Troll

Neo-Satanic Supremacy

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.01.2010
Jahr: 2010
Stil: Black Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Troll
Neo-Satanic Supremacy, Napalm Records, 2010
NagashGesang & Gitarre
TlalocGitarre & Gesang
VoldBass & Gesang
ExilisKeyboards
YggSchlagzeug
Produziert von: Troll Länge: 41 Min 11 Sek Medium: CD
01. Til Helvete Med Alt06. Hvor Taken Ligger Sa Trist Og Gra
02. Alt For Satan07. Neo-Satanic Supremacy
03. Ga Til Krig08. At The Gates Of Hell
04. Burn The Witch09. Smertens Rike
05. Morkets Skoger10. Age Of Satan

Der TROLL ist nach achtjährigem Schlaf wieder aus seiner Höhle gekrochen und verbreitet aufs Neue Angst und Schrecken. Nagash (THE KOVENANT, früher DIMMU BORGIR) hat nach langer Unterbrechung seine Band wiederbelebt und lotet aufs Neue aus, wie massen-kompatibel (sprich: eingängig) der wahre norwegische Black Metal denn sein darf. Das hat er ja bereits bei seiner anderen Gruppe mit Erfolg getan und der dürfte auch bei TROLL nicht ausbleiben.

Denn egal was der Beipackzettel auch verspricht: die Gitarrenriffs sind nicht sägend-frostig, sondern stehen eher schon in der Tradition des Thrash-Metal mit einem überraschend warmen Grundton. Wer frostig will muss bei den Kollegen GORGOROTH, MARDUK oder aber bei den Großen des Genres wie BATHORY oder DARKTHRONE suchen. Hier wird er nicht fündig. Genauso wenig sind die Keyboard-Elemente wirklich kalt-bedrohlich. Sie wirken eher wie bei DIMMU BORGIR oder CRADLE OF FILTH etwas anbiedernd und tragen zum Massen-Appeal bei.

Aber das alles muss ja nicht so negativ sein, wie es jetzt erscheinen mag. Nur den Black-Metal-Fans da draußen, werden sich wohl die Zehennägel aufstellen, wenn das als wahrer norwegischer Black Metal verkauft wird. Denn mit GORGOROTH, DARKTHRONE oder MAYHEM hat das hier wenig bis gar nichts zu tun. Vielmehr liegt man da soundtechnisch schon bei den bereits genannten DIMMU BORGIR.

So jetzt aber genug gekrittelt, denn eigentlich ist TROLL ein überraschend rundes Black Metal-Album gelungen. Hier wird nicht nur wild gebolzt, sondern die Musiker lassen die tiefschwarze Atmosphäre ihrer Musik auch mal zur Geltung kommen (anders als bei einigen anderen Bands, die einfach nur alles niederknüppeln). Dadurch werden die Songs auch etwas zugänglicher, aber bleiben auch etwas länger spannend. Mit Burn The Witch haben TROLL hier sogar einen veritablen Club-Hit für die nächste Hard&Heavy-Nacht dabei.

Also, um eine lange Rezension kurz zu machen: wer den wahren nihilistischen Black Metal sucht, ist hier eher an der falschen Adresse. Wer hingegen keine Probleme damit hat, dass hier Keyboards erklingen, das Schlagzeug nicht immer nur Blastbeats spielt und wer durchaus die eine oder andere Melodie ertragen kann, der ist bei TROLL richtig.

Marc Langels, 27.01.2010

 

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