Trivium

What The Dead Men Say

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.05.2020
Jahr: 2020
Stil: Modern Metal
Spiellänge: 46:32
Produzent: Josh Wilbur

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Plattenfirma: Roadrunner Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Metallica

Slipknot

Stone Sour

Titel
01. IX
02. What The Dead Men Say
03. Catastrophist
04. Amongst The Shadows And The Stones
05. Bleed Into Me
 
06. The Defiant
07. Sickness Unto You
08. Scattering The Ashes
09. Bending The Arc To Fear
10. The Ones We Leave Behind
Musiker Instrument
Matt Heafy Gesang & Gitarre
Corey Beaulieu Gitarre
Paolo Gregoletto Bass
Alex Bent Schlagzeug

Lange ist es her, als TRIVIUM ihre Anfänge im Metalcore-Bereich nahmen und ihr Debüt-Album “Ember To Inferno“ sogar über das deutsche Label Lifeforce veröffentlichten. 17 Jahre ist das nun her und in der Zwischenzeit haben die vier Musiker aus Florida nicht nur acht weitere Studiowerke (das aktuelle mit eingerechnet) aufgelegt, sondern auch zahlreiche musikalische Wandlungen durchlaufen. Insofern ist jedes Album der Band immer ein wenig wie eine Wundertüte, bei der man vorher schwer abschätzen kann,was einen genau erwartet. Und das trifft nun natürlich auch wieder auf “What The Dead Men Say“ zu.

Denn auf Album Nummer 9 (daher auch die römische Zahl IX für das Intro) versucht die musikalisch sehr breit gestreuten Facetten der Band miteinander in Einklang zu bringen. Und so bekommt der Hörer hier bei den Kompositionen ein sehr breites Spektrum der Klänge geboten. Das könnte manchen Anhänger vielleicht auch ein wenig in ein Wechselbad der Gefühle stoßen, muss es aber nicht, denn TRIVIUM gelingt es hier überraschend leichtfüßig harte Passagen mit melodiösen Elementen zu verquicken. Man höre sich nur mal das Titelstück an: harte Strophen mit Thrash oder sogar Death Metal-artigen Rhythmen fließen spielend leicht in melodiöse Zwischenparts und münden in einen regelrechten Refrain, der zum mitsingen animiert. Und die Vorab-Single Catastrophist schließt da gleich nahtlos an. Und dabei fällt auch auf, dass der Klargesang von Frontmann Matt Heafy frappierende Ähnlichkeit zu dem von Corey Taylor (SLIPKNOT, STONE SOUR) aufweist, so dass man sich stellenweise auch wiederholt vor Augen führen muss, dass man eben TRIVIUM hört und nicht STONE SOUR.

Das macht die Band dem Hörer aber spätestens mit dem Einstieg von Amongst The Shadows And The Stones deutlich, in den sie Erinnerungen an ihre Metalcore-Vergangenheit reinpackt. Und dennoch bietet spätestens der Gesang in der Strophe wieder genügend melodische Momente, um den kathartischen Wutausbruch im Refrain zur vollen Entfaltung kommen zu lassen. Generell fällt auf, dass die Band auf dem aktuellen Werk wieder gerne komplexe Song-Strukturen darbietet, die mich ein wenig an METALLICA in deren “...And Justice For All“-Zeit  erinnern. Wobei der Härtegrad schon manches Mal in DEATH-Sphären vordringt und sich Schlagzeuger Alex Bent dabei durchaus auch mal als Meister des Blastbeats beweisen kann.

Aber überwiegend hallen doch die melodiösen Stellen der Kompositionen im Hör-Eindruck nach. Die Refrains von Catastrophist, Bleed Into Me, The Defiant oder Scattering The Ashes sind schon fast Stadion-tauglich. Bei Bending The Arc To Fear werde wohl nicht nur ich mich beim Hören mehr als nur einmal an die Wucht und Präzision von MACHINE HEAD zu “The Blackening“-Zeiten erinnert haben. Und The Ones We Leave Behind schraubt das Tempo zum Abschluss der Scheibe wieder in extreme Höhen. Somit endet eine weitere TRIVIUM-Scheibe, wie sie sein soll. Mittlerweile beherrscht es die Band ganz vorzüglich, ihre sehr harten Riffs mit sehr zugänglichen Melodien zu kombinieren und damit das Beste aus beiden Welten zu kombinieren.

 

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