Triptykon

Requiem (Live At Roadburn 2019)

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.05.2020
Jahr: 2020
Stil: Symphonic Metal
Spiellänge: 46:00
Produzent: n.b.

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Plattenfirma: Century Media Records


Redakteur(e):

Kay Markschies


s. weitere Künstler zum Review:

Celtic Frost

Titel
01. Rex Irae (Requiem, Chapter One: Overture)
02. Grave Eternal (Requiem, Chapter Two: Transition)
 
03. Winter (Requiem, Chapter Three: Finale)
Musiker Instrument
Tom Gabriel Warrior voice, guitar
V. Santura guitar, vocals
Vanja Slajh bass, vocals
Hannes Grossmann drums, percussion
Guests:
Safa Heraghi Requiem live co-lead vocalist
The Metropole Orkest orchestra

Wenn man in seiner Jugend CELTIC FROST gehört hat, dann ist es fast naheliegend, dass man auch Tom Warriors Folgeband TRIPTYKON entsprechende Beachtung schenkt.

Ich hatte schon immer ein Fable für Warriors Sichtweise auf die Musik und insofern 2010 „Eparistera Daimones“ verschlungen. Hinzu kam im gleichen Jahr noch die EP mit dem wohl schleppensten und tieftonigsten Song den TRIPTYKON je gemacht hat: Shatter.

Danach war der Nachwelt leider 2014 nur noch ein weiteres Tandem aus Album und EP vergönnt. Schön deshalb, dass es jetzt nach 6 Jahren wieder neuen Input der Schweizer gibt.

Und eigentlich ist dieses Album nur zur Hälfte ein TRIPTYKON-Album, denn genau genommen wird hier ein Projekt zu Ende geführt, dass seinen Anfang bereits 1986 nahm. CELTIC FROST wollten damals eine Songtrilogie mit dem Titel „missa pro defunctis“ aufnehmen, doch irgendwie reichte es damals nur zum Requiem-Eröffnungssong Rex Irae, der sich letztendlich dann auf „Into The Pandemonium“ wiederfand.

Danach kam es nicht zu weiteren Requiem-Teilen, sondern zum ersten Split von CELTIC FROST, so dass Rex Irae erst einmal ein Einzelkind blieb.
Es brauchte erst ein neues Jahrtausend und eine CELTIC FROST – Reunion, um sich dem dritten Teil dieses Requiems zu widmen, welcher letztendlich 2006 auf „Monotheist“ mit dem Namen Winter/Requiem erschien.

Bleibt die Frage, wie der zweite Teil dieses Requiems zustande kam. Ihr könnt es erraten, auch dieser fiel einem CELTIC FROST-Split zum Opfer.
Und so vergingen die Jahre und das Requiem blieb ein unvollendetes. Erst 2018 nahm Tom Warrior die Idee wieder auf, als ihm von den Veranstaltern des Roadburn Festivals angeboten wurde, den zweiten Teil zu Ende zu schreiben und exklusiv als Premiere auf dem 2019er Roadburn Festival zu performen.

Die Idee gefiel so gut, dass gleich ein 33-minütiger Song mit dem Namen Grave Eternal entstand. Dieser ist sehr opernhaft und instrumental gehalten und wird in erster Linie durch das Metropole Orkest getragen, das an diesem Festivalabend die Band begleitete.

Wir haben es hier also nicht mit einer weiteren EP zu tun, die Spielzeit des Albums beträgt stattliche 46 Minuten.

Der Auftritt der Schweizer und die Aufnahme haben mit den Anfängen von CELTIC FROST letztendlich nicht mehr viel zu tun. Aber TRIPTYKON werden mit dieser tollen Aufnahme nicht nur Retrofans beglücken, die Jahrzehnte auf die Fertigstellung des Requiems gewartet haben.
Diese Aufnahme hat durchaus auch das Potential, der Band neue Fans zu erschließen, insbesondere bei denen, die sowohl der Klassik als auch dem Metal zugewandt sind.

(Foto 1: Ester Segarra; Foto 2: Hendryk Michaluk/AirDrift Photography)

 

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