdatum: 22.11.2013
Jahr: 2013
Stil: Stoner Rock/Sludge

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Tricky Lobsters
The Blue Hospital Conspiracy, New Music Distribution, 2013
SargeGuitar & Vocals
Doc RawheadBass
The Captain PetersDrums
Gäste
Claus GrabkeAdditional Vocals
SebelOrgan
Esther Larissa LachBacking Vocals
Christoph BrandtBacking Vocals
Produziert von: Claus Grabke & Tricky Lobsters Länge: 47 Min 46 Sek Medium: CD
01. Strollers07. Shapers Of The Future
02. Shakin' Off The Heat08. Conspiracy
03. Suffering Soul09. How Not To Forget
04. Black Soul/White Lies10. The Dark Side Of The Sun
05. One Man Show11. War
06. Little Brother12. Dust

Sehr schön zunächst einmal, dass der Name CLAUS GRABKE hier mal wieder auftaucht. Dieser hat nämlich den optisch etwas zauselig daherkommenden Rostockern als Produzent und Gastsänger (bei Suffering Soul) unter die Arme gegriffen. Gleichzeitig bin ich aber etwas fassungslos – nicht darüber, wie die TRICKY LOBSTERS aussehen (nach verdammt viel Leben, so viel ist sicher…), sondern dass diese Band bisher an mir vorbei gegangen ist. Wie kann so etwas sein, verdammte Axt?

Jedenfalls ist “The Blue Hospital Conspiracy“ ein veritables Brett, zwischen bluesgrundiertem Sludge, herrlich staubigem Stonerrock, einer guten Kelle klassischen Hardrock und einem Schuss lustvollem Noise. Verdammt vielseitig, mal unverschämt melodisch, dann wieder schön dreckig, aber immer gnadenlos rockig, mit mächtig Dampf im Kessel (Shapers Of The Future) und einem jeden in die Knie zwingenden Groove. Dazu gibt es gratis ein exquisites Songwriting, will sagen, hier wird nicht nur nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt, sondern die Stücke leben, atmen und sind durchaus clever in Szene gesetzt (The Dark Side Of The Sun). Achja: Die Kirsche auf dem Tortenstück ist Ruhrpott-Barde SEBEL, den ich sonst nur songwritermäßig mit Klampfe kenne und der hier schweineorgelmäßig den JON LORD gibt.

Eine Scheibe, die von der ersten bis zur letzten Sekunde verdammt viel Laune und Lust auf mehr macht und definitiv eine der positiven Überraschungen des Jahres darstellt. Für die Classic Rocker ebenso geeignet wie für Fans schweren Bluesrocks oder Stonerjünger, die auf Bands wie ORANGE GOBLIN stehen und wissen, dass es auf Äußerlichkeiten nicht ankommt – und auf das Alter schon zweimal nicht. Die TRICKY LOBSTERS bewiesen, dass sie allemal voll im Saft stehen.

Ralf Stierlen, 18.11.2013

 

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