Trish Murphy

First Album & Rubies On The Lawn

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.03.2001
Jahr: 1997

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Trish Murphy Homepage



Redakteur(e):

Joachim Domrath


Trish Murphy
First Album & Rubies On The Lawn, Blue Rose Records, 1997 & 1999
Trish Murphy Guitars, Lead Vocals, Percussion
Mike Hardwick Guitars, Steel Guitar
Jon Dee Graham Guitars, Lap Steel
Curt Morlix Guitars
Glenn Fukunaga Bass
Scott Barber Bass
Michael Ramos Hammond, Wurlitzer
Dave McNair Keyboards
Darin Murphy Drums
Rafael Gayol Drums
Nina Singh Drums
Frank Kammerdiener Cello
David Grissom Guitars
Billy Harvey Guitars
Michael Lockwood Guitars
Jim Ebert Keyboards
Cameron Stone Cello
Charlie Barnett Strings
Produzent: Dave McNair (First Album) & Jim Ebert (Rubies...), aufgenommen in Austin & L.A. Länge: je ca. 48 Min Medium: CD

Es ist immer wieder interessant festzustellen, welch eine musikalische Hochburg Austin/Texas ist.
Kommen den mehr gute Musiker und Bands aus diesem relativ kleinen Städtchen, als aus New York, dem Riesenmoloch?

TRISH MURPHY ist wieder so ein Juwel, das die Austiner Musikszene aus dem Ärmel schüttelt.
Ihr Debütalbum aus dem Jahre 1997 besticht durch eine Vielzahl hochmelodischer Rocksongs.
Concession Stand Song, der Opener, hat mächtig Drive und eine Melodie, die sich festsetzt. Aber nur so lange, wie Date with an Angel folgt. Der nächste Song, der haften bleibt.
Relentless und She belongs to me lasse es etwas ruhiger angehen. Feine Balladen mit akustischer Instrumentierung.

Auf Smarter Than The Devil gibt Trish wieder mehr Gas.
Scorpio Tequila ist danach der absolute Hörgenuß. Ein toller rhythmischer Track mit einem Refrain der Extraklasse. Melodiereichtum allererster Güte. Starke Gitarren und eine hochmotivierte Rhythmusgruppe geben den richtigen Drive. Scorpio, eines der schönsten Rock-Sahnestücke der letzten Zeit.

Wrong Side Of Town, eine emotionale Ballade, klingt wunderbar dank der perfekten Gitarren-Arrangements. Trish’s Stimme ist zart, kann aber in den richtigen Momenten ganz schön fauchen. Erinnert mich in ihrer Art etwas an Sheryl Crow. Auf jeden Fall ein starkes Stimmchen mit einer gehörigen Portion Sex Appeal.

Running Out Of Tomorrow und Goldilocks sind weitere rockige Songkostbarkeiten. Gitarren satt und ein feiner Groove. Da fange ich als Tanzmuffel sogar an zu dancen.
Blue Tattoo läßt das Album ruhig ausklingen. Schön romantisch und hochmelodisch.

Kann so ein rundweg gelungenes Album getoppt werden. Oh ja, das beweist Trish’s Nachfolge CD "Rubbies On The Lawn" von 1999 auf’s Äußerste.
Ist doch da der Hammersong des Jahres enthalten. Dazu später mehr.

Outsider kracht sogleich voller Power aus den Lautsprechern. Knackige Gitarren von allen Seiten. Trish’s Stimme scheint etwas aggressiver geworden zu sein. Ein tolles Lied. Auch klanglich vom Feinsten. Alle Instrumente kommen klar und werden nicht von Keyboards zugekleistert.
Me Behind The Wheel spannt den Melodienbogen munter weit. Wieder hochmelodisch und voller Power. Gitarren satt. Wer das nicht mag, dem ist nicht mehr zu helfen. Doch Trish läßt nicht locker.
Auch der nächste Song, Go There, ist energiegeladener Rock mit einfallsreichem Gitarren-Arrangement und einem klasse Schlagzeug. In der Songmitte ein heavy Gitarrensolo.
Soul’s Day klingt etwas langsamer. Aber doch noch zu rockig für eine Ballade. Hübscher Refrain und frech arrangiert.

Und jetzt kommt der oben schon erwähnte Megasong.
Runaway Train ist der Rocksong des Jahres 1999 für mich. Klasse, brettharte Gitarren, dazu eine Melodie die mich seitdem mit jedem Hören erneut fesselt.
Vergesst alle Springsteen’s ,Mellencamp’s und Co. Diese Herren läßt Trish Murphy z.Zt. locker hinter sich. Wunderschön das „Byrdsmäßige“ Gitarrensolo.
Johnny To Blue ist der nächste Klasse-Track. Abwechslungreich mit Geige und rotziger Gitarre arrangiert.
Somewhere Else rockt ohne Verschnaufpause weiter. Das gleiche gilt auch für die vorzüglichen Songs I Know What You Are und Concession Stand Song. Dieses Lied war schon auf ihrem Debütalbum enthalten. Klingt auf "Rubies On The Lawn" noch einige Dezibel druckvoller. Vor allem die Gitarren klingen härter.

Witzig wird Trish auf ihrem einzigen Coversong, These Boots Are Made For Walking.
Vielleicht kennt jemand das Original von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood.
(Die gesamte Redaktion kann sich das überhaupt nicht vorstellen Joachim)
Mit unglaublich schnellem Rhythmus und einer verzerrten Hippie-Gitarre hat sie den Klassiker neu arrangiert. Toll. Sixties meets Millenium.

Der letzte Track ist allerdings vollkommen überflüssig. Vanilla Sun-reprise strapaziert doch ein wenig die Gehörgänge. Klingt mit Orchester und Streichern wie eine Johann Strauß Komposition. Sehr schmalzig und kitschig.

Trish Murphy’s bisher erschienenen zwei CD’s sind melodische Rockmusik vom Feinsten.
Klingt das Erstlingswerk schon ausgezeichnet, so legt "Rubies On The Lawn", was Tempo und Melodiereichtum angeht, noch einen drauf.
Wer auf melodischen Rock mit viel Gitarren und jeder Menge Ohrwürmer steht, kommt an diesen beiden CD’s nicht vorbei.
Klang und Produktion sind ausgezeichnet.

Joachim Domrath, 19.03.2001

 

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